Genusstour im Kleinwalsertal

Über das Schwarzwassertal, die Schwarzwasserhütte und die Ochsenhofer Köpfe zum Walmendinger Horn

Gestern, also am 14. August, hatten wir eines der Highlights des Sommers – Jazz auf der Kanzelwand im Kleinwalsertal und das bei bestem Wetter draußen mit nur 200 Gästen. Das war sehr beeindruckend und um an diesem wunderbaren Abend nich noch ins Auto zu sitzen, gabe ich uns eine Übernachtung vor Ort gebucht. Das Hotel war wenige Meter von der Talstation der Kanzelwandbahn enfernt und so konnten wir den Abend herrlich entspannt ausklingen lassen.

Abendstimmung auf der Kanzelwand

Der nächste Vorteil: Am Tag danach war Feiertag und bei bestem Wanderwetter waren wir schon vor Ort und brauchten nur noch aus der Tourenfülle eine auswählen. Damit wir etwas trainieren, haben wir etwas kombiniert und sind die wenigen Kilometer zum Wanderparkplatz des  Hohen Ifen gefahren, um von dort zur Schwarzwasserhütte (1.620 m) zu laufen. Da wollten wir immer schon einmal hin, allerdings eher im Winter mit Schneeschuhen. Jetzt schauen wir sie uns halt im Sommer an. Der direkte Weg ist wegen Waldarbeiten gesperrt, so dass wir erst auf der Straße wieder etwas zurück laufen müssen, um dann im Wald auf einem anderen Weg in die richtige Richtung zu starten. Das passt mir ganz wunderbar, da es erst eben und dann sanft ansteigend im Halbschatten in Richtung Talende zur Melköde Alpe geht. Theoretisch könnten wir hier schon mal pausieren, da jedoch unmittelbar der Anstieg zur Schwarzwasserhütte vor uns liegt und wir zudem noch ordentlich gefrühstückt haben, lassen wir das lieber und nehmen den Anstieg gleich direkt in Angriff.

Das geht recht zackig aufwärts und wir stehen auch ziemlich schnell vor der Hütte. Es ist die besondere Hüttensrimmubg, wenn die Übernachtungsgäste gerade weg und die Tagesgäste noch nicht so richtig da sind – Stille und zugleich ruhige Betriebsamkeit, immer etwas entrückt. Wir holen uns etwas Proviant, da wir uns spontan für die etwas anspruchsvollere Gratwanderung über die Ochsenhofer Köpfe entschieden haben und nicht ganz sicher sind, wie lange das dauert. Weiter geht es von hier erst westlich, dann südlich abdrehend zur Ochsenhofer Scharte (1.850 m). Hier kreuzen sich fast die Wege unserer diesjährigen Wanderung am 15. August mit der vom letzten Jahr. Heuer allerdings ist der Lieblingsmann offline, während wir letztes Jahr beim Wandern noch Akutsteuerung und Ähnliches abgewickelt haben und die Route nach dem Handyempfang ausgewählt wurde.

An der Ochsenhofer Scharte könnten wir noch auf den Normalweg wechseln, was wir jedoch beim Anblick der schönen Gipfelkette nicht machen. Auf geht’s zum ersten Ochsenhofer Kopf.

Oben auf dem ersten Gipfel und der Blick auf das, was noch kommt

Das beständige Auf und Ab, die leichten Kraxeleien und der fast durchgängig schöne Gratweg machen diesen Abschnitt zum Hochgenuss. Trotzdem freuen wir uns, auf das Walmendinger Horn und eine verdiente Pause. Davor jedoch geht es ordentlich abwärts, um dann auf einem breiten Fahrweg zum Walmendinger Horn (1.990 m) hinauf hatschen zu müssen. Es ist ziemlich schwül und ich verliere ziemlich schnell die Lust, aber die Aussicht auf ein spätes Mittag lässt mich weitergehen. Wir sitzen mit guter Aussicht auf der Terrasse, müssen jedoch ziemlich lange warten, ehe wir unsere Bestellung aufgeben können. Die Zuständigkeiten waren etwas seltsam. Gut Ding will Weile haben und Gulaschsuppe sowie Apfelstrudel haben auf jeden Fall fürs Warten entschädigt.

Bergpanorama nach Süden

Nach der Pause geht es nur noch abwärts, wenn auch nicht mit der Seilbahn, sondern zu Fuß. Anfangs ist es ziemlich anstrengend über felsig-schottriges Gestein, bei dem man jeden Schritt bedacht setzen muss. Das geht so bis zur oberen Walmendinger Alpe. Danach wird der Weg besser. Schade, dass ich es nicht früher realisiert habe, dass noch eine bewirtschaftete Alpe kommt. Da hätte ich gerne Pause gemacht, da die Bergrestaurants durch die Seilbahn doch eher viele Besucher haben und kleinen Alpen in der Nähe auch Besucher brauchen.

Jetzt ist es einfach noch Strecke, die zu gehen ist. Bei der Wegführung allerdings kein Problem. Es geht moderaten ab und wir können es einfach laufen lassen. Im Tal stoßen wir wieder auf unsere Umleitungsstrecke, so dass wir wirklich nicht hinten am Ifenparkplatz hätten parken müssen. Aber: Jeder Schritt zählt.

Am Ende sind es: 18 Kilometer  / 5 Stunden / ca 800hm.

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