Achter Tag unseres Südfrankreich Roadtrips: Wir machen heute nichts
Das war zumindest der Plan bis zum Frühstück. Unsere Vermieterin erzählte vom Sonntagsmarkt in l’isle sur la Sorgue und dass es dort nicht einfach sei zu parken, der Markt jedoch sehr empfehlenswert. Es dauerte nicht lange und zumindest für mich war klar, ich möchte da hin. Da es nur 3,5 km Luftlinie bzw. etwas mehr als 5 km zu Fuß sind, macht die Entscheidung für mich leicht. Der Lieblingsmann bekommt eine Denksportaufgabe und ich gehe erst einmal zur Boulangerie ein Baguette für heute Abend erstehen.
Die Eclairs und Törtchen ignoriere ich erfolgreich und verlasse nur mit dem Baguette (für 1,25 EUR) das Geschäft. Der Lieblingsmann hat entschieden und kommt mit. Ich freue mich und dränge zum Aufbruch, da es noch nicht so heiß ist und der Markt auch nur bis Mittags geht.
Wir laufen auf dem kombinierten Rad-/Fußweg aus Velleron hinaus und durch die Felder nach l’isle sur la Sorgue. In einer guten Stunde sind wir da und von der Ruhe plötzlich mitten im Treiben.

Der Ort wird aufgrund seiner vielen Kanäle auch das Venedig der Provence genannt und es liegt eine quirlige und dennoch entspannte Stimmung über dem Zentrum. Niemand ist gehetzt, alle genießen und bummeln. Es ist eine unglaubliche Fülle von allem zu sehen: Obst & Gemüse, Kräuter & Lavendel, Wurst & Käse, Kleidung & vieles mehr.
Wir lassen uns treiben, da sich der Markt durch viele Straßen zieht; kaufen noch eine Saucisson mit Steinpilzen, da die von gestern nur noch zur Hälfte existiert.

An einem der Kanäle kehren wir zum Mittagessen ein und genießen die Provence am Sonntag Mittag mit den Franzosen um uns herum. Nach einem Glas Wein und einem richtig guten Salat setzen wir unseren Bummel fort und erstehen noch ein paar Kleinigkeiten, lassen uns von manchem inspirieren und starten dann unseren Heimweg.

Schon auf dem Hinweg ist mir eine Boulangerie ins Auge, besser in die Nase gestochen. Auf dem Rückweg muss ich reinschauen. Und siehe da, die haben auch wunderbare Törtchen, von denen zwei für den Sonntag Nachmittag mit müssen. Tarte au Citron mit Meringue für den Lieblingsmann und ein Paris-Brest Törtchen für mich. Nachdem mir das in unserer ersten Unterkunft der Belgier am Nachbartisch weggefuttert hatte, muss es heute mit. Ich hoffe, es übersteht die Hitze für die Stunde Rückweg.
Auf dem Hinweg laufen wir nun auch wieder zurück und sofort nach unserer Ankunft müssen die Törtchen in den Kühlschrank und dann lockt der Pool zum total verdienten Ruhe-Nachmittag. Leider nicht allzulang draußen, da es ein paar Spritzer regnet. Macht nichts, dann genießen wir unsere Törtchen eben drinnen. Und sie waren richtig gut.
Wir genießen die ruhigen Stunden mit dem vielen mitreisenden Lesestoff und schmieden Pläne für die kommenden Tage. Es steht einiges auf dem Programm. Und dienzweite Urlaubswoche startet morgen ziemlich früh.
