Chemin de Saint Jacques – auf dem Jakobsweg

Tag 2 unseres Südfrankreich Roadtripsin Lavoûte sur Loire

Die Temperaturen dürften in weiten Teilen Deutschlands vergleichbar sein.  Wir erwarten 35 Grad heute, entscheiden uns jedoch trotzdem für einen sehr entspannten Start in den Tag. Wir haben ein entspanntes Frühstück auf der Terrasse, mit allem, was das Herz begehrt. Also, schlecht essen werden wir in den nächsten Tagen sicher nicht.

Wir haben keine Eile und futtern uns durch Obstsalat und selbstgemachten Joghurt, Croissants, French Toast und hausgemachte Marmeladen und planen unsere nächsten Stationen und Aktivitäten. Hier ist zum Einstieg die Auswahl nicht so riesig, was uns einen entspannten Start ermöglicht, da wir doch häufig auch nichts verpassen wollen. Heute laufen wir einfach mit etwas Wasser ausgestattet mal in den Ort hinein und überqueren die Loire. Hinter der Brücke warten eine Fülle an Wegweisern auf uns und wir merken: Wir sind auf einem der französischen Jakobswege.

Mangels anderer Alternative laufen wir den Wegabschnitt in Richtung Polignac, also in die richtige Richtung – Fernziel Santiago de Compostella. Wir schaffen heute im Rückblick davon drei Kilometer (und zurück) und ich frage mich auf dem ersten langen sonnigen Abschnitt, ob ich das wirklich noch auf der bucket list haben möchte. Im Sommer ist es quälend heiß und wahrscheinlich wäre ich auch nicht nur mit einem Gürteltäschchen unterwegs. Etwas früher im Jahr sind die höheren Bergregionen sicher auch nicht nur Spaß. Ich denke darüber nach. Wir schlendern inzwischen immer in flussnähe im Schatten, was einen deutlichen Unterschied macht. Brücken entdecken wir dabei auf Schritt und Tritt.

Neue und alte Brücke ganz nah beisammen

Im Wald zweigt irgendwann der Jakobsweg ab und wir folgen ihm nicht weiter, da es stramm bergan geht und wir für einen Pfad durch den Wald auch nicht ausgerichtet sind. Stattdessen folgen wir dem Sträßchen und gelangen nach wenigen hundert Metern zu einem schönen Ausblick auf das Chateau Lavoûte Polignac, dem ersten der Loireschlösser. Wir sind hier noch nicht soweit von der Quelle entfernt, sicher kommen da noch imposantere Schlösser flussaufwärts. Aber für den Anfang….

Chateau Lavoûte Polignac

Auf dem Rückweg entdecke ich einen Trampelpfad, der zum Fluss hinunter führt. Das Ufer ist hier schön flach,  so dass wir gut hineinlaufen können. Es ist sandig, gut zu stehen und leider nicht ganz so erfrischend, wie gehofft. Dennoch kühl genug, um 30 Minuten genau nichts zu tun, als die Füße und Beine ins Wasser zu stecken und den Babyfischen beim Schwimmen zuzusehen.

Der Nachmittag gehört dem Garten und dem meterhohen Lesestoff, den wir dabei haben. Wichtig ist, sich einfach möglichst nicht zu bewegen. Dann ist es zumindest halbwegs erträglich.

Mehr als erträglich ist unser Abendessen hier im Haus  – soviel Geschmack und Abwechslung auf einem Teller. Einfach köstlich. Von den wunderbaren Törtchen ganz zu schweigen.

Mit denen im Bauch und im Kopf träume ich mich einfach in den nächsten Tag.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..