Grüezi

1. Etappe – Von Meiringen (595 m) nach Rosenlaui(1.328 m)

Die Schweizer Bundesbahn hat uns zuverlässig von Gstaad nach Meiringen gebracht. Ab jetzt müssen wir uns auf unsere Füße verlassen. Wir laufen durch den Ort – natürlich in der prallen Sonne. Es ist auch hier richtig heiß. Wir überqueren die Aare und genießen für ein paar Minuten, die kühle Feuchtigkeit, die vom Fluss aufsteigt. An der Talstation der kleinen Bahn, die zu den Reichenbachwasserfällen führt, geht unser Wanderweg los. Steil geht es aufwärts und in der Sonne. Ich habe noch nie so geschwitzt und komme überhaupt nicht nach mit trinken. Ab und zu haben wir einen schattigen Abschnitt, den wir total genießen. Ebenso die immer schöner werdenden Ausblicke hinunter auf Meiringen (wo ja die Romanfigur Sherlock Holmes geweilt hat und wohl auch umgekommen ist) und die umliegenden Berge.

Übrigens: Die Berge sehen hier wirklich ganz anders aus, als in Deutschland, Österreich oder Südtirol. Viel schroffer und meist mit Schnee oder Gletschern bedeckt.

Nach etwas mehr als einer Stunde haben wir beim Gasthaus Zwirgi das schlimmste geschafft. Ab jetzt geht es meist auf einem schönen schattigen Steig bergan. Links von uns rauscht immer der Reichenbach, der Gletscherwasser abtransportiert.

Wir sehen auch, wie das Wasser in Strömen aus dem Gletscher herausläuft und können sehen, welche Fläche er früher einmal bedeckt haben muss.

Auf dem gesamten Weg begleitet uns ein Sträßchen, auf welchem in regelmäßigen Abständen Postbusse verkehren. Vor jeder Kurve gibt es eine ganz witzige, nach Blechbläsern klingende Musik, damit er keinen auf der schmalen Straße aufgabelt. Da es sehr viele Kurven gibt, ist die Musik fast immer da. Ich habe erst vermutet, dass auf einer Hütte hier ein Fest stattfindet.

Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir die Hochfläche des Rosenlaui, auf der auch unser Hotel ‚Rosenlaui‘ steht. Wie aus der Zeit gefallen, innen wie außen. Alles total nostalgisch. Wir haben ein kleines Touristenzimmer, das ist Luxuswandern – kein Lager, unbegrenzt lange Duschen (auch wenn es Gemeinschaftsduschen sind) und ein Drei-Gänge-Menü zum Abendessen.

Wir verbringen den Nachmittag auf der Terrasse, sehen den Sennern zu, wie sie die Kühe zum Melken eintreiben und machen gleichzeitig noch digital detox, da es hier weder Handyempfang noch Internet gibt, was wir vorher wussten.

Unterwegs kann man an fast jedem Bauernhof im Selbstbedienungskühlschrank ganz verschiedenen Käse kaufen. Gut, dass der Rucksack voll ist, sonst könnte ich wohl nicht widerstehen.

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