Augenöffner

Tag 1 unseres Südfrankreich Roadtrips: von zu Hause nach Lavoûte sur Loire

Es ist wie ein Neustart des Blogs. Ich habe lange nicht mehr regelmäßig geschrieben und veröffentlicht. Jetzt habe ich jedoch richtig Lust darauf und ich denke, dass es in den kommenden 14 Tagen einiges zu erleben und berichten gibt. Ehe es damit losgeht, müssen wir erst einmal hin.

Und das machen wir an einem sonnigen, heißen Sonntag, an dem auch das Allgäu mehr als 30 Grad auf dem Thermometer haben wird. Kurz vor 8:00 Uhr sitzen wir im gepackten Auto und fahren dort entlang, wo andere gerne Urlaub machen: Alpsee in Immenstadt, Oberstaufen und viele weitere, schöne Allgäudörfchen. Der Bodenseee liegt türkis glitzernd vor uns und wahrscheinlich könnten wir heute an jedem Ort einfach anhalten und dort Urlaub machen. Aber der Bodensee ist es nicht. Dennoch gibt es hier eine etwas längere Pause, in der wir gemütlich frühstücken gehen.

Frisch gestärkt geht es über die Grenze in die Schweiz – lieben Dank an meinen Bruder für die gesponserte Vignette. Wir kommen mit der auch noch zu Dir! Im gemütlichen Tempo geht es über die Autobahn am Bodensee entlang in Richtung St. Gallen und von dort nach Zürich. Wir haben die herrliche Schweizer Bergwelt immer im Blick. Viel mehr fasziniert mich jedoch das Schweizer Mittelland. Sanfte Hügellandschaft mit weiten Feldern und süßen Dörfern zwischendrin. An gefühlt jeder zweiten Autobahnausfahrt ist ein See angeschrieben. So sieht es in meinem Kopf auch in Frankreich aus. Im Ergebnis ist damit die nächste Urlaubsdestination auf der Liste. Hier muss ich unbedingt ein paar Tage länger her. Und je weiter wir fahren, umso länger: Zürich, Bern, Lausanne, Genf… Das ist wirklich ein Augenöffner für mich und macht den Tag an sich schon perfekt.

Zweites Highlight an der Autobahnraststätte – kein Vergleich zu denen bei uns – entdecke ich Toblerone-Eis. Es ist knapp am vollwertigen Mittagessen vorbei, aber jeden Bissen wert.

Von Lausanne bis Genf begleiten uns immer mal wieder Ausblicke auf den Genfer See; bei 35 Grad auch auf die Entfernung ein erfrischender Ausblick. In Frankreich übernimmt wieder der Lieblingsmann das Steuer und ich kann wieder mehr die Landschaft bestaunen, die für mich etwas mit der Toskana vergleichbar anmutet. Weniger die Zypressen, die fehlen hier. Aber die Dörfer auf den Hügeln, große, dichte Eichenmischwälder und auch der Baustil der Häuser mit den grauen Feldsteinen. Wir beginnen uns unterwegs endlich auch ein bisschen mit der Geographie und Historie zu beschäftigen. Es gibt viel zu entdecken.

Aber heute entdecken wir nur noch den Carrefour Supermarkt in Le Puy-en-Vellay für ein paar Basics und unser B&B in Lavoûte sur Loire. Die restaurierte alte Ölmühle liegt direkt an der Loire und hat einen riesigen Garten mit vielen Schattenplätzen unter alten Bäumen. Das ist der perfekte Einstieg in den Urlaub und im Liegestuhl sitzend, die Loire im Blick, ein absoluter Gewinn von Gegenwart.

Blick vom Garten auf die Loire und die Brücke mitten im Dorf

Da der Ausblick allein nicht satt macht, bekocht uns unsere Vermieterin, die eine Pattisserie und ein Restaurant betreibt vorzüglich und wir genießen den lauen Sommerabend auf der Terrasse mit einem kalten Glas Weißwein aus der Auvergne.

Französische Lebensart.

Ein entspannter Reisetag geht zu Ende und wir freuen uns auf die Tage, die vor uns liegen. Wobei sich unsere Entdeckerfreude morgen erst einmal in Grenzen halten wird.

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