Zwei Gipfel, zwei Länder

Von Unterjoch auf Zinken und Sorgschrofen – entspanntes Wandern und luftige Kletterei

Wir wissen ja nicht, was Sommer und Herbst auf der Wetterkarte haben werden, deshalb nutzen wir die erste Möglichkeit für uns in diesem Jahr für eine kurze Tour fast vor der Haustür.

Vor wenigen Wochen sind wir über diese Wiese noch mit Skiern unter den Füßen zum Langlaufen gewesen und jetzt empfängt uns ein Meer von Blumen gegenüber dem Parkplatz.

Wir starten in Unterjoch (1.040 m) und laufen an der Kirche vorbei in Richtung der Zehrerhöfe. Das sind wohl die höchstgelegenen durchgängig bewirtschafteten Bauernhöfe in Deutschland. Vorbei am bunten Hoftreiben geht es bald in den Wald hinein. Nicht ohne noch vorher dem Esel auf einem der Höfe einen Streichelbesuch abzustatten.

Im Wald geht es auf schönen Steigen jetzt zackig bergauf. Mit jedem Meter wird die Aussicht besser, aber wir kämpfen gegen die Wolken an, die sich über die Gipfel im Süden legen. Aus dem Wald heraus queren wir auf der Höhe unterhalb des schrofigen Gipfels. Rings um uns ein Meer von Primeln.

Das macht wandern im Frühjahr so schön. Zum Gipfel des Zinken (1.613 m) kommt man nur mit leichter Kletterei, vorausgesetzt, man passt durch dieses Felsloch…

Oben sind wir fast allein. Es ist doch ein himmelweiter Unterschied, ob man nach Wanderführer unterwegs ist, oder einfach mal schaut. Wir bleiben nicht so lang, da wir uns entschließen, noch den österreichischen Gipfel des Sorgschrofenmassivs „mitzunehmen“. Flugs sind wir rückwärts wieder hinunter geklettert. Wir schnappen uns unsere Stöcke und machen uns auf, über den Grat zum Sorgschrofen zu kommen. Es ist teilweise sehr luftig und es geht wirklich nur eins: Laufen oder den Ausblick genießen. Nach 15 Minuten haben wir die Seite gewechselt und schauen von Sorgschrofen (1.635 m) auf eine ähnliche Szenerie: Tannheimer Tal, Aggenstein, Grünten und Ponten haben wir alle im Blick. Dabei gibt es eine kleine Brotzeit … in Form von Kuchen 😉

Der Abstieg ist wieder von leichter Kletterei geprägt, zumal es hier noch etwas nass und damit rutschig ist. Nach 20 Minuten ist auch das vorbei. Wir sind jetzt an der Bergstation des Skigebiets Jungholz und biegen auf einen breiten Wanderweg ein. Der bringt uns nördlich unterhalb der beiden Gipfel zur Älplesalp und über den Bärenlochweg nach Unterjoch zurück. Der einzige kurze Schauer erwischt uns im Wald und so kommen wir trocken bei Sonnenschein wieder am Parkplatz an.

Mit 8km und 700 hm in etwas mehr als 3 Stunden eine schöne Tour zum Warmlaufen bei fast sommerlichen Temperaturen.

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