Wie ein „Spaziergang“ zur Prüfung wird

Hitzeschlacht am Immenstädter Horn (1.489 m)

Es müssen dieses Wochenende zwei Touren sein – nur für das gute Gefühl. Uns ist bewusst, dass es heiß wird, weshalb wir uns am Sonntag nicht soviel Zeit lassen und uns auch eine gemäßigte Tour mit viel Wald aussuchen. Auch heute nichts spektakuläres, aber darum geht es auch nicht. Knapp 800 hm und die fast komplett am Anfang der Tour – kein Problem 😉

Immenstadts Hausberg, das Immenstädter Horn ist der Berg der Wahl. Das schöne daran, wir können uns unterwegs gedanklich abkühlen, wenn von unten der Alpsee heraufglitzert.

Die Beschilderung anfangs ist etwas verwirrend, so dass es ein paar Mal zwischen den Wegweisern hin und her geht. Doch wir finden den Einstieg. Warmlaufen ist heute definitiv nicht notwendig um die Tour sieht es auch nicht vor. Es geht gleich treppenartig aufwärts. Zum Glück im Wald. Es ist dennoch eine Tortour. Uns liegt diese Art von Weg, aber heute keine Spur von „mögen“. Schritt für Schritt erklimmen wir ein paar Höhenmeter und müssen verschnaufen. Ich komme mir vor, wie auf meiner ersten Wanderung mit ein paar Höhenmetern.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir an einen Aussichtspunkt, die Kanzel. Und wirklich schaut man wie von einer Kanzel auf Immenstadt und den Alpsee hinunter. Was gäbe ich für einen Sprung ins kühle Nass.

Jetzt geht es moderat ansteigend hinüber zum Horn-Gipfel. Vorher pausieren wir noch kurz auf einer Lichtung voller Blaubeeren. Mit blauen Fingern und Lippen ziehen wir weiter und erreichen bald das Gipfelkreuz. Wunderbar und das Schlimmste liegt hinter uns.

Der Abstiegsweg eröffnet Ausblicke auf die Nagelfluhkette und auch unser Weg besteht fast vollständig aus Nagelfluh. Sieht aus wie einbetonierte Kiesel. Es lässt sich gut laufen, trotz dass die Sonne unerbittlich ist. Fast im Tal kehren wir in einer urigen Alm ein. Hier wird fast alles selbst gemacht und es ist alles liebevoll dekoriert. So ein kaltes Wasser ist tausend Mal besser als das aus dem Rucksack. Da könnte man schon fast Tee draus machen.

Am Ende steht noch etwas Strecke an, da wir ein gutes Stück um den Fuß des Immenstädter Horns wieder zum Start zurücklaufen müssen. Ist sicher schnell gemacht. Im Kopf ja, in der Realität zeigt sich der Weg weder kurz noch flach. Es geht in ständigem Auf und Ab zum Glück im Schatten in Richtung Immenstadt. Die Beine wollen nicht mehr und der Kopf auch nicht. Es ist alles nur noch durch Wollen zu schaffen. Und natürlich wollen wir, müssen wir und schaffen wir. Plötzlich kommen wir auf den Anstiegsweg und wissen, dass es nur noch wenige hundert Meter sind.

Wir sind geschafft durch die Hitze. Es ist faszinierend zu sehen, welchen Unterschied die heutige Hitze im Vergleich zu dem „gemischten“ Wetter gestern macht. Und die geringe Höhe hier im Voralpenland schafft natürlich keinen Temperaturvorteil.

Wir sind vorbereitet, zumindest vom Kopf. Jetzt kann es losgehen. Bärentrek, wir kommen….

Auf das Innenstädter Horn aus Wandern im Oberallgäu. Ca. 3,5 h netto für uns und 800 hm bei 11 km.

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