Der Sambesi ist zu voll

Ein Tag an den Victoriafällen

Im Vergleich zu gestern konnten wir ausschlafen. Unser Trip startet erst um 7.30 Uhr. Unser Fahrer und Guide Brown Sugar (ja, das ist wirklich sein Name) holt uns und eine namibische Familie ab. Es mutet fast an, wie der jährliche Familienausflug, den wir kennen. Gleiche Konstellation – zwei Schwestern mit einem Bruder und den jeweiligen Partnern und den Eltern. Wir können Botswana ja mal in den Ring werfen 😉

Es stehen mal wieder Grenzformalitäten an, die erschwert werden durch „Sunshine Tours“. Ein Bus mit sicher 30 deutschen und schweizerischen Touristen. Die stehen in der Schlange zur Ausreise aus Botswana vor uns. Oh dear…
Plötzlich sammelt Brownie unsere Pässe ein und wie durch Zauberhand reisen wir noch vor dem Sunshine Bus aus. Er ist halt jeden Tag hier. Jetzt zur Einreise nach Simbabwe: Wir sind ja vor dem Bus, zum Glück. Formblätter sind ausgefüllt. Die Namibier stehen hinter uns, haben aber natürlich Afrika-Bonus. Wir müssen abseits warten, die Pässe sind beim Officer und unsere 30 US Dollar pro Nase für das Visum haben wir auch schon abgegeben. Der Bus ist bereits da und die ersten werden schon aufgerufen – zur Formblattkorrektur. Auch da kann man Fehler machen, viele Fehler. Irgendwann hat Brownie unsere Pässe und Quittungen und wir dürfen gehen.

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Nach einer Stunde Fahrt sind wir in Victoria Falls angekommen und dürfen nach weiteren 30 USD in den Park. Es rauscht, donnert und regnet bereits, trotz blauen Himmels. Mit Capes bewaffnet geht es los.

Der Sambesi ist zur Zeit gerade randvoll, so dass das Wasser leider nicht fotogerecht in die Schlucht hinab donnert. Die Wanderung zu den Aussichtspunkten erinnert mich teilweise an manch verregnete Bergtour – nur hier ist der Himmel blau. Wenn es ab und zu nicht zuviel Gischt hat, sind ein paar Fotos drin.

Es ist schon sehr beeindruckend, über welche Breite die Wassermassen dieses sonst so ruhig dahinfließenden Flusses in die Tiefe stürzen. Am Ende gönnen wir uns einen wirklich guten Cappuccino in einem kleinen Restaurant. Die Preise sind hier wirklich happig, was wir auch beim Essen und beim anschließenden Besuch des Marktes feststellen.
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Auf der Rückfahrt wartet natürlich wieder Aus- und Einreise auf uns und „Sunshine Tours “ in der Schlange vor uns. Aber wir schaffen es wieder, sie zu überholen. Alles andere wäre auch furchtbar gewesen, da man bei der Einreise nach Botswana ja genauestens nach dem woher und wohin befragt wird. Das braucht schon seine Zeit.

Jetzt sitzen wir mit Blick auf den Chobe River am Swimmingpool und schauen Affen, Mangusten und Buschböckchen zu, die wenige Meter von uns entfernt spielen, grasen oder sich lausen.

Der Savanna Dry wartet schon auf uns… 
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Ein Gedanke zu „Der Sambesi ist zu voll“

  1. Bürokratie, Bürokratie….
    Das ist wohl aus der Kolonialzeit (1884 Deutsch-Südwestafrika… wenn ich in Geschichte richtig aufgepasst habe) wohl da unten hängen geblieben. Da fühlt man sich doch wie zu Hause.

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