Die Salober-Alm muss warten

Von Pfronten auf den Breitenberg

Nur noch eine Woche und wir starten unsere nunmehr jährliche Mehrtagestour. Das Training ist leider in den letzten Wochen etwas zu kurz gekommen, also muss das letzte Wochenende für das gute Gewissen herhalten. Das Wetter ist, wie zur Zeit überall, eher Bade- als Wanderwetter. Aber eine kleine Tour passt noch in den bereits vollgestopften Samstag.

Wir wählen etwas Bekanntes und damit berechenbares – die Salober-Alm am Weißensee. Nicht zu hoch, nicht zu exponiert- Gewitterstimmung ist zur Zeit im Allgäu allgegenwärtig.

Auf dem Weg dahin biegen wir an einer Kreuzung falsch ab, was wir sofort feststellen. Umkehren wäre einfach möglich, aber es rattert schon in meinem Kopf. Auf dem Breitenberg waren wir bisher auch nur mit der Seilbahn und es gibt eine schöne Klamm. Also gibt es eine spontane Planänderung und wir fahren zur Talstation der Seilbahn in Pfronten-Steinach.

Es hat mittlerweile zugezogen und es weht ein starker Wind. Sollen wir starten?

Wir machten es und wenig später zieht es wieder auf. Mein Spruch: Wind bläst Wolken fort.

Kurz nach dem Start müssen wir uns gleich entscheiden, welche Richtung wir wählen. Wir nehmen mal ‚alle Richtungen‘ 😉 und starten zur Reichenbachklamm. Die kennen wir schon, als wir vor vielen Jahren vom Aggenstein nach Pfronten abgestiegen sind.

Wir laufen immer am Wasser entlang, sonnengeschützt im Wald bergan. Es ist ein wirklich schöner Steig, mit vielen Erd- und Himbeeren am Rand. Bergab kommen uns Leute entgegen, die besser eine Tour auf Forstwegen unternommen hätten. Ich glaube, es ist zwar anstrengend bergauf zu gehen, aber auf schwierigen Steigen viel einfacher zu gehen als abwärts. Aber den Lehrer am Berg möchte ich definitiv nicht geben. Also motivieren wir, ohne falsche Erwartungen zu wecken.

Die Klamm endet nach ungefähr der Hälfte des Aufstiegs und wir wechseln auf einen breiten Schotterweg mit sehr moderater Steigung. Es dürfte im Winter eine Skipiste sein. Gemächlich geht es aufwärts. Der Wind frischt wieder auf und es ist fast ein bisschen kalt. Im Süden sehen wir die Berge, die wir sonst vom Tannheimer Tal besteigen jetzt mal von der anderen Seite.

Der wenig spektakuläre Weg bringt uns zügig nach oben und zur Belohnung kehren wir auf einen Teller Suppe – ja es ist frisch und windig und wir sitzen drin – auf der Hochalphütte ein.

Blick zum noch fast leeren Forggensee

Nach der Pause ist der Himmel strahlend blau und die Sonne scheint wieder erbarmungslos herab. Für den Abstieg nehmen wir den Weg unter der Seilbahn, der sich sonnenbeschienen in schönen Serpentinen abwärts windet. Sehr gut zu gehen und mal mit Blick gen Norden ins eher flache Land.

Der Abstieg ist schnell gemacht und auf den letzten Metern kommen wir wieder auf den Anstiegsweg.
Kurze, relativ anspruchslose Tour, die jedoch mit der Klamm sehr reizvoll zu gehen ist. Sehr gut als Halbtagestour.

Für uns ca. 2,5 h Gehzeit, 9 km und 700 hm

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