Von 3.000 m auf ca. 300 m in 3 Stunden

Von der Martin-Busch-Hütte nach Vernagt (1.711 m)

Es war ein wein- und bierseliger Abend, gemeinsam mit Sebi und Michi unseren Hütten-Weggefährten, die ich schon als junge Wilde bezeichnet habe. Nach so vielen gemeinsamen Abenden stellt sich doch so etwas wie Vertrautheit ein. Wir werden erstmals von der Wirtin um 22.00 Uhr “hinausgeworfen, da um diese Zeit die Hüttenruhe beginnt. Daher waren wir morgens nicht so gut präpariert, wie gewöhnlich.

Dennoch sind wir um 5.30 Uhr wach und packen unseren ganzen Krempel. Bis zum Frühstück 30 Minuten später, sind wir fertig und die Rucksäcke zum letzten mal gepackt. 45 Minuten später verlassen wir die Hütte. Uns steht der zweistündige Aufstieg zum Niederjoch (3.019 m) und der Similaunhütte bevor. Die Sonne lacht vom beinahe wolkenlosen Himmel, dennoch laufen wir, geschützt durch den Similaun noch im Schatten. Nicht weit von hier ist die Ötzi-Fundstelle. Da wir nicht so stark von archäologischem Interesse beseelt sind, lassen wir den 90-minütigen Umweg aus.

Nach der Hälfte der Zeit erwartet uns der Similaun-Gletscher. Einen Teil des Anstiegs bewältigen wir auf der Seitenmoräne. Am Ende laufen auch wir über das “ewige Eis“ und schaffen es dank feiner Ablagerungen auch ohne Grödel oder Steigeisen, diese Passage zu meistern.

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Die 2 Stunden waren etwas hochgegriffen, da wir schon vor acht Uhr die Similaunhütte am Niederjoch erreichen und jetzt auch in Italien sind. Wir treffen einen Teil unserer Weggefährten, die da oben übernachtet haben und morgens schon den Similaungipfel inkl. Gletscher bestiegen haben. Nach einer kurzen Rast zum Verzehr unserer letzten Vorräte steigen wir mit Blick auf den Vernagt-Stausee in Richtung Schnalstal ab.

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Wir verlieren sehr schnell an Höhe, was unsere Knie nicht gut finden. Da Wochenende ist, kommen u.s viele Wanderer entgegen. Wir brauchen etwas mehr als 2 Stunden, um nach Vernagt zu kommen. Erst sehr steil und steinig, am Ende durch Lärchenwald und Almflächen. Kurz vor 11.00 Uhr erreichen wir den Tiesenhof – Pause machen oder zum Bus laufen?
Wir entscheiden uns für
Letztes und laufen gemeinsam mit einer allein laufenden Frau die verbleibendrn 15 Minuten zur Haltestelle am Stausee Vernagt. Der Bus ist pünktlich und bringt uns in 45 Minuten durch das gesamte Schnastal nach Naturns. Gemeinsam mit einigen E5lern steigen wir in den Zug nach Meran um und gelangen nur wenig später an unser Ziel. In den Bergen war es heiß, aber hier ist es fast unerträglich. Wir laufen zu unserem Hotel und freuen uns auf eine Dusche ohne Duschmarke und Zeitbegrenzung. Den Nachmittag verbringen wir am Pool mit Blick über Meran.

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Den Abend und damit auch diesen wunderbaren Urlaub beschließen wir mit einem exzellenten Essen in den Saxifraga-Stuben am Tappeinerweg, mit Blick über Meran.

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Damit ist dieser wunderbare Urlaub vorbei. Wir tragen die Erinnerungen an viele schöne Begebenheiten, die phantastische Bergwelt und manche Schinderei in uns. Es hat sich für uns gelohnt und wir planen schon die nächste Tour. Hoffentlich nehmen wir viel von der unterwegs benötigten Geduld, Gelassenheit und Ausdauer mit nach Hause.

Danke allen, die uns bei unserer Alpenüberquerung gefolgt sind und uns unterstützt haben. Es hat uns viel Spaß gemacht, unsere täglichen Erlebnisse zu teilen. Das Intetnet ist selbst in den entlegensten Winkeln angekommen, so dass dies alles gut möglich war.

See you soon @ Sidney 🙂

Gletscher, Jöchle und viele Kilometer

Von der Braunschweiger Hütte zur Martin-Busch-Hütte (2.501 m)

Nach Beschreibung des E5-Standardwerks (am roten Buch erkennen wir uns auf Hütten und unterwegs) liegt heute eine lange Etappe vor uns und zugleich die technisch anspruchsvollste, wenn man über das Pitztaler Jöchle geht. Soviel zu Theorie. Praktisch umgesetzt bedeutet dies um 5.15 Uhr aufstehen, damit wir vor den E5-in-fünf-Tagen-Gruppen die 300 m lange, ausgesetzte Wand gequert haben. Nach einem guten Frühstück, dank Materialseilbahn, mit frischem Brot, brechen wir um 6.20 Uhr zu unserer vorletzten Etappe auf.

Vor uns sind nur einige Wanderer und die erste Bergschule hängen wir noch an der Hütte ab. Es geht gleich gut hoch und nach einer Stunde soll das schlimmste schon vorbei sein. Als die Wand beginnt hole ich noch meine Handschuhe aus dem Rucksack, um die Stahlseile auch gut greifen zu können, wenn der Angstschweiß kommt. Und was kommt – gar nichts. Zwei Stahlketten und etwas gehopse über ein paar Steine etwas nah am Abgrund.  Nichts, was mit dem Madatschjoch vergleichbar wäre.

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Abwärts auf der anderen Seite des Jöchles müssen wir über große Altschneefelder absteigen. Gut, dass wir früh dran sind. Es macht so nur begrenzt Spaß, in ein paar Stunden ist es sicherlich noch viel anstrengender dazu.

Wir schauen auf die Stubaier Alpen und hinunter zur Skiarena Sölden mit ihren Gletschern, auf denen in ein paar Wochen sicherlich die Saison wieder beginnt. Heute müssen wir auf technische Hilfsmittel zurückgreifen, da wir den Rosi-Mittermeier-Tunnel passieren müssen. Zu Fuß darf man nicht durch und über den Gletscher geht für uns nicht. Also 2.50 € pro Nase und schon verlassen wir mit einem der ersten Kleinbusse dieses verbaute Gebiet und zugleich den E5, der über das Timmelsjoch und die Sarntaler Alpen nach Bozen und weiter nach Verona führt. Hätte uns bestimmt besser gefallen, aber mehr Urlaub war nicht da.

Über den Ötztaler Urweg, einem schönen Höhenweg laufen wir auf das Tiroler Bergsteigerdorf Vent zu. Das braucht ungefähr 3,5 Stunden und volle Konzentration, da wir viele Wasserfälle, Geröllfelder und auf dem Weg liegende Steine passieren müssen.

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Es strengt auch die Füße ziemlich an. Die Sonne brennt auch heute ziemlich unerbittlich, so dass wir uns nach mehr als fünf Stunden Gehzeit in Vent ein nettes Plätzchen zum Mittagessen suchen. Wir rasten ausgiebig, haben wir doch 1.300 m Abstieg und geschätzt 12 km in den Beinen. Wir sind so auf Hüttenessen programmiert, dass wir selbst im Restaurant Omlett und Wurstsalat bestellen.

In der größten Hitze brechen wir auf, um die verbleibenden 2,5 Stunden Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte in Angriff zu nehmen. Die 600 hm in der Zeit zu bewältigen bedeutet, ewig lange zu laufen. Gestern haben wir die doppelte Höhe in der gleichen Zeit geschafft. Wir sind uns nicht sicher, was uns lieber ist. Also auf gehts! Wir schauen beim Aufstieg immer auf den Similaun und seinen Gletscher, unser moriges Zwischenziel am Vormittag und irgendwo verläuft auch die Grenze zu Italien. Hinter einer Kurve ist die Hütte plötzlich da und wir grinsen uns geschafft, aber glücklich an.

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Noch einen Tag und wir sind am Ende unserer Reise – leider. Es ist eine so entspannte Art, Urlaub zu machen, Leute kennenzulernen und Eindrücke zu sammeln, dass wir es sicher wieder machen werden. Die körperliche Fitness hat sicher auch nicht gelitten.

Der E5 war ein guter Einstieg, aber jetzt würden wir uns unsere Tour selbst zusammenstellen. Oder vielleicht doch München – Venedig 🙂

Bis morgen zum nächsten Teil, dann aus Italien.

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Kräftezehrender Aufstieg am Ende der längsten Etappe

Von der Kaunergrathütte zur Braunschweiger Hütte (2.758 m)

Auf der wunderschön gelegenen Kaunergrathütte hatte wir einen der lustigsten Abende der ganzen Tour. Wir haben die zwei Jungs, bei denen wir Bedenken hatten, dass sie bei Unwetterwarnung zur Verpeilhütte gehen, getroffen. Sie haben auf der Kaunergrathütte einen Ruhetag eingelegt.

Für unsere heutige lange Tour mussten wir sehr früh aufstehen. Da im Lager schon 4.30 Uhr ein Handy klingelte, ist es uns nicht schwer gefallen. Frühstück um 6.00 Uhr und 50 Minuten später waren wir schon unterwegs. Immer talwärts bei noch sehr frischen Temperaturen, begleitet von Murmeltierpfeifen und rauschenden Wasserfällen. Ein dickes Murmeltier haben wir auch gesehen. Der Schnee war über nacht wieder fest geworden, aber der strahlend blaue Himmel zeigte schon, was uns heute wohl erwarten würde.

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Wir laufen auf dem Cottbusser Höhenweg immer Richtung Rifflsee. Dabei queren wir viele Geröllfelder u.d Wasserfälle. Auch heute erwarten uns wieder klettersteigähnliche Passagen, die im Vergleich zu gestern absolut einfach und gut zu meistern sind. Es tut gut, in der frischen Morgenluft zu laufen und anfangs sehen wir niemanden. Hoch über dem Pitztal ziehen wir uns sommertauglich an und beginnen dicke Schichten Sonnencreme nachzulegen. Im dunklen Pitztal scheint gegen 9.00 Uhr noch nicht einmal die Sonne. Das muss im Winter grausam sein. Weiter Richtung Rifflsee kommen immer mehr Tagestouristen, da hier einr Bahn hochfährt. Vorbei mit der Ruhe. Gestört v.a. durch größere schwäbische Gruppen, bei denen einige dabei sind, die an der kleinsten seilversicherten Stelle scheitern und auf dem Rückweg von ihren Heldentaten am Gletscher und auf Altschneefeldern lauhtals erzählen.

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Vom Rifflsee steigen wir nach Mittelberg ab und kehren in einer Alm zu Mittag ein. Die machen Käse selbst und das Essen schmeckt entsprechend lecker. In Mittelberg kommen wir wieder auf den klassischen E5, was man spätestens an den Gruppen, die mit großem Wandergepäck unterwegs sind, merkt.

Jetzt nach fast 5 Stunden Gehzeit kommt die eigentliche Herausforderung: 1.000 hm und 3 Stunden Aufstieg zur Braunschweiger Hütte. Die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel und wir müssen anfangs ein Stück Fahrweg in Richtung Talschluss hatschen. Da ist die Motivation kurz im Keller. Nach einem Skiwasser gehen wir frisch gestärkt los.

Wir nehmen die Variante „Jägersteig“, die sich übet Gras- und Geröllhänge etwas ausgesetzt nach oben schlängelt. Wir gewinnen schnell an Höhe und es geht uns, wie fast immer bei Anstiegen, schnell wieder gut. Die Hütte kommt ab und zu in unser Blickfeld, aber nicht wirklich näher, obwohl wir schneller als die Zeitangaben auf den Wegweisern und im Buch sind. Dafür haben wir freie Sicht auf den Mittelberger Gletscher, der zu einem Skigebiet gehört, fraglich nur, zu welchem.

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Am Ende gibt es wieder Geröllfelder und zum Schluss begleitet uns Kaiserschmarrnduft navh oben. Heute reicht es; die Füße qualmen. Jetzt nur noch duschen, trinken und essen. Nach 7.30 Stunden Nettogehzeit sind wir mit einfachen Dingen glücklich zu machen. Die Hütte ist voll, da sie neu renoviert ist und kleine Lager hat, ist es dennoch ganz gut.

Wir gönnen uns Apfelstrudel mit Vanillesoße und warten auf unsere jungen Wilden, die wir trotz ihres Ruhetages hinter uns gelassen haben. Um uns herum viele unentspannte E5-in-fünf-Tagen-Renner.

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Abends sitzen wir mit der Kaunergratgruppe zusammen. Da wir alle ziemlich müde sind und morgen mit dem Pitztaler Jöchl eine anstrengende Etappe vor uns haben, geht es ziemlich früh ins Bett.

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Der höchste Punkt der Tour, Gletscher und viel Kletterei

Von der Verpeilhütte zur Kaunergrathütte (2.817 m)

Die Verpeilhütte war mit 12 Personen Belegung fast leer. Nach einem sehr guten Abendessen mit einer kleinen Portion des sehr guten und durch den BR berühmten Kaiserschmarrn, spielen wir noch Karten jnd gehen früh ins Bett. 6.30 Uhr ist aufstehen angesagt; es gibt erst ab 7.00 Uhr Frühstück, welches sehr gut ist. Wir gehen gut gerüstet auf die durchaus anspruchsvolle Tour.

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Der Himmel ist blank geputzt u.d die Sicht ist für Sommer außerordentlich gut. Entlang eines Baches, den wir später queren, geht es durch Zirbenwald stetig aufwärts. Heute sind wir an dem Punkt angekommen….

an dem wir immer weiter laufen könnten. Der Körper hat sich an die Belastung gewöhnt, den Rucksack spüren wir fast nicht mehr und morgens brauchen wir nicht erst eine halbe Stunde,.um uns einzugehen.

Unterwegs legen wir immer wieder Fotostopps ein, da sich geniale Motive bieten. Wir queren ein großes Geröllfeld und treffen in 2.500 m auf eine Herde Schafe, die gerade ihr Bergkräuter-Frühstück einnimmt.

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Es geht weiter stetig bergauf in Richtung aperes Madatschjoch. Wir kommen an einem kleinen Bergsee vorbei, dessen Temperatur wir aufgrund der umliegenden Altschneefelder nicht prüfen. Jetzt sehen wir auch den Madatschferner, einen Gletscher, der früher sicherlich viel größer war und den es sicher in ein paar Jahren nicht mehr geben wird. Wir steigen jetzt, ziemlich anstrengend über Altschneefelder aufwärts. Kurzärmlig bekleidet gibt das ein witziges Bild.

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Über ein sehr matschiges Geröllfeld steigen wir aufwärts zum Einstieg in die seilversicherte Passage hinauf zum Madatschjoch. Wir treffen auf eine Gruppe Schwaben die von der Kaunergrathütte kommen. Die machen uns für den Abstieg auf der anderen Seite nicht viel Mut. Egal, jetzt geht es erst einmal hoch. Wenn wir das nicht schaffen, brauchen wir die Zugspitze im September nicht zu versuchen. Durch den langen Winter sind weite Teile des Steigs und der Sicherungsseile unter Schnee versteckt und damit nicht nutzbar. Zudem müssen wir den Geröll-Schneehang einmal queren, was bei der Feuchtigkeit und dem losen Geröll nicht ganz ohne ist. Die letzten Höhenmeter zum Joch geht es wieder seilversichert nach oben. Wir erreichen genau um 12.00 am 31. Juli 2013 den mit 3.030 m höchsten Punkt der Tour. So hoch oben waren wir ohne technische Hilfsmittel noch nie. Ein wunderbares Gefühl.

Jetzt müssen wir auf der anderen Seite wieder runter – Seile, Leitern, Sprossrn und unsere eigen Muskelkraft helfen uns, sicher nach unten zu gelangen. Es gibt ein, zwei Schlüsselstellen, in Summe ist der Abstieg vom Madatschjoch für uns einfacher als der Aufstieg.

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Wir queren noch ein paar Schneefelder und werden schon um ein Uhr an der Kaunergrathütte sein. Wir sind noch nicht müde und haben so richtig Adrenalin im Blut, so dass Christoph vorschlägt noch einen Teil der morgigen Tour zu gehen und in der Riffelseehütte zu übernachten. Da wir aber in der reservierten Kaunergrathütte Stornogebühren zahlen müssten, bleiben wir hier. So haben wir wieder einen langen Nachmittag, den wir, die Sonne genießend, lesend, in Hängematten liegend genießen. Blick zum Gletscher und zur Watzespitze und auf die Berge, die wir morgen erklimmen werden.

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Auf und Ab über dem Kaunertal mit Blick auf den Pitztaler Gletscher

Vom Wiesenhof zur Verpeilhütte (2.024 m)

Gestern hat das Wetter noch ordentlich gewütet und so richtig konnten wir nicht daran glauben, dass heute der Spuk vorbeisein soll. Es war aber so. Zum Frühstück waren schon erste blaue Stellen am Himmel auszumachen – wenn Engel reisen…

Wir haben mit frischen Semmeln, Obst und Joghurt und selbstgemachter Butter wieder sehr gut gefrühstückt und sind, für unsere Verhältnisse spät, um 8.30 Uhr gestartet. Wir mussten erst den zusätzlichen Abstieg von gestern wieder hoch, konnten jedoch eine Abkürzung nehmen. Wir sind durch den Gallruttstollen, der ca. 1 km lang ist und haben dadurch ca. 30 Minuten eingespart. Es war stockdunkel und unsere Stirnlampen haben nur das nötigste ausgeleuchtet. Wir mussten aufpassen, nicht zu tief im Wasser zu stehen, da wir trotz wasserdichter Schuhe keine nassen Füße riskieren wollten. Das würde sonst sicher Blasen geben.
Plötzlich kommt uns ein Licht entgegen. Mir war ja so schon mulmig, aber das ist schon fast unheimlich. Es war letztendlich ein sehr freundlicher Mann, der auf der Gallruttalm Wasserproben genommen hat und auf dem Rückweg war. Wir haben die Wasserfassung passiert und sind kurz danach wieder draußen. Aller Angst zum Trotz, ohne überfallen oder weggespült zu werden. Wegelagerer und Ganoven kommen nur in Filmen oder in der Phantasie vor.

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Eine kurze Pause auf der Gallruttalm muss für Christoph unbedingt sein; er möchte noch einmal frische Milch trinken. Die gibt es nicht, stattdessen einen Energietee. Hoffentlich kann ich heute noch Schritt halten. In ähnlichem Auf und Ab wie gestern laufen wir in luftiger Höhe immer am Abgrund entlang tiefer in das Kaunertal hinein. Die Anstiege sind heute allerdings etwas steiler. Irgendwo müssen die 1.200 hm ja herkommen. Unsere Mittagspause wollen wir nach der Überquerung des für heute mit 2.255 m höchsten Punktes einlegen. Dafür müssen wir aber nochmals ordentlich ran. Wir schaffen die 300 hm auf das Gsallgrätle in 40 Minuten und sind heute mal deutlich über dem Durchschnitt.

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Wir pausieren hoch über dem Kaunertal und genießen unsere kleine Brotzeit und natürlich den phantastischen Ausblick. Wäre die Sonne nicht hinter den Wolken verschwunden, würden wir wahrscheinlich noch immer dort sitzen. Es geht wieder steil bergab und wir finden am Wegesrand unseren Nachtisch – Walderdbeeren. Sehr gut!

Über die Verpeilalm laufen wir noch ca. 30 Minuten an einem rauschenden Bach entlang bergauf und erreichen ein wunderschönes Hochtal mit der Verpeilhütte. Nach einem herzlichen Empfang und der obligatorischen Dusche (inkl. Wäschewaschen) genießen wir Apfelstrudel, Weißbier und Bergkräutertee. Die Sonne scheint; wir genießen das im Garten der Hütte auf Sonnenliegen, hören den Wasserfall rauschen, lesen und warten auf das Abendessen.

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Den Wegverlauf unserer morgigen Etappe können wir auch schön erkennen. Es wird eine kurze, aber anspruchsvolle Etappe.

Genusswandern hoch über dem Kaunertal

Von Piller entlang des Panoramawegs zum Wiesenhof (1.607 m)

Bevor ich über die heutige Etappe schreibe, möchten wir uns bei allen bedanken, die uns immer wieder mit ihren Kommentaren unterstützen und Freude bereiten. Wenn wir die Datenverbindungen einschalten, ist es das erste wonach wir schauen, quasi unser täglicher Gang zum Briefkasten. Es tut gut zu sehen, wer mit uns fiebert und unser “Reisetagebuch“ liest.

Wie gestern schon angedeutet, ist heute ein eher entspannter Tag.

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Wir starten bei strahlendem Sonnenschein so gegen 7.30 Uhr und laufen nach der Beschreibung unseres Wirtes Richtung Aifnerspitze. An einer Kehre mit unbeschildertem Abzweig kommt uns Gerhard von oben entgegen. Er müsste für sein heutiges Vorhaben, auf die Verpeilhütte zu kommen, schon viel weiter sein, zumal er 45 Minuten vor uns gestartet ist. Also geht es wieder bergab und wir biegen an einem Abzweig ab, den wir aufgrund der Beschilderung nie genommen hätten. Durch Mischwald geht es über einen schönen Steig immer bergauf. Wir laufen durch Heidelbeerfelder und naschen von Zeit zu Zeit davon – schmeckt nach mehr, aber man pflückt sich ja hungrig. Immer weiter bergauf geht es zur Aifneralm (1.980 m), so dass wir morgens um 10.00 Uhr schon 600 hm geschafft haben.

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Auf der Alm gibt es frische Milch, die richtig nach Milch schmeckt und es wird auch Käse hergestellt. Wir treffen zwei Wanderer wieder, die auf der Memminger Hütte unseren Tisch geteilt haben. Die wollen trotz Unwetterwarnung auf die Verpeilhütte und das in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit. Die Wirtin warnt eindringlich. Wir sind froh, dass wir die lange Tour in zwei Etappen aufgeteilt haben. Unter nunmehr grauem Himmel laufen wir auf einem wunderbaren Panoramahöhenweg in ständigem Auf und Ab hoch über dem Kaunertal. Wir sehen die gezackten, schneebedeckten Spitzen des Kaunergrats vor uns und freuen uns auf die nächsten Etappen. Es dauert nicht lang und wir dürfen endlich unsere Regenkleidung testen. Da ab morgen wieder bestes Wetter, auch für die nächsten Tage vorhergesagt ist, haben wir sie wenigstens einmal eingesetzt und nicht umsonst mitgeschleppt.

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An der Falkaunsalm machen wir Rast und bekommen endlich das lang ersehnte gemischte Jausenbrettl und frische Buttermilch. Die Sonne scheint wieder und auch unsere Wanderfreunde treffen ein. Hier entscheiden sie such endgültig die verbleibenden 5 Stunden weiterzulaufen. Auch wir laufen weiter, allerdings nur noch eine Stunde leicht bergab zu unserer Pension “Wiesenhof“. Es regnet wieder und wir merken  wie schnell in den Bergen das Wetter umschlagen kann. Es regnet immer stärker und wir sind froh um 14.00 Uhr anzukommen. Es ist die letzte Station in einer „Luxusherberge“ auf det Tour; ab.jetzt gibt es nur noch DAV-Hütten und Matratzenlager. Also ist noch einmal genießen angesagt und ausgiebiges Duschen mit heißem Wasser sowie die letzte Großwäsche. Mittlerweile stürmt es draußen und wir hoffen, dass alle, die wir kennen und die heute unterwegs sind, gut ankommen.

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Heute haben wir “Bergfest“ und die Hälfte der Tour geschafft. Uns haben einige gefragt, wyrum wir das machen bzw. warum wir uns das antun. Auch wir haben im Vorfeld, aber auch in den ersten Tagen gezweifelt. Der Rücken u.d die Schultern haben vom Gewicht des Rucksacks geschmerzt, die Knie haben an der einen oder andeten Stelle auch deutliche Signale gesendet und bei 35 Grad in den Wanderschuhen zu stecken, ist für die Füße auch kein Zuckerschlecken. Aber heute war es Genuss pur für uns. Es tut nichts weh, wir spüren die Rucksäcke nicht mehr und es macht so viel Spaß Kilometer für Kilometer zu laufen. Natürlich sind wir als klassische Tagestouren-Wanderer inzwischen etwas stolz auf uns.Wir sind glücklich, nicht den klassischen E5 zu laufen, da wäre es morgen schon vorbei. Außerdem sind jetzt nicht mehr so viele Leute unterwegs.

Ab morgen wird es etwas hochalpiner und wir schlafen die nächsten Tage immer in Hütten, die übet 2.000 m liegen. Wie es mit der Netzabdeckung aussieht, können wir nicht vorhersehen. Es kann sein, dass wir erst Donnerstag wieder online sein können. Schaut einfach mal rein – wir freuen uns.

Und jetzt gibt es gleich ein dreigängiges Abendessen…

Sonntagsspaziergang – Von Zams über den Venetberg (2.512 m) nach Piller (1.353 m)

Die Nacht war genial – Platz und Ruhe, was will man mehr. Nach einem Abend mit interessanten Gesprächen und weiteren Tourentipps, den wir auf der Terrasse der Skihütte mit traumhaften Ausblicken auf die umliegenden Berge verbracht haben, ist heute fast ein Ruhetag. Nach dem besten Frühstück bisher (frische Semmeln, Obst, O-Saft, versch. Frischkäse…) verabdchieden wir unsere Tisch- und Zimmernachbarn, die alle auf dem klassischen E5 auf die Braunschweiger Hütte gehen. Da auf dieser Tour 60 km mit dem Bus durchs Pitztal zu fahren sind, haben wir uns für die vier Tage längere, aber auch anspruchsvollere Variante über den Kaunergrst entschieden.

Um heute nicht aus der Übung zu kommen, nehmen wir von der Skihütte Zams (1.870 m) nicht die Bahn von der Mittelstation, sondern laufen die 500 hm auf den Krahberg zu Fuß. Von dort geht es auf den Venetberg (2.512 m) und danach über Wannejöchl (2.497 m) und Kreuzjoch (2.464 m) nach Piller. Auf dem Weg über die Gipfel haben wir den perfekten Blick die Lechtaler Alpen und können den Weg unserer gestrigen Tortour ziemlich genau ausmachen. Auf der Südseite sehen wir das, was noch kommt – Kaunertal und -grat, Pitztaler Gletscher und die Wildspitze, den mit 3.774 m höchsten Berg Tirols, der uns auf dem weiteren Verlauf begleiten wird. Wir können auch das Zugspitzmassiv sehen und die Samnaungruppe, also ein perfekter Rundumblick. Wir haben heute viel Zeit und genießen die Ausblicke ausgiebig.

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Nach auf kommt ab, auch für uns. Unsere Knie bräuchten eigentlich einenTag Erholung, aber es wartet nach den in Summe 900 hm Aufstieg ein Abstieg von ca. 1.200 hm auf uns. Den unterbrechen wir auf der Galflumalm (1.960 m) für eine Mittagspause. Auf dem sehr steilen Abstieg in Kehren durch Latschenkiefern und Almrauschwiesen haben wir uns schon ausgemalt, dass wir uns ein gemischtes Jausenbrett teilen und eine kalte Buttermilch zu trinken. Es gab dann immerhun Milch sowie Frankfurter (Wiener) mit Brot und Käsknödelsuppe, die als Speckknödelsuppe bestellt war.

Dann geht es über Wiesen und durch Wälder weiter steil ab nach Piller. Wir wissen, dass unsere Herberge, die Ranch Neu Amerika, 10 Minuten außerhalb von Piller liegt. Die Frage ist nur, von welcher Seite betrachtet. Christoph, von der im Tal deutlich spürbaren Hitze auch etwas genervt, geht sicherheitshalber zweimal fragen.

Wir finden es ohne Umweg und sind nach einer Dusche und der üblichen Wäschearie wieder wie neugeboren. Auch heute gibt es wieder E5-Bekanntschaften. Gerhard aus dem Südschwarzwald ist schon mehr als eine Woche unterwegs und wechselt nach der Braunschweiger Hütte auf den Fernwanderwrg München – Venedig, den er bis zu Ende gehen will. Außerdem treffen wir eine Dreiergruppe, bestehend aus einer Deutschen und zwei Israelis, wieder. Da müssen wir noch herausfinden, was es mit dieser Konstellation auf sich hat. Bei sehr gutem Essen, heute mal mit (viel) Fleisch, haben wir wieder sehr interessante Gespräche. Diese für uns bisher ungewohnte Art zu Reisen macht immer mehr Spaß. Wir treffen interessante, gleichgesinnte Menschen, bekommen jede Menge Tipps und Erfahrungsberichte und sitzen keinen Abend allein.

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Morgen gibt es nun definitiv die kürzeste Etappe mit nur 5,5 Stunden Gehzeit. Das liegt daran, dass ich die mit ca. 11 Stunden veranschlagte, längste Etappe der Tour in zwei Abschnitte aufgeteilt habe.

Hitzeschlacht II – Drei Seen, eine Scharte und ein legendärer Abstieg ins Inntal

Von der Memminger Hütte nach Zams (775 m)

Aufstehen wieder um 5:45 Uhr. Das kann auch Erlösung sein. Ich habe mitten in der Nacht schon das Morgengrauen “gesehen“. Es war jedoch erst 1:48 Uhr. Was lässt einen nach so einem anstrengenden Tag freiwillig auf Nachtruhe verzichten? Platzmangel, Hitze und Schnarcher. Die Memminger Hütte hatte von allem zu bieten, da sie überfüllt war. Es war auch fast zu erwarten, da die viel größere Kemptner Hütte schon gut voll war und unterwegs wenig Alternativen geboten sind. Wir hatten jeder ca. 60 cm Platz zum Schlafen und unser, ca. 30 qm großes Lager war mit 21 Wanderern bestückt. Soviel dazu.

Heute morgen gab es ein sehr gutes Frühstück und wir sind kurz vor 7.00 Uhr mit einem ca. einstündigem Aufstieg durch felsiges Gelände gestartet.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Bei uns war es eine Herde Steinböcke, die friedlich grasten und uns für viele Fotos Modell standen. Leider kann die Handykamera die vielen Grau- und Brauntöne nicht so gut verarbeiten, so dass es hier kein Steinbockfoto gibt. Weiter geht es ordentlich bergauf mit phantastischen Ausblicken auf Allgäuer und Lechtaler Alpen. Einer der Bergseen war stellenweise noch mit einer dicken Eisschicht überzogen.

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Dann endlich die Überschreitung der Seescharte (2.599 m) und Blick auf die Berge des Inntals. Ab jetzt geht es nur noch bergab. Das ist über Geröllfelder und steile Steige für die Knie sehr herausfordernd. Erst muss Christoph jedoch meinen Objektivdeckel suchen, der in die Schlucht hinabgerollt ist. Das kommt davon, wenn die high-end Ausstattung mit muss. Zum Glück hat er ihn gefunden. Nach 2 Stunden steil bergab kommt endlich die Oberlochalm, die einzige Einkehrmöglichkeit bis Zams. Das ist bei der Hitze auch notwendig. Hunger haben wir fast nie, aber wir trinken sicher um die vier Liter am Tag. Dann geht es durch einen schönen Lärchenwald, durch den ein Bächlein fließt gemächlich leicht bergab. Fast wie auf unseren Touren in Südtirol. Das ist aber nur von kurzer Dauer. Jetzt müssen wir die verbleibenden 800 hm nach Zams hinunter. Es ist Mittag und die Luft steht in der Wand. Stolpern sollte man besser auch nicht, da es sehr steil runter geht. Da braucht einen keiner mehr suchen. Es ist als das schwierigste Stück beschrieben, wobei wir das Stück als leichter im Vergleich zu dem heute morgen einstufen. Nach langen zwei Stunden sind wir neben der Inntalautobahn endlich im Tal. Jetzt einen Eiskaffe und einen Supermarkt. Mehr brauchen wir nicht. Erst in den M-Preis die Vorräte auffrischen, da einige Tage ohne Einkehrmöglichkeit kommen. Den Eiskaffe bekommen wir an der Talstation der Venetbergbahn, auf die wir dann auch fast eine Stunde warten mussten. Sie hält nur zur vollen Stunde an der Mittelstation, an der wir raus müssen. Und laufen wollen wir heute sicher nicht mehr. Es reicht uns. Wir schweben den Berg mühelos hoch und schaffen die 20 Minuten zur Skihütte Zams noch, jedoch nicht so mühelos.

Hier gibt es für uns Platz in einem 5-er Zimmer, mit eigener Dusche. Es ist absoluter Luxus in einem Bett zu schlafen und ohne Zeitbegrenzung zu duschen. Unsere Wäsche wird gewaschen und wir sitzen um 16.00 Uhr frisch geduscht mit einem Cappuchino und Skiwasser auf der Terrasse mit Blick hinunter nach Zams. Heute Abend gibt es Kässpätzle und Salatbuffet und morgen ist ausschlafen angesagt, da die Bergbahn erst 8.00 Uhr startet.

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Hitzeschlacht vom Allgäuer auf den Lechtaler Hauptkamm

Von der Kemptner Hütte zur Memminger Hütte (2.242 m)

In jedem Matratzenlager gibt es einen “Säger“, so auch bei uns. Dennoch war die Nacht ganz in Ordnung, da sie ziemlich lang war. So konnten wir einigermaßen erholt um 5.45 Uhr aufstehen und unsere gepacken Rucksäcke schnappen. Das hat den Vorteil, dass in den Waschräumen und beim Frühstück ganz wenig los ist. Gegen 7.00 Uhr sind wir bei strahlend blauem Himmel aufgebrochen. Ein kurzer Anstieg und einige Fotos und schon sind wir in Österreich. Über einen felsigen Steig geht es für mehr als eine Stunde bergab. Es begleitet uns immer das Rauschen der Bergbäche, die sehr oft zu Wasserfällen werden. Endlich habe ich Internetempfang, so dass ich meinen Surf&Travel Pass kaufen kann, so dass ich meinen Eintrag von gestern versenden kann. Plötzlich rauscht neben uns ein gewaltiger Wasserfall, der mit viel Getöse über mehrere Stufen ins Tal stürzt. Unser erster Zwischenstopp ist Holzgau. Aufgrund der Hitze kürzen wir die 30 km Tour um 10 km und fahren ein Stück mit dem Postbus. Die meisten kürzen um 20 km und fahren mit dem Taxi. Das wollen wir dann doch nicht. Von Bach steigen wir in 2 Stunden gemächlich ca. 300 hm auf nach Madau und kehren Schlag 12.00 Uhr zum Mittagessen in das Gasthaus Hermine ein. Sehr idyllisch gelegen, stört die Ruhe nur eine größere badische Sippschaft, die alle lautstark an ihrem Leben teilhaben lassen. Dafür sind normalerweise die Schwaben zuständig.

Gestärkt nach gutem Essen und einem kurzen Gespräch mit unseren Tischnachbarn von der Kemptner Hütte geht es bei mehr als 30 Grad für eine Stunde leicht bergauf. Dort wartet unerwartet Unterstützung auf uns. Wir können einen Rucksack mit der Materialseilbahn der Memminger Hütte transportieren lassen. Die wichtigsten Sachen nehmen wir jedoch selbst mit. Man weiß ja nie, ob alles heil ankommt. Das Teil ist ziemlich beladen. Jetzt kommt nach 4 Stunden erst der eigentliche Aufstieg mit etwas mehr als 800 hm.

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Da müssen wir jetzt in der Mittagshitze hoch

Wir laufen über schöne Blumenwiesen, für die wir nicht so wirklich einen Blick haben. Die Sonne brennt unbarmherzig und es gibt fast keinen Schattenplatz zum rasten. Alles hat irgendwann ein Ende, auch diese Quälerei. Als erstes hilft uns eine große Wolke. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich darüber freuen würde. Wenig später gibt es Abkühlung durch einen Wasserfall direkt neben dem Weg. Das dieser noch steiler wird, spielt jetzt keine Rolle mehr. Nun fallen uns auch die Wiesen und die vielen Gipfel rundherum wieder auf.

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Es gibt phantastische Ausblicke auf die Lechtaler Alpen, den allgäuer Hirschvogel und das Mädelejoch, über das wir heute morgen gelaufen sind. Nicht lang und auf einem schönen Hochplateau liegt die Memminger Hütte. Noch ein paar hundert Meter und wir haben es geschafft. 1.380 Höhrnmeter hoch und etwas mehr als 900 Höhenmeter runter stecken in unseren Knochen.
In der Hütte gibt es wieder Lagerplätze für uns. Die sind deutlich schmaler als gestern und die Hütte ist mehr als voll. Dafür sind die Duschen warm. Man ist auch mit ganz wenig zufrieden. Abends haben wir einen Tisch, den wir uns mit Vater u.d Sohn von gestern und zwei allein wandernden Frauen teilen. Beide Frauen laufen noch weit über Bozen hinaus. Nach Spaghetti und Kaspressknödeln mit viel zu trinken, um den immerwährenden Durst nach der Hitze zu löschen,
sitzen wir jetzt auf einer Sonnenbank und warten, bis die Sonne hinter den Gipfeln versinkt.
Ein anstrengendet aber aussichtsreicher Tag geht zu Ende. Der Körper gewöhnt sich an die Belastung. Nur die Schultern sind vom Rucksack noch nicht so überzeugt.

Das Training ist vorbei – Auf nach Meran

Von Oberstdorf zur Kemptener Hütte  (1.844 m)

Weckerklingeln um 6.00 Uhr. Das war mit nur 5 Stunden eine ziemlich kurze Nacht. Nach einem kurzen Frühstück im Stehen haben wir unsere Rucksäcke geschultert und sind zur S-Bahn. Gemeinsam mit gefühlt 100 Schülern, die mit der Schulklasse zum Allgäu Skylinepark gefahren unterwegs waren, sind wir im RE nach Memmingen und dann weiter nach Oberstdorf gefahren. Mit Blick auf das Nebelhorn geht unsere Tour los. Der Rucksack ist jetzt schon zu spüren und die Temperaturen treiben uns auf dem ersten, sehr flachen Stück schon den Schweiß auf die Stirn. Jetzt laufen wir erst einmal 8 km einen Talschluss (200 hm)

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