Endlich Tiere

Adelaide Hills

Da es ein sehr gemütliches Silvester war, sind wir auch in der Lage, schon deutlich vor Mittag unseren Ausflug zu starten. In der Nähe befindet sich der Cleland Wildlife Park, den wir als erstes aufsuchen. Aufgrund der großen Hitze ist heute ein “total fire ban“, so dass manches geschlossen ist und man um Himmels Willen nichts tun darf, was Buschbrände auslösen könnte. Deshalb hat wohl auch der auf dem Weg liegende Botanische Garten geschlossen. Wir kommen im Cleland Park genau zur Koala-Fütterungszeit. Ein Koalaweibchen sitzt da und wird mit Eukalyptusblättern gefüttert und man kann immer als Familie oder Paar zum Koala hin und ihn streicheln. Der Ranger gibt einige Informationen und beantwortet Fragen. Verwunderlich, aber der Koala rennt nicht weg. Doch nicht so ganz verwunderlich, da die Eukalyptusblätter, von denen sie sich ausschließlich ernähren zwar viel Wasser enthalten, aber nicht viele Nährstoffe, so dass Energiesparen angesagt ist. Sie kucken ganz knuffig und das Fell ist übrigens ganz weich.
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Wir sehen auch ein paar gefährliche Tiere, wie den Tasmanischen Teufel und Echsen. Das ist heute das erste Mal, dass wir hier Tiere gesehen haben (Ausnahme sind Vögel). Dieses riesige Land erinnert streckenweise an Namibia, aber es sind nahezu keine Tiere zu sehen.

Auf riesigen Flächen weiden hier Kängurus, Wallabies und Emus und wir Besucher können mitten hindurch laufen und die Tiere auch füttern. Manche sind vom vielen Futter schon satt, aber ein paar Willige gibt es dennoch.

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Sie haben ganz weiche Schnauzen und legen manchmal ihre Vorderpfoten auf meinen Händen ab. Wirklich eine witzige Angelegenheit.

Den Nachmittag verbringen wir in Hahndorf, einer ehemals deutschen Siedlung (Lutheraner), die das „deutsche“ auch heute noch pflegen. Etwas touristisch, aber witzig zu sehen, was die hier unter deutscher Küche (Käsekrainer, Wiener, Haxe und Sauerkraut) verstehen. Es gibt Restaurants mit deutscher Volksmusik und Hofbräubier. Wir entscheiden uns dagegen und essen einheimisch 🙂

Es gibt auch hier in Australien etwas für die heimatlichen Gefühle:

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…und nicht “made in China“, was definitiv näher liegen würde. Nein, es ist Original Seiffen…

Unser Rückweg führt uns durch die Weihnregion hier. Leider haben heute aufgrund des Feiertags alle Kellereien geschlossen. Aber wir kommen noch in einige Weinbaugebiete in Australien, so dass wir es verkraften können.

Mittlerweile regnet es ziemlich stark (bei 30 Grad), so dass wir unsere Tour für heute beenden.

Silvester mit Überraschung

Von Alice Springs nach Adelaide

Nach unserem gestrigen Ruhetag erwarten uns vor der “Silvesterparty“ noch ein paar Aktivitäten.

Unsere Obsteinkäufe von gestern sind unser überschaubares Frühstück. Wir haben danach immer noch vier Äpfel übrig, die wir entweder essen oder vor dem Flug wegwerfen müssen, da selbst innerhalb des Landes für Obst und Gemüse tw. harte “Einfuhr“bestimmungen gelten.

Da wir 10.00Uhr auschecken müssen, fahren wir gleich zum Flughafen, da ist es wenigstens kühl drin. Heute strahlt die Sonne wieder erbarmungslos vom blauen Himmel. Vormittags sind es bereits 37 Grad.

Wir futtern vor der Schleuse noch einen Teil unserer Äpfel und schreiben die ersten Karten – ja, es gibt welche 🙂

Es sind nur zwei Stunden Flug nach Adelaide. Wir kennen uns jetzt schließlich mit den Zeitzonen in Australien aus. Die Landschaft unter uns ändert sich wenig. Roter Sand, gelber Sand, Salzseen.

Irgenwann ist das Meer zu sehen und bald darauf fliegen wir über Adelaide. Es mutet eher wie ein riesiger Vorort an, da es fast ausschließlich bungalowähnliche Häuser gibt. Ab hier sind wir ungebunden, da wir endlich einen fahrbaren Untersatz haben. Die riesigen Koffer passen genau in unseren Ford Focus. Der Flughafen ist mitten in der Stadt und unser Ziel sind die Adelaide Hills; also müssen wir quer durch die Stadt. Da wir uns nach vielen Abenden Restaurantessen auf etwas Selbstgemachtes freuen, heißt es vorher noch zu Woolworths zu fahren. Ich habe einen mit Liquor Store ausgesucht, damit wir wenigstens eine Flasche Sekt zum Anstoßen haben. Das Einkaufen hier macht riesig Spaß. Tolle Produkte, Preise okay. Eigentlich sollte es heute Abend Känguru geben; die Packungsgröße war jedoch nicht auf zwei Personen ausgelegt. Dann also doch Beef.

Wir finden unser Ziel in Aldgate ohne Probleme. Die Straßennamen stehen auf den Richtungsschildern drauf, so dass man sich sehr gut orientieren kann. In den Cladich Pavillions werden wir von Helen, einer sehr netten, älteren Dame herzlich begrüßt und nach der Besichtigung der Wohnung auf einen Drink am Abend eingeladen. Also schnell das Auto ausgräumt, geduscht und ab in Helens und Andrews Garten. Ihre Abendgäste sind schon da, was heißt, dass Konversation in Englisch in größerer Runde angesagt ist. Grummel, Grummel. Aber es war wunderbar, alle total aufgeschlossen. Wir sind mit Vorspeisen fast gemästet worden, haben Champagner getrunken und alle waren sehr interessiert an uns. Interessant auch die ehem. Berufe der Gäste, von Backpackerhotelbesitzern über einen Hufschmied, der in ganz Australien angefragt wurde, bis hin zu Blair, der Farmer und deren Familien im Outback bei Problemen beraten und unterstützt hat. Nach fast zwei Stunden “kämpfen“ wir uns los und gehen in unseren Pavillion. Es war ein sehr schöner Teil des Abends und es hat riesigen Spaß gemacht mit diesen Leuten ein, zwei Gläser zu trinken, zu erzählen und etwas von deren entspannter Lebenseinstellung mitzubekommen.

Bei uns gibt es nur noch einen Teil der leckeren Sachen, die wir gekauft haben, da Helens Vorspeisen sehr gut geschmeckt haben 🙂
Wir genießen unser Essen auf der Terrasse bei geschätzten 28 Grad und mit einem sehr guten australischen Rotwein.

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30 Minuten nach dem Feuerwerk in Sydney sind auch wir hier dran und wir rutschen 9.5 Stunden vor Euch ins Neue Jahr.

Wir wünschen allen auch auf diesem Weg alles Gute für das Neue Jahr.