Der höchste Punkt der Tour, Gletscher und viel Kletterei

Von der Verpeilhütte zur Kaunergrathütte (2.817 m)

Die Verpeilhütte war mit 12 Personen Belegung fast leer. Nach einem sehr guten Abendessen mit einer kleinen Portion des sehr guten und durch den BR berühmten Kaiserschmarrn, spielen wir noch Karten jnd gehen früh ins Bett. 6.30 Uhr ist aufstehen angesagt; es gibt erst ab 7.00 Uhr Frühstück, welches sehr gut ist. Wir gehen gut gerüstet auf die durchaus anspruchsvolle Tour.

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Der Himmel ist blank geputzt u.d die Sicht ist für Sommer außerordentlich gut. Entlang eines Baches, den wir später queren, geht es durch Zirbenwald stetig aufwärts. Heute sind wir an dem Punkt angekommen….

an dem wir immer weiter laufen könnten. Der Körper hat sich an die Belastung gewöhnt, den Rucksack spüren wir fast nicht mehr und morgens brauchen wir nicht erst eine halbe Stunde,.um uns einzugehen.

Unterwegs legen wir immer wieder Fotostopps ein, da sich geniale Motive bieten. Wir queren ein großes Geröllfeld und treffen in 2.500 m auf eine Herde Schafe, die gerade ihr Bergkräuter-Frühstück einnimmt.

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Es geht weiter stetig bergauf in Richtung aperes Madatschjoch. Wir kommen an einem kleinen Bergsee vorbei, dessen Temperatur wir aufgrund der umliegenden Altschneefelder nicht prüfen. Jetzt sehen wir auch den Madatschferner, einen Gletscher, der früher sicherlich viel größer war und den es sicher in ein paar Jahren nicht mehr geben wird. Wir steigen jetzt, ziemlich anstrengend über Altschneefelder aufwärts. Kurzärmlig bekleidet gibt das ein witziges Bild.

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Über ein sehr matschiges Geröllfeld steigen wir aufwärts zum Einstieg in die seilversicherte Passage hinauf zum Madatschjoch. Wir treffen auf eine Gruppe Schwaben die von der Kaunergrathütte kommen. Die machen uns für den Abstieg auf der anderen Seite nicht viel Mut. Egal, jetzt geht es erst einmal hoch. Wenn wir das nicht schaffen, brauchen wir die Zugspitze im September nicht zu versuchen. Durch den langen Winter sind weite Teile des Steigs und der Sicherungsseile unter Schnee versteckt und damit nicht nutzbar. Zudem müssen wir den Geröll-Schneehang einmal queren, was bei der Feuchtigkeit und dem losen Geröll nicht ganz ohne ist. Die letzten Höhenmeter zum Joch geht es wieder seilversichert nach oben. Wir erreichen genau um 12.00 am 31. Juli 2013 den mit 3.030 m höchsten Punkt der Tour. So hoch oben waren wir ohne technische Hilfsmittel noch nie. Ein wunderbares Gefühl.

Jetzt müssen wir auf der anderen Seite wieder runter – Seile, Leitern, Sprossrn und unsere eigen Muskelkraft helfen uns, sicher nach unten zu gelangen. Es gibt ein, zwei Schlüsselstellen, in Summe ist der Abstieg vom Madatschjoch für uns einfacher als der Aufstieg.

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Wir queren noch ein paar Schneefelder und werden schon um ein Uhr an der Kaunergrathütte sein. Wir sind noch nicht müde und haben so richtig Adrenalin im Blut, so dass Christoph vorschlägt noch einen Teil der morgigen Tour zu gehen und in der Riffelseehütte zu übernachten. Da wir aber in der reservierten Kaunergrathütte Stornogebühren zahlen müssten, bleiben wir hier. So haben wir wieder einen langen Nachmittag, den wir, die Sonne genießend, lesend, in Hängematten liegend genießen. Blick zum Gletscher und zur Watzespitze und auf die Berge, die wir morgen erklimmen werden.

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3 Kommentare zu „Der höchste Punkt der Tour, Gletscher und viel Kletterei“

  1. 01.08.2013, fauler Leiter in Hängematte. Wunderbar !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und wir schwitzen 🙂

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  2. Hallo Ihr zwei,

    wieder schöne Fotos die neidsch machen. Vorallen das mit Christoph in der Hängematte.
    Wir sind gerade in Unterhaching und Blicken nur noch fon der Ferne auf die Berge.
    Heute Nachmittag geht es dann wieder Hein ins mittelsächsische Hügelland.
    Pascal und Andé.

    P.S. wir schauen weiter zu….

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