Wandern vor der Haustür – Frühlingserwachen

Eine Runde um den Rottachsee

Die Runde um den Rottachsee ist bei uns immer eine Art Gesundheitstest. So war es vor zwei Jahren und so ist es heute – nur die Protagonisten sind andere. Dieses mal der Lieblingsmann. Es gibt zum Glück die eine oder andere Zufahrtsstraße, so dass ich mit dem Auto Unterstützung leisten könnte. Es braucht dann einfach nur eine Bank und eventuell etwas Geduld.

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Freundetour II – Bei Sonne kann jeder

Von Mittelberg auf die Mindelheimer Hütte (Elferkopfrunde)

Gastautor: Lieblingsmann

Eine Auszeit birgt die Möglichkeit, Dinge zu tun, die man schon immer mal tun wollte und dazu gehören auch Auszeiten unter Männern. Nach der Freundetour I („Wenn Engel wandern“) mache ich eine weitere Tour mit einem Freund, dieses Mal ist es die Mindelheimer Hütte (2.058), Sie steht schon länger auf der Liste der Ziele in den Allgäuer Hochalpen und ist geeignet für eine 2-Tages Tour für Jungs, die nicht nur die sportliche Herausforderung suchen.

Für den Aufstieg bieten sich verschiedene Wege entweder von der deutschen (z.B. Talstation der Fellhornbahn bei Oberstdorf) oder aber von der österreichischen Seite aus im Kleinwalsertal an. Erst am Morgen entscheiden wir uns aufgrund der Wettervorhersage für den Aufstieg von Mittelberg im Kleinwalsertal über das Gemsteltal – die Runde um den Elferkopf (2.387) ist eine der kürzeren Varianten und die 1200 Höhenmeter Aufstieg sind auf überwiegend gutem Weg, was bei Regen Priorität hat.

Wir starten kurz nach 10 Uhr am Parkplatz in Innerbödmen (1.163) und gehen zunächst immer entlang dem Gemstelbach einen Forstweg seicht bergan. Wir passieren die Bernhardsgemstelalpe und erreichen nach 45 Minuten die bewirtschaftete Hintere Gemstelalpe. Dort beginnt der Aufstieg zur Oberen Gemstelalpe (1.694 – n.b.) und da nun Regen einsetzt, stülpen wir uns noch Regenhose und Regenjacke über; da wir von Anfang an auf Regen eingestellt waren, beeinträchtigen uns die Wetterbedingungen zunächst nicht und wir steigen zügig durch den Regen auf, passieren die Obere Gemstelalpe und erreichen nach einer knappen Stunde bereits die Sterzerhütte (1.858). Und so plötzlich wie der Regen kam, hörte er auch auf und für einen kurzen Moment konnten wir sogar blauen Himmel und den Gipfel vom großen (2.533) oder kleinen Widderstein (2.236) – man weiß es nicht genau – sehen.

Hochmotiviert geht es weiter, doch sogleich setzt der Regen wieder ein und jetzt kommt kräftiger Wind und Kälte dazu und so quälen wir uns über den Grenzpunkt Koblat (2.040) weiter über einzelne Schneefelder immer weiter bergan bis wir schließlich den Sattel zwischen Geißhorn und Wildengrundkopf erreichen. Der Wegweiser stellt eine Stunde bis zur Mindelheimer Hütte in Aussicht. Jetzt geht’s bergab, doch Regen und Geröll im steilen Hang erfordern Trittsicherheit und Konzentration. Bereits nach einem starken halben Stunde erblicken wir das grüne Dach der Mindelheimer Hütte und um 14 Uhr haben wir unser Tagesziel erreicht.

Es gibt einen Trockenraum, Strom und zwei Plätze im Lager. Die Hütte ist nahezu ausgebucht und jeder Tisch ist mit Familien, sowie großen und kleinen Wandergruppen quer durch alle Altersklassen besetzt.
Eine warme 60 Sekunden Dusche und ein Apfelstrudel später war der Himmel dann plötzlich blau und vom Regen keine Spur mehr.

Wie genießen das einfache Hüttenleben mit gutem Essen und Schachspiel und fallen pünktlich zur Hüttenruhe um 22 Uhr in die Kojen. Die Nacht im Lager mit 10 weiteren Wanderkameraden war erneut überraschend ruhig – die einzigen Schnarchgeräusche kamen von direkt neben mir 😉

Um 7 Uhr waren wir beim Frühstück und routiniert sind wir bereits vor 8 Uhr startklar für den Abstieg. Bei trockener aber sehr kühler Witterung starten wir Richtung Kemptner Scharte und nehmen vor dem Abstieg ins Wildental noch kurzerhand den Kemptner Kopf (2.191) mit, damit wir wenigstens einen Gipfel erklommen haben.

Plötzlich nehme ich ein Geräusch wie ein Klacken wahr, das ich zunächst nicht zuordnen kann. Als das Geräusch näher kommt, erkennen wir zwei Steinböcke, die im diesigen Morgenlicht kraftvoll miteinander kämpfen und klackend die Hörner aneinander schlagen. Ein Schauspiel der besonderen Art in der noch recht frühen Morgenstunde, das von einer ganzen Steinbock Herde beobachtet wird.

Am Gipfelkreuz angekommen zieht es sehr schnell zu, dennoch ist die Rundumsicht nach Hoher Ifen und Gottesacker im Nordwesten und auf die Allgäuer Hochalpen im Osten grandios.

Ob der unsicheren Wetterlage machen wir uns rasch an den Abstieg. Hinein ins Wildental ist dieser zunächst sehr steil und geröllig und wir sind froh, die teilweise seilversicherte erste Passage heute im trockenen bewältigen zu können.

Nach etwa 45 Minuten passieren wir die Hintere Wildenalpe und von hier an ist der Weg dann nur noch steil, doch sehr gut begehbar.

Eine Stunde später später erreichen wir schließlich die Untere Wiesalpe (1.290), wo wir dann für eine abschließende Brotzeit einkehren, ehe wir die letzte Etappe hinab ins Tal nach Mittelberg nehmen. Die letzten 2 Kilometer geht es dann immer der Breitach entlang leicht aufwärts und wir erreichen nach etwa 4,5 Stunden unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz in Innerbödmen.

Alles in allem trotz des schlechten Wetters am Aufstiegstag eine sehr schöne Rundtour um den Elferkopf, bei schönem Wetter birgt diese Tour sicherlich grandiose Ausblicke und hat das Potential für eine Wiederholung.

Aufstieg: 1350 Meter
Gehzeit: 9,5 Stunden mit Kemptner Kopf

Freundetour I – Wenn Engel wandern

Von Bad Hindelang zum Prinz-Luitpold Haus

Gastautor: Lieblingsmann

Eine in eher bierseliger Laune geborene Idee haben wir heute wahr gemacht: eine Männerwanderung mit Übernachtung auf einer Hütte in den Allgäuer Bergen. Das Ziel war schnell ausgemacht, es sollte das Prinz-Luitpold Haus (1846) am Fuße des Hochvogels sein.

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Almenhopping über Pfronten

Eine Sonntagsrunde für müde Beine

Der Tegelberg von gestern steckt uns doch noch etwas in den Beinen. Da hilft Bewegung am besten, es muss ja nicht immer hoch hinaus gehen. Gewitter sind auch noch angesagt – passt perfekt für eine talnahe Runde.

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Treppen steigen an den Hausbergen von Nesselwang

Das Training geht gleich weiter – von Nesselwang auf die Alpspitze

Die neuen Wanderschuhe müssen eingelaufen werden und die Kondition ist bekanntermaßen auch ausbaufähig. Also geht es gleich am Tag darauf auf die nächste kleine Tour. Es ist schwülwarm und leichte Gewitterstimmung, so dass wir eine kurze Anfahrt bevorzugen. Wir waren schon ewig nicht mehr auf dem Alpspitz bei Nesselwang – also auf geht’s.

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Far away from ‚fit‘ – Aufbruch in die neue Saison

Irgendwo in der Nähe vom Kanzelwandhaus (1.520 m)

Nach zwei Wochen fast durchgehend schlechtem Wetter können wir glücklich sein, das die drei in Aussicht gestellten schönen Tage ausgerechnet auf ein Wochenende fallen. Da es ziemlich lang hell ist, lassen wir den Tag entspannt angehen. Es ist auch keine brüllende Hitze zu erwarten, die uns früh an den Berg zwingt 😉

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Suche und Du wirst finden II

Unterwegs im Bolgental und in der Hörnergruppe

Beim zweiten Versuch wissen wir ja bereits, wo der Einstieg zur Tour zu finden ist. Der Parkplatz in Obermaiselstein(859 m) ist fast leer. Genusswandern unter der Woche ist etwas ganz Besonderes. Das Wetter verspricht einen herrlichen Tag, na ja vielleicht etwas zu warm. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

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Suche und Du wirst finden

Es bleibt nur die Frage, was?

Bewegung zumindest, soviel ist sicher. Wir wollen mit unseren Schneeschuhen ein bisschen in der Hörnergruppe wandern und fahren nach Obermaiselstein. Hinter dem Ort ist ein großer Parkplatz, an dem auch unser Weg startet. Wir überqueren gleich einen Bach und verschwinden gleich darauf im Wald.

Schneeschuhe können wir schon brauchen, da es ziemlich vereist ist. Der Förster stapft mit Futtereimern beladen rechts nach oben und wir folgen den vielen Schneeschuhspuren nach links.

Wir sind auf einem schönen breiten Weg unterwegs, der viel begangen ist. Sogar die optimalen Wege zum übersteigen der umgefallenen Bäume sind „ausgelatscht“. Perfekt.

So ganz passen die Wegweiser zum Wannenkopf und Riedberger Horn nicht zur Beschreibung und Bach finden wir auch keinen mehr, aber egal. Hier waren schon viele und im schlimmsten Fall bleibt der Weg zurück.

Wir stapfen fleißig weiter bergan, allerdings wird der Weg immer schmaler und ausgesetzter. Mag sein, dass man in 2,5 h auf dem Wannenkopf ist, aber so richtig wollen wir da ja nicht hin. Noch ein bisschen links und rechts probiert, fällen wir den Entschluss, wieder abzusteigen. Das geht auf dem bekannten Weg ganz fix.

Wieder im Tal zurück machen wir uns auf die Suche nach dem eigentlichen Weg für unsere heutige Tour. Mit etwas Spürsinn finden wir ihn auch. Es kommt halt darauf an, an welcher Seite man am Bushäuschen vorbei geht. Unsere war definitiv die falsche 😉

Wir gehen diesen Weg noch ein Stück und beschließen, die Tour soll diese Woche nochmals eine Chance bekommen… bei dem Wetter.

Föhnsturm

Eine schnelle Tour von Unterjoch auf den Spießer (1.651 m)

Nach dem ersten herrlichen Herbsttag folgt gleich ein zweiter. Etwas anders als der gestrige Tag, aber nicht minder schön. Es ist ein stürmischer Tag und Föhn ist ist angesagt, was wunderbare Sicht bedeutet. Es bleibt nicht so viel Zeit für eine Tour, es soll jedoch nach oben gehen, damit ich zumindest etwas Sicht bekomme.

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Den Herbst einläuten

Kleine Wanderung zur Schnitzlertalalpe (1.440 m)

Wir haben eine gefühlte Ewigkeit keine Wanderschuhe angehabt und sind daher wirklich froh, dass das Wetter viel besser ist, als es noch gestern vorhergesagt wurde. Auf der Fahrt ins Allgäu kommen die Berge schön langsam aus dem leichten Dunst hervor – ein herrlich vertrauter Anblick. Wir werden den wunderbaren Sommer sicher vermissen, aber wandern im Herbst ist einfach grandios…

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