Direkt verliebt ins Burgund

Fünfzehnter und letzter Tag unseres Südfrankreich Roadtrips: Unterwegs im Mâconnais

Das hier ist moch mehr meine Welt, als die vergangenen 14 Tage. Und die waren schon absolut outstanding. Hier im Burgund, würde ich trotz akuter Überfressenheit, noch bleiben. Die Alternative ist – wiederkommen und ganz sicher sehr bald. Die Landschaft, die unglaublich vielen Sehenswürdigkeiten, die netten Dörfer und Städtchen, faszinierende Weine und wieder eine Küche zum niederknien.

Nachdem der Abend mit dem besten Baguette des Urlaubs geendet hat, starten wir am Morgen unter den schattigen Bäumen im Innenhof genau wieder damit und mit vielen weiteren Leckereien zum Frühstück. Der Tag wäre auch wunderbar hier im riesigen Garten mit einem Buch zu verbringen, denn das ist leider in den vergangenen zwei Wochen etwas zu kurz gekommen. Wir raffen uns dennoch auf und fahren über die Weindörfer zum Roche Solutré, einem sehr markanten und sicher auch bekannten Berg, der einen schönen Anblick und auch schöne Ausblicke bietet.

Roche Solutré

Wir wandern den etwas mehr als 4 km langen Rundkurs, der vor allem im Aufstieg fast zur Hälfte schattig ist auf dem kurzen Weg nach oben. Die Bewirtschaftung der rückseitigen Hänge übernimmt hier eine kleine Herde Pferde, da sie sehr bewusst beim Fressen auswählen und damit seltenen Pflanzen eine Chance zum Überleben geben. Oben muss man wirklich sehr achtsam sein. Die Steine sind glatt und ausgewaschen und am Rand bricht es einfach ab. Der Ausblick über die Region ist wie erwartet wunderbar und das genießen wir auch eine Weile, ehe wir uns auf den um den Berg herumführenden Abstieg machen.

Blick übers Land vom Roche Solutré

Wieder zurück am Auto fahren wir nach Cluny, um die ehemalige Benediktinerabtei zu besichtigen. Aber erst mal eine Kleinigkeit zum Mittag und heute ist es für mich auch genau das 😉. Cluny ist ein süßes Städtchen mit schönen Häusern, vielen Restaurants und kleinen Geschäften.

Fassade in Cluny

Die Abtei war einmal ein wirkliches Zentrum kirchlicher Macht, was auch die Dimensionen der Gebäude zum Ausdruck bringen, wenngleich nur noch weniges im Original steht. Dennoch ist es beeindruckend und sehr schade, dass es nach der französischen Revolution als ‚Steinbruch“ für andere Gebäude/Bauwerke genutzt wurde. Mit diesem kulturellen Highlight beschließen wir den Reigen der vielen Sehenswürdigkeiten, die wir on den letzten 15 Tagen gesehen haben und fahren zu unserem Landgut in Clessé zurück, um den Rest des Nachmittags einfach mal so dahin fließen zu lassen.

Kulinarisch beschließen wir den Tag on Lugny in einem oberhalb des Dorfes liegenden Restaurant, wieder mit einem schönen Ausblick über die Region. Da es das erste Mal in den vergangenen zwei Wochen regnet, sitzen wir auch erstmals zum Essen drin. Wir gewöhnen uns schon mal ein bisschen an zu Hause. Wir essen wie immer ausgezeichnet. Und das kann man hier im Burgund an fast jeder Ecke. Die Dichte an Sternerestaurants und ausgezeichneten Lokalen ist hier unglaublich hoch, allein fehlt uns die Zeit und etwas auch die Kapazität im Magen.

So beschließen wir unseren Urlaub in dieser schönen Ecke des Landes und starten hier sicher bald zum Vertiefen, wahrscheinlich jedoch eher im Herbst als im Sommer. Die Gegend lädt zum Wandern und Radfahren ein und das macht bei moderaten Temperaturen mehr Spaß als bei den 30+ Grad, die wir aktuell hier haben..

Morgenstimmung am Abreisetag – fast ein Stillleben

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