Kultur pur

Neunter Tag unseres Südfrankreich Roadtrips: in und um Avignon

Weckerklingeln im Urlaub? Heute ausnahmsweise mal notwendig, da wir viel vorhaben. Wir frühstücken wieder im kleinen Garten der Villa Velleron, jedoch heute nicht ganz so lange, da wir um 19.30 Uhr heute Abend zum Essen mit den anderen Gästen erwartet werden.

Heute geht es im Berufskehr nach und durch Avignon und ein falsches Abbiegen kostet uns im morgendlichen Stau gut und gern 10 Minuten. Warum die Eile? Ich habe für 14:00 Uhr Tickets für den Papstpalast in Avignon gebucht, aber zuerst wollen wir noch zur Pont du Gard, ca 30 Minuten von Avignon entfernt. Hier geht es sehr entspannt zu und es ist nicht allzuviel los. In wenigen Minuten sind wir vom Besucherzentrum zur Brücke gelaufen. Leider geht es nur mit ausgewählten Führungen auch durch die Brücke hindurch. So bleibt uns nur der Blick von unten bzw. fast unten. Sehr imposant, v.a. wenn man die technische Leistung neben der optischen Schönheit betrachtet. Ca. 50 km von der Quelle bis nach Nimes, für dessen Wasserversorgung auch die Pont du Gard gebaut wurde und dabei standen nur ca. 12 m Höhenunterschied zur Verfügung und das Wasser ist letztendlich geflossen. Da gab es nur wenige technische Hilfsmittel  – sowohl bei der Planung als auch beim Bau.

Pont du Gard

Das Detailwissen aus einer kürzlich gesehenen Doku vertiefen wir im sehr anschaulich gestalteten Museum, ehe wir nach Avignon aufbrechen. In einer Boulangerie machen wir einen Zwischenstopp – Fougasse für den Lieblingsmann und ein Pistazien-Himbeereclair für mich. Gestärkt geht’s auf zur Parkplatzsuche  und der Lieblingsmann peilt das Parkhaus direkt unter dem Papstpalast an. Klar, die warten auch auf uns. Nach einem Fehlversuch drehen wir die Runde noch einmal und nehmen ein etwas weiter entferntes Parkhaus. Ganz unten auf -6 sind noch ein paar Plätze frei, die jedoch innerhalb weniger Minuten belegt sind. Glück gehabt.

Uns spuckt die Tür mitten in der Altstadt aus und wir bummeln ein paar Minuten durch die kleinen Geschäfte, ehe wir den Papstpalast suchen.

Blick von der Brücke Pont Saint Bénèzet auf die Altstadt von Avignon

Durch die vorab gekauften Tickets sind wir schnell drin und mit Histopads ausgestattet. Es dauert etwas, ehe wir damit zurecht kommen, aber so werden wir durch den Palast geguided, erfahren mit virtual reality Einblicken, wie es früher dort ausgesehen hat und erfahren einiges zur Geschichte. Sehr spannend, für 100 Jahre Papstsitz diesen riesigen Palast gebaut zu haben, der heute noch so gut erhalten ist.  

Clémentine-Kapelle im Papstpalast

Anschließend schauen wir uns noch die Reste der ehemals ca. 900 m langen Brücke Pont Saint Bénèzet an und haben von dort einen wunderbaren Blick auf die Stadt und den Papstpalast.  Dann ist es genug Kultur für heute und wir schauen von einem netten Cafè aus dem Treiben auf einem der großen Plätze hier zu. Noch etwas bummeln und dann geht es schon zurück.

Heute Abend werden wir von unseren Vermietern bekocht. Fast alle Produkte dafür stammen vom Bauernmatkt, der täglich am späten Nachmittag in Velleron stattfindet. Das Essen war unglaublich gut und aromatisch, der Wein wunderbar kühl in den Gläsern und die Gespräche mit den anderen Gästen und unseren Vermietern interessant und anregend. Die Zeit ist in einem Rutsch verflogen. Ein schöner Tag!

Lavendelfeld bei Velleron

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