Immer wieder Sonntags – Almenhopping über dem Haldensee

Von Nesselwängle über drei Alpen zum Haldensee

Von der Sonne geweckt zu werden, ist für mich einer der schönsten Momente an einem unverplanten Tag. Naja, so ein bisschen verplant ist er schon, da Wetterprognosen – wenn sie auch nicht immer zuverlässig sind – doch einen Eindruck für den nächsten Tag vermitteln 😉 Konkretes haben wir jedoch nicht geplant.

Das ist jedoch schnell passiert, es ist ja online alles verfügbar. Wir fahren das Tannheimer Tal noch ein Stückchen hinein nach Nesselwängle, was wir bisher nur vom Langlaufen kennen. Die den Ort überragende Krinnenspitze ist für heute noch außerhalb meiner konditionellen Möglichkeiten, aber sie läuft nicht weg. Von der Talstation des Sessellifts wandern wir – wie gestern auch schon – auf einem Forstweg gemütlich nach oben. Es sind viele mit uns unterwegs, aber es verläuft sich doch alles gut. Auf ca. 1.500 m sehen wir zuerst die Bergstation des Sessellifts und dann auch gleich die Krinnenalpe.

Wir könnten hier mit einem wunderbaren Ausblick schon eine Rast einlegen, entscheiden uns jedoch, weiterzulaufen.

Wir müssen nur noch wenige Meter bergauf und können dann auf der Höhe entlang schlendern. Wenig später liegt mit der Nesselwängler Edenalpe schon die nächste Versuchung vor uns. Auch der widerstehen wir und steuern zur Abwechslung auf einem etwas schlammigen Pfad direkt auf die Gräner Edenalpe zu. Hier oben auf 1.700 m haben wir ein wunderbares Panorama in Richtung Osten, u. a. auf die Lechtaler Alpen. Die Schattenplätze sind belegt, so bleibt uns zwar einer der aussichtsreichsten aber zugleich auch sonnigsten Plätze für unsere Pause.

Das üppige Hotelfrühstück lässt noch kein Hungergefühl aufkommen, so dass wir eine sehr karge Einkehr haben. Dennoch ist es schön, einfach hier oben zu sitzen. Der längste Abschnitt liegt noch vor uns, so dass wir uns die Sonne hier nicht ewig ins Gesicht scheinen lassen.

Wir laufen mitten durch eine der hier oben recht häufigen Kuhherden – immer mit etwas Respekt und wenn möglich Abstand.

Danach geht es auf einem schmalen Steig steil abwärts, meist im Schatten – zum Glück, denn es ist ziemlich warm. Wir sind hier jetzt fast alleine, was jedoch nicht so lange währt. Wir werden nach etwa 400 hm auf einen Forstweg „ausgespuckt“ auf dem in Richtung Haldensee eine wahre Völkerwanderung stattfindet. Das ändert sich die nächsten 30 Minuten nicht wirklich. Eine Gruppe überholt, taucht schon die nächste auf 😉

Der Blick entschädigt…

Unten angekommen laufen wir entlang des Haldensees zu unserem Ausgangspunkt zurück. Im Winter ist dieser Weg „unsere“ Langlaufloipe, jetzt erleben wir diesen Abschnitt mal im Sommer.

Letztendlich sind es 12 km geworden und etwa 700 hm – eine entspannte, wunderbar zu gehende Rundtour, auf der man keinesfalls verhungert oder verdurstet.

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