Bergtour zum Shoppen

Von Balderschwang (1.044 m) auf den Sipplinger Kopf (1.746 m)

Für die heutige Tour gibt es zwei Auslöser. Einer davon ist die Tour vor wenigen Wochen zum Heidenkopf und zum Gratkopf. Da haben wir den Sipplinger Kopf schon in Augenschein genommen. Der weitaus wichtigere Grund für diese Tour sind die köstlichen Kaminwurzen der Oberen Balderschwanger Alpe. Die sind so gut und was bietet sich mehr an, als das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden 😉.

Es soll – für diesen Sommer eher die Ausnahme  – heiß werden. Also schwingen wir uns früh raus, damit wir trotz des obligatorischen Abstechers zum Bäcker recht früh am Start sind. Luftlinie ist Balderschwang nicht weit von uns. Dennoch dauert es über den Riedbergpass doch ein Weilchen, ehe wir nahe des Ortseingangs von Balderschwang parken. Wir laufen ein Stück der Straße entlang und dann rechts aufwärts. Dort kommen wir, wie im Frühjahr auf unserer kurzen Tour auch schon, an der 2.000 jährigen Eibe vorbei. Weiter geht es auf Asphalt stramm bergan. Zum Glück kommt gelegentlich mal etwas Schatten, so dass es noch erträglich ist. Das ist erst der Anfang heute. Kurz vor der Alpe wird der Weg etwas angenehmer zu gehen. Vielleicht meine ich das nur, weil mich der Kühlschrank lockt.

Irgendwo da oben muss oben sein

Die Vorräte sind schnell aufgestockt und jetzt geht es weiter und auf neues Terrain. Wir laufen aufwärts und nach links und kommen in ein großes Weideareal. Auf der ersten Weide sind Milchkühe, die genüsslich ihr Frühstück futtern oder verdauen. Aufwärts kommen wir dann in eine Weide mit Jungtieren. Die haben eine riesige Fläche. Wir folgen dem Weg eine Zeit, der sich jedoch bald, zumindest für unsere Augen, im Nichts verliert. Wir probieren die Spuren nach links und nach rechts aus, was jedoch beides nicht so wirklich erfolgversprechend ist. Gut, die Richtung ist klar – nach oben. Es ist auch kein schwieriges Gelände, also dann… die direttissima. Es ist anstrengend zu laufen, da die Wiesen ziemlich ausgetreten sind und wir doch immer nach Wegspuren Ausschau halten. An einer kleinen Baumgruppe machen wir eine kurze Pause und siehe da: Neben einer kleinen Gruppe ruhender Kühe ist auch plötzlich wieder der Weg da. Ob wir ihn von unten jemals gefunden hätten, wage ich zu bezweifeln, aber von hier oben sieht das alles ziemlich eindeutig aus.

Jetzt noch ein Stück aufwärts und dann geht es im Schatten und mit gelegentlicher Kraxelei zum Heidenkopf, auf dem wir schon vor kurzem gewesen sind. Jetzt schauen wir wieder hinüber ins Gunzesrieder Tal.

Nahtlos laufen wir mit schöner Aussicht zum Gratkopf, um dann endlich den Sipplinger Kopf in Angriff zu nehmen. Alles ohne Schwierigkeit und mit perfekter Aussicht

Sipplinger Kopf
Ausblick vom Gipfel

Hier oben gönnen wir uns eine Brotzeit mit viel Panorama. Es ist wunderbar hier oben und wenig los. Herrlich!

Der Abstieg ist fast noch schöner als der Aufstieg. Über einen schmalen Pfad, der sich fast eben dahinschlängelt kommen wir wieder auf die Balderschwanger Seite und von dort geht es steil, teilweise über Stufen recht zügig abwärts. Schön zu laufen und man verliert schnell an Höhe. Unten sieht man schon die Obere Wilhelminen Alpe. Dort machen wir auch einen kleinen Einkehrschwung und fischen u s aus dem Wasser zwei schöne kalte Radler. Die verdampfen nur so bei der Hitze. So einfach sind wir glücklich zu machen.

Ab hier laufen wir den Forstweg abwärts, der etwas unterhalb der Oberen Balderschwanger Alpe auf unseren Aufstiegsweg mündet. Ab hier gibt’s wieder Asphalt und ich beneide die, die uns jetzt aufwärts entgegen kommen gar nicht. Mir reicht es schon, in der Hitze abwärts zu rollen.

Die Wanderung, im Besten Fall mit einem Aufstieg auf dem Weg, ist eine wunderbare Herbsttour – die Aussicht kann in der klaren Luft grandios sein, die Südlage macht es dann zum Genusswandern und es ist keine lange Runde, so dass die Tage auch kürzer sein können.

10,5 Kilometer  / 3 Stunden 20 Minuten  / 710 Höhenmeter

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