Der frühe Vogel

An der Donau von Regensburg nach Kehlheim – 1. Etappe der Fünf-Flüsse-Tour

…kann uns mal. Wir sind heute einfach nicht schnell bzw. lassen es gemütlich angehen. Das geht schon damit los, dass es für uns nicht so einfach ist, für fünf Tage Radfahren zu packen. Den Bergrucksack haben wir immer schnell fertig. Aber hier … man kann mehr mitnehmen und so beginnt ein längerer Prozess des Abwägens. Irgendwann sind die Radtaschen voll und alles ist zusammengepackt. Dann geht es los. Am Ortsausgang taucht beim Lieblingsmann die Frage nach dem GPS-Tracker auf. Da ich mich nur für meine elektronischen Gimmicks verantwortlich fühle, kann ich nicht helfen. Also geht es nach einem kurzen Blick in die Radtaschen nochmals zurück. Jetzt haben wir vermutlich alles dabei und es geht los, mit dem Ziel Regensburg. Ehe wir das erreichen, dauert es ziemlich, da einiges auf der Autobahn los ist und vor Regensburg auch noch 10 km einspurig sind. Daumendrücken, dass da nix passiert, sonst steht man sofort und ewig.

Kurz vor 14:00 Uhr haben wir unser Auto abgestellt und die Räder sind bepackt. Los geht’s. Na ja, fast. Meine Füße kollidieren immer mit den Radtaschen. Lieblingsmann schnieft, da ich gestern hätte alles probieren sollen, aber ich das Ganze nicht als so wichtig eingestuft habe. Es ist schnell behoben und als dann auch noch der GPS-Tracker läuft, kann es wirklich losgehen.

Es ist sehr heiß in Regensburg und die Wassernähe bringt keine wirkliche Abkühlung. Auch der inzwischen starke, böige Wind fühlt sich eher nach Fönluft an, als nach frischer Brise.

Wir fahren immer auf nicht asphaltierten Wegen, was es angenehm macht. An der Donau und auf der Donau ist wahnsinnig viel los. Die Badebuchten sind voll und jeder der ein Boot, ob mit oder ohne Motor, hat, ist auf dem Wasser unterwegs. Das ist sicher allemal besser, als gegen den Wind zu strampeln.

Bei Bad Abbach kehren wir in einen Biergarten ein, der direkt beim Damm liegt, auf dem der Radweg läuft. Die Schorlen verdunsten auf dem Weg in den Magen, tun jedoch richtig gut. Weiter geht es. Ich habe das Gefühl, dass Kelheim nicht näher rutscht und wir auf der Stelle treten. Ist nicht ganz so, aber so richtig Spaß macht es nicht. Ich frage mich schon, was uns getrieben hat, diese Art Urlaub zu machen. Um die negativen Gedanken zu vertreiben, male ich mir aus, wie ich gleich am Ziel erst einmal einen Eiskaffee genieße.

Abendstimmung an der Altmühl

Und ganz ehrlich: Genau so ist es gekommen. Wir übernachten im Cafè am Donautor und gönnen uns genau das ersehnte Eis bzw. den Eiskaffee, ehe wir unser Zimmer beziehen. Wir sind durch die Trockenheit völlig eingestaubt und freuen uns darauf, uns und unsere Taschen und Schuhe mit Wasser in Kontakt zu bringen.

Da in Kehlheim die Brauerei Schneider ihren Stammsitz hat, ist klar, dass wir dort zu Abend essen. Im lauschigen Biergarten haben wir nach dem Eis nur etwas übersichtlichere Portionen geschafft 😉 Das müssen wir morgen besser hinbekommen. Heute mussten wir uns für den Kampf gegen den Sturm einfach belohnen.

Von der Donauseite Kelheims auf die Befreiungshalle schauend

Wir sind noch an die beiden Flüsse der Stadt spaziert und haben schon mal einen Ausblick auf der Infotafel auf die morgige Etappe gewagt. Wir geben dem Tag natürlich eine Chance und hoffen auf weniger Wind und möglichst wenig vom angekündigten Regen.

39 km / 2 Stunden 17 Minuten / flach

*enthält unbeauftragte Werbung durch Namensnennung

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