Von Schusters Rappen auf den Drahtesel

1. Etappe auf dem Havelradweg – Von Waren/Müritz zu den Havelquellen (44 km)

Wenn der Plan A nicht funktioniert und der Plan B nicht ohne Einschränkungen umsetzbar ist, muss einfach Plan C her. Der für heute geplante Wiedereinstieg in meine Bergtour ist auf den 4. August verschoben. Es war noch ein Übergang gesperrt und Vorgestern soll es geschneit haben. Daher habe ich mich am Sonntag für die Mitfahrt nach Berlin entschieden. Um nicht nur von Museum zu Museum zu ziehen oder in teuren Kaufhäusern viel Geld auszugeben, habe ich mich für eine viertägige Radtour auf dem Havelradweg entschieden.

Eines vorab: Das Wetter passt.

Heute Morgen ging es mit dem Regionalexpress nach Waren/Müritz. Ich bin sozusagen auf den Spuren meiner Kindheit unterwegs, da ich viele schöne Urlaube an der Müritz verbracht habe. Waren ist jetzt eine wunderschöne Kleinstadt direkt am Wasser. Hier könnte ich jetzt bleiben und den Booten und Möwen zuschauen.

image
Hafen Waren/Müritz

Jetzt muss erst einmal eine frische Fischsemmel her. Wenn schon Urlaub am Wasser, dann muss es auch Fisch geben. Dann nehme ich die heutige Etappe in Angriff, die mich Anfangs durch den Müritz-Nationalpark führt. Entgegen meiner Erwartung ist das „flache Land“ doch nicht so flach. Es sind zwar keine Berge zu bewältigen, aber es ist ziemlich wellig und es weht ei  frischer Wind. Es sind auf den perfekt ausgeschilderten Routen viele Radler unterwegs und wie in den Bergen auch, wird jeder gegrüßt. Meist geht es auf Radwegen, Wirtschaftswegen oder Waldwegen ohne Autoverkehr durch eine Bilderbuchlandschaft.

image
Kurz vor der Havelquelle

Ich bin schon relativ früh am Zielort, so dass ich gleich heute noch den Abstecher zur Havelquelle mache. Sie ist ziemlich unscheinbar und es ist nicht ganz klar, ob es diese eine Quelle ist, aus der die Havel entspringt oder ob unterirdisch mehrere Seen die Havel noch speisen.

image
Havelquelle

Auf dem Rückweg nach Ankershagen steht ein paar Meter von mir entfernt ein Storch. Wir waren wohl beide ziemlich erschrocken.  Leider habe ich ihn so schnell nicht fotografieren können. Und dann war er weg.

Zum Abschluss habe ich mir noch das Schliemann – Museum hier im Ort angesehen. Und jetzt warte ich auf mein fischiges Abendessen.