Siebter Tag unseres Südfrankreich Roadtrips: von Chambonas nach Velleron
Heute steht neben dem Ortswechsel einiges auf dem Programm, so dass wir sehr pünktlich um 8.30 Uhr bereits am Frühstückstisch sitzen. Das Auto ist auch zum Teil schon gepackt, so dass wir, ausgestattet mit Benjamins Parktips für Le Vans, bereits kurz nach 9.00 Uhr unterwegs sind.
Wir starten mit dem Wochenmarkt in Le Vans. Dafür wird extra oberhalb der Altstadt eine große Wiese zum Parken freigegeben, die man jedoch ohne den konkreten Hinweis nur schwerlich finden würde. Es ist richtig viel los hier und es gibt neben Lebensmitteln hier alles Mögliche zu kaufen. Bestückt mit einem neuen Einkaufskorb und Olivenölseife entdecke ich eine Metzgerei. Nach dem Abendessen am ersten Abend hier in Chambonas sind wir große Fans der getrockneten Wurst (ähnlich zu grober Salami) mit Steinpilzen. Und wahrlich: Ich entdecke die Saucisson aux cèpes und etwas Wildschweinpastete dazu. Gekauft! Wir haben für die nächsten vier Tage einen Kühlschrank im Zimmer. Das lässt fast übermütig werden. Mit Oliven, Käse und etwas frischem Baguette wird das ein wunderbares Abendessen.
Ausgestattet mit allem fahren wir nun hinüber zur Ardèche, konkreter zu einem der bekanntesten Fotospots, der Pont d’Arc. Es ist viel los, aber für Samstags und Ferienbeginn der Franzosen ist es völlig fein. Wir bekommen sofort einen Parkplatz und laufen einen knappen Kilometer hinunter zur Ardèche. Wieder gibt es einen herrlichen Sanstrand und angenehm warmes Wasser. Wir sind vorbereitet und haben hier immer unsere Badeutensilien dabei.

Nach dem entspannten und erfrischenden Stop fahren wir auf dem Weg in die Provence noch ein paar Kilometer entlang der Ardèche Panoramastraße, die sich mit wunderbaren Ausblicken oberhalb der Ardècheschlucht entlang schlängelt.

Leider können wir die Route nicht komplett absolvieren. Wir biegen ab und fahren bald durch die ersten kleinen Lavendelfelder hinunter in die Ebene. In Bourg-Saint-Andeol essen wir zu Mittag, direkt auf dem Hauptplatz unter ahornblättrigen Platanen. Es gibt Salat mit Scheiben von den wunderbaren Fleischknödeln, die wir auch schon in Le Vans gegessen haben – noch einmal Küche der Auvergne.
Weiter geht es jetzt nach Orange ins antike Theater. Es ist inzwischen wieder brütend heiß, doch etwas Kultur muss sein. Gerade als wir ankommen beginnt eine „augmented reality“ Vorführung und die nehmen wir auch gleich mit. Ausgestattet mit aller Technik befinden wir uns jetzt mitten im Theater, wie es früher einmal ausgesehrn haben könnte. Sehr spannend, informativ und vor allem auch kühl in dem Raum.

Nach einiger Zeit werden wir wieder in unsere Realität ausgespuckt und stehen sogleich in der Hitze und gleißenden Sonne im Theater. Nur durch einen Schattenplatz ziemlich oben in den Rängen – dort wo früher die Sklaven, Nichtrömer und Frauen sitzen durften – schaffen wir alle 13 Hauptstationen unseres Audioguides anzuhören und zu schauen. Es ist wirklich interessant und hätte noch mehr Zeit verdient, aber wir müssen noch etwas fahren und wollen auch ankommen….

Im Dorf Velleron frischen wir erst noch unsere Wasservorräte auf und fahren dann durch die engen Gassen zu unserer Unterkunft für die nächsten Tage, die von zwei Schweizern geführt wird. Auch hier wieder eine Oase mitten im Dorf. Das einzig unentspannte ist das Ein- und wieder Ausparken in der Garage. Sehr spannend!
Als erstes stopfe ich mal den kleinen Kühlschrank voll mit unserer Beute, Wasser und einer Flasche Wein. Danach kommt der Rest. Man muss Prioritäten setzen.
Wir freuen uns nach dem Auspacken, was eir durch die häufigen Unterkunftswechsel sehr optimiert und reduziert haben, auf den Pool und den entspannten Abend mit unseren gekühlten kulinarischen Köstlichkeiten.
Morgen – also am Sonntag – ist Ruhetag. Vielleicht 😉
