Auf, auf ans Meer

Von Halls Gap nach Port Fairy

Auch heute gab es wieder Frühstück auf der Terrasse. Das verbinde ich vor allem mit Sommerurlaub. Die Koffer sind wie immer schnell gepackt und vor 10.00 Uhr verabschieden wir uns schon von David, dem Eigentümer der Anlage. Der nimmt uns gleich noch die Hoffnung, im Meer baden gehen zu können. Es wäre viel zu kalt und vor Ende Februar würde niemand ins Wasser gehen. So lange können wir leider nicht warten.

Um alle Tipps von David abzuarbeiten, machen wir heute noch eine Wanderung durch einen kleinen Canyon (hier auch Grand Canyon genannt) zu den Pinnacles hinauf. Es ist doch schon ziemlich warm und als wir aus dem Schatten des Canyons herauskommen, schwindet die Lust zusehends. Da bislang alle Mühen belohnt wurden, unterstellen wir dies auch hier und machen weiter.
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Es ist auch wieder so. Oben angekommen, eröffnet sich ein Blick in die Ebene hinein und auch auf dem Mt. Rosea, den wir gestern erklommen haben.
Der Abstieg ist dann doch relativ.schnell gemacht und 12.00 Uhr sind wir schon auf dem Weg nach Port Fairy.
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Wir fahren, wie immer durch endlos weites Farmland und durch Städte, die nach unseren Maßstäben keine Städte sind und wahrscheinlich der einen oder anderen Gemeindereform zum Opfer gefallen wären. Allerdings gibt es in jeder “Stadt“ mehrere Möglichkeiten, gut, preiswert und schnell zu essen. Das schließt sich daheim oft aus. Heute probieren wir Beef Pie. Wir haben mittlerweile gelernt, dass eine Portion für uns gut ausreicht und wir sind auch heute wieder nach wenigen Minuten satt und zufrieden. Weiter geht es Richtung Meer und irgendwann bekommen wir es nach einem kleinen Hügel auch zu sehen. Port Fairy ist schnell mit dem Auto erkundet, so dass wir einen Überblick haben. Ein nettes kleines Städtchen, mit Flußmündung, Hafen, einem quirligen Zentrum und wunderschönen Stränden. Wir wohnen etwas außerhalb, dafür direkt hinter den Dünen. Das ist der Blick vom Zimmer, aus der Dusche und von div. Sitzmöglichkeiten im Freien:
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Wir erkunden schon eine halbe Stunde nach Ankunft den Strand. Fußweg zwei Minuten 🙂

Das Wasser ist für Europäer warm. Wir würden sonst nie zum Baden kommen. Ich war auch im Wasser und ich habe festgestellt, dass ich auf allen Reisen nach Südafrika und Namibia nie baden war. Damit war es heute das erste Mal südlich des Äquators.

Abends probieren wir ein einfaches Fischrestaurant am Flußhafen des River Moyne. Wunderbarer Fisch mit perfekter Abendstimmung am Hafen.
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Den Sonnenuntergang haben wir vor dem Haus mit einem Glas Wein erlebt und wir freuen uns, für zwei weitere Tage hier zu sein.