Und wieder eine abgebrochene Tour

Von der Berliner Hütte ins Tal zurück

Dieses Jahr ist wirklich der Wurm drin. Aber langsam und von vorn.

Es regnet den ganzen Nachmittag und Abend ohne Unterbrechung. Da die Prognose für Mittwoch jedoch sehr gut aussieht, wollen wir sie trotz der nochmals höheren Schwierigkeit im Vergleich zur letzten Etappe angehen. Es soll wunderbare Ausblicke geben. Davon hatten wir bislang nicht so viele. Bei schönem Wetter kommen wir sicherlich auch gut mit den Gegebenheiten, wie aufgeweichtem Boden, Altschneefeldern und riesigen Bächen, die zu queren sind, zurecht. Christoph spricht mit dem Bergführer einer Gruppe und er will auch gehen. Mit Ralf und Steffen, den beiden Schwaben, vereinbaren wir ein spätes Frühstück, da erstens das Wetter im Tagesverlauf immer besser werden soll und wir auch die sehr früh startende, geführte Gruppe nicht gerade an den langen Seilpassagen der Mörchenscharte treffen wollen.

Morgens beim Frühstück ist alles gut. Wenig später schüttet es wieder so richtig. Die zwei Frankfurter Jungs sind losgelaufen und kurz nach dem Start wieder umgekehrt. Gemeinsam wägen wir ab, was wir machen sollen. Es wird innerhalb der nächsten Stunde nicht besser und die Prognose für Donnerstag und Freitag zeigt noch mehr Regen an. Das ist für uns alle das Signal, dass es einfach nicht sein soll. Also Aufbruch zum Tal.

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Eingang zur Berliner Hütte

Wir brechen zu sechst auf und treffen wenig später auf Alex und Sandra, das Südtirol-Allgäu-Paar. Die waren fest davon überzeugt, dass wir alle gegangen sind und nur weil sie uns wieder treffen wollten, sind sie aufgestiegen. Bei einem Abbruch hätten wir an der Hütte, die sie für die Übernachtung gewählt haben, vorbeikommen müssen. Also steigen wir jetzt in noch größerer Gruppe bergab, da auch die Entscheidung der beiden schnell gefällt war.

Natürlich wurden wir vom Wetter noch in Versuchung geführt:

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Es gab etwas blauen Himmel und wir haben auch ein paar Gipfel gesehen. In Mayrhofen angekommen regnete es jedoch wieder. Um einen Kommentar aufzugreifen, so richtig Spaß macht die Trendsportart Water-Hiking nicht. Wir werden die Tour vom Furtschaglhaus beginnend noch einmal in Angriff nehmen, jedoch nur bei guter Prognose, um endlich für die doch anstrengenden Etappen auch mit etwas Aussicht und der Möglichkeit einer Pause an einer schönen Stelle belohnt zu werden. Dafür reicht ein langes Wochenende…

Was machen wir jetzt? Spontan ein paar Tage Südtirol bei besserem Wetter.

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Ich hoffe, dass der dritte Anlauf dieses Jahr, ab dem 4. August von etwas mehr Erfolg gekrönt ist.

Bis bald auf diesem Blog.