Von der Talstation der Hündlebahn zum Hündle und zu den Buchenegger Wasserfällen
Dieses Mal nicht in Südtirol, sondern am Ostersonntag sind wir bei bestem Wetter fast direkt vor der Haustür unterwegs. Westlich des großen Alpsees liegt die Hündlebahn, die hinauf zum Hündle führt. Ganz anders als bei der letzten Tour sind wir hier definitiv nicht allein. Das merken wir schon am Parkplatz, der bei unserer Ankunft ziemlich voll ist
Aber klar, das hier ist ein Familienparadies – eine Wanderung mit wenigen Höhenmetern oder alternativ die Seilbahn, genügend Einkehrmöglichleiten und eine Sommerrodelbahn für den schnellen Abstieg. Wir nehmen die Variante „Wanderung“ und laufen auf einem Teersträßchen ziemlich steil in Serpentinen bergan. Wir brauchen weniger als eine Stunde um das 1.111 m hohe Hündle zu erreichen. Am Gipfel sind wir nicht allein. Wir finden ziemlich viele Menschen, aber nicht ein einziges Krokus. Die sind alle bereits verblüht. Ehrlich, mit etwas Nachdenken, hätte man das durchaus wissen können. Es ist eine Woche nach unserem Südtirolaufenthalt, das Hündle ist deutlich niedriger als die Krokuswiesen am Möltner Joch und es war eine ziemlich warme Woche. Dennoch ist es schön hier oben und der Ausblick ist trotz der geringen Höhe und der Wolken wunderbar.

Vom Gipfel steigen wir in westlicher Richtung zu den Buchegger Wasserfällen ab. Erst unterwegs realisiere ich, dass wir nicht den Weg gewählt hatten, der in unserer Tourbeschreibung angegeben war. Der wäre nämlich in Richtung Osten auf dem Panoramaweg „Wilde Wasser“ gegangen. Nun sei es so, wir laufen in der Sonne abwärts und blicken auf herrlich grüne Bergwiesen mit ersten Blumen und bald kommt der Abzweig zu den Buchenegger Wasserfällen, an die wir auf unserer Originaltour von hinten gekommen wären. Leider ist der Weg von hier zu den Wasserfällen gesperrt. Zum Glück sind wir falsch gelaufen, sonst hätten wir, neben der längeren Tour noch nach Steibis laufen müssen oder den Weg wieder aufwärts, um zum Ausgangspunkt zu kommen. Gute „Wahl“.
So laufen wir einfach geradeaus und in einem kleinen Weiler machen wir an einer Kapelle eine Pause mit Kaminwurzen und frisch gebackenen Semmeln. Langsam bewölkt es sich immer mehr und wir bleiben nicht allzu lange sitzen. Auf der Straße geht es durch den Wald weiter abwärts, bis wir kurz vor dem Ziel wieder auf unseren Anstiegsweg einbiegen.
Es war eine nette, anspruchslose Tour, die mit Krokussen und über den Panoramaweg sicher nochmals deutlich an Reiz gewonnen hätte.
9 km / 2 Stunden / 400 hm
*Werbung unbezahlt
