Ja wo sind sie denn…

Alpenrosenblüte am Wertacher Hörnle (1.695 m)

Nachdem wir dieses Jahr bislang wirklich sehr sonnen- und wärmeverwöhnt sind, fällt der heutige Tag in so eine Art Zwischenkategorie – nicht so schlecht, dass man nix machen könnte, aber für eine richtige Panorama- und Aussichtstour ist es auch nix. Da etwas Bewegung nicht schadet und wir die Alpenrosenblüte am Wertacher Hörnle schon als Tip erhalten haben, fällt unsere Wahl darauf. Viel Zeit bleibt dafür in diesem Jahr auch nicht mehr. Mitte Juli ist alles vorbei.

Die uns im Winter durch das Langlaufen vertraute Landschaft um Unterjoch herum, ist jetzt Meer aus blühenden Wiesen. Wir stellen unser Auto in Obergschwend am Wanderparkplatz ab und starten, wie wir nach wenigen Metern feststellen, mit einem ganzen Schwung an „Mitwanderern“. Mmh, gefällt mir das? Ja, muss es – wir haben echt keinen Anspruch die Dinger allein blühen zu sehen 😉

Es geht auch ziemlich nahtlos steil aufwärts, was ja auch nicht so ganz meinen Geschmack trifft. Da mein Hirn aber damit beschäftigt ist, den Abstand zu den anderen zu verringern bzw. diese zu überholen, realisiere ich das erst, nachdem ich schon warm gelaufen bin.

Der Weg geht nach einem kurzen Asphaltstück gleich in einen schönen Wiesenpfad über und bald gibt es erste sehr idyllische Bilder von Blumenwiesen, Kühen und Heustadeln – das ist Allgäu für mich. Der Blick ist schon nach wenigen Höhenmetern frei in Richtung Oberjoch und Tannheimer Tal. Nach einem kurzen Anstieg im Wald taucht schon die Buchel Alpe (1.262 m) vor uns auf. Kurz danach sind wir auch fast allein unterwegs und genießen die Abwechslung zwischen Anstiegen und entspanntem schlendern über Wiesen- oder Forstwege.

Die Alpenrosen (oder auch Almrausch) verstecken sich ziemlich gut. Bislang haben wir nur Blumen und Heidelbeeren gesehen. Bald geht es über einen Wiesenrücken in Richtung des (vermeintlichen) Gipfels. Und plötzlich tut sich eine Art Kar auf, in dem der kleine Hörnlesee liegt und an den Hängen ist jetzt auch der Almrausch zu sehen. Die beste Zeit liegt schon ein paar Tage zurück, da war der Anblick sicher spektakulär. Uns bleiben dieses Jahr die letzten Blüten…

Nächstes Jahr kommen wir einfach zwei Wochen früher. Zum Hörnlegipfel geht es jetzt in leichtem Auf und Ab noch um das gesamte Kar herum. Bei schönem Wetter bietet es von hier sicher eine grandiose Aussicht, trotz der verhältnismäßig geringen Höhe.

Abwärts geht es auf der nord-östlichen Seite des Hörnles zur Schnitzlertal-Alpe, die man vom Gipfel bereits ausmachen konnte. Eine wunderbar urige Alpe, auf der es noch selbstgemachte Buttermilch gibt. Auch den anderen köstlichen Sachen können wir nicht so ganz widerstehen und genießen diese mit Blick nach oben zum Hörnlegipfel.

Nach der Alpe kommt der letzte kurze Anstieg des Tages und wenig später mündet unser Weg auf den Anstiegsweg ein. Auf diesem geht es zur Buchel Alpe und von dort ins Tal zurück.

Blumen an der Schnitzlertal-Alpe

Nächstes Jahr noch einmal – dann in voller Blüte.

Bietet sich auch im Sommer als Nachmittags-/Abendtour an und im Winter als Schneeschuhtour.

11 km / 763 um / ca. 3,5 Stunden

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