An den Sonnenhängen der Texelgruppe

Von Algund (444 m) zur Leiteralm (1.522 m) und Hochmuth nach Meran

Nach der Frosttour am Hirzer zieht es uns heute in  wärmere Gefilde. Will heißen, wir bleiben unten. Wir starten unsere selbst geplante Tour direkt vor der Haustür. Nach ein paar Metern auf dem Algunder Walweg geht es gleich ziemlich steil aufwärts durch den Wald. Wir sind ganz allein, alle anderen schweben mit dem Sessellift über uns hinweg. Das ist der schnellere Weg. Ab und zu haben wir einen schönen Blick ins Etschtal oder in Richtung Vinschgau. Nach einer knappen Stunde kommen wir schon an die ersten Häuser von Vellau (900 m).

Von hier aus geht es im gleichen Modus weiter – Serpentinen durch den Wald mit immer besser werdenden Ausblicken. Zwischendurch schweben die gefüllten Körbe des berühmten und auch berüchtigten Vellauer Korblifts über uns hinweg. Da steht man zu zweit drin  und kann durch das Drahtgeflecht hindurch blicken – mag nicht jeder…

Zwischendurch passieren wir einige herrlich gelegene Gasthäuser, können jedoch widerstehen, da wir auf einer Aussichtsbank erst unsere kleine Stärkung hatten.

So wandern wir zur Leiteralm und sind durch die Seilbahn hier nicht mehr allein. Auf dem Hans Frieden Felsenweg, einem Panoramaweg zwischen Leiteralm und Hochmuth haben wir perfekte Ausblicke auf die Sarntaler Berge und die Dolomiten – einfach herrlich. Unseren Weg kreuzen ein paar vierbeinige Wanderer und keiner hat sich vorbei getraut. Wir machen den ersten Schritt…

In einer schattigen Ecke ergattern wir die letzten zwei Plätze im Berggasthof Steinegg und wir essen bei phantastischem Ausblick – Pasta für den Herrn und Apfelstrudel (wie jeden Tag…) für mich. Damit das Essen auch wirken kann, fahren wir mit der Seilbahn nach Dorf Tirol. Nein, in Wahrheit ist es ein in die Knie gehender Abstieg, den wir gefühlt schon 100 mal gelaufen sind und wir haben noch ein ganzes Stück vor uns. Von Dorf Tirol gehen wir durch Weinberge und Apfelgärten hinunter nach Meran. Auf dem Tappeinerweg kommen wir genau neben  dem Saxifraga raus. Das ist ein Zeichen und dass ein Tisch frei ist gleich noch eines. Mit Blick über die Stadt und das Etschtal genehmigen wir uns ein Gläschen Wein – dann erscheint der vor uns liegende Weg zurück nicht mehr so lang 😉

Über den gesamten Tappeinerweg und den Algunder Walweg gehen wir unanstrengend, aber doch nach den schon gelaufenen Kilometern ziemlich weit zur Ferienwohnung, unserem Ausgangspunkt in Algund zurück.

Ein schöner Tag auf wunderbaren Steigen, mit vielen Höhenmetern und perfekter Aussicht.

1.100 hm/ 4.30 h und 14 km

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