Den Herbst einläuten

Kleine Wanderung zur Schnitzlertalalpe (1.440 m)

Wir haben eine gefühlte Ewigkeit keine Wanderschuhe angehabt und sind daher wirklich froh, dass das Wetter viel besser ist, als es noch gestern vorhergesagt wurde. Auf der Fahrt ins Allgäu kommen die Berge schön langsam aus dem leichten Dunst hervor – ein herrlich vertrauter Anblick. Wir werden den wunderbaren Sommer sicher vermissen, aber wandern im Herbst ist einfach grandios…

Es ist nicht so heiß, Gewitter sind selten zu befürchten und die Sicht USt meist so klar, als wäre alles einmal gewaschen worden.

Wir sind heute spät dran und auch nicht alleine, deswegen gibt es eine Vorgebirgswanderung mit ordentlich Strecke und vergleichsweise wenige Höhenmetern. Das ist egal, da es in der Gruppe immer viel zu schnattern gibt und die Bewegung zählt.

Ganz in der Nähe von Wertach parken wir auf dem Wanderparkplatz und müssen zu Beginn doch ein ganzes Stück auf einem asphaltierten Sträßchen laufen. Das würde von den vielen Alpen hier gemeinsam finanziert und sichert den Zugang. Bald ist das aber auch vorbei und wir laufen in herrlichstem Herbstwetter, begleitet von permanentem Pilzgeruch durch den Wald. Der Bach plätschert, der Himmel ist blau und gelegentlich locken große, saftige Blaubeeren. Die lassen wir nicht stehen. Die Pilzsuche stoppt der Lieblingsmann und vertröstet uns auf den Rückweg.

Wir queren den Bach, der uns die meiste Zeit begleitet hatte und ab hier wird aus dem Spaziergang doch noch eine Wanderung. Es geht nämlich jetzt hoch. Irgendwo müssen die 500 hm auch herkommen. Es ist ein gemütlicher Anstieg, der uns nach dem Wald auf einen breiten Wiesenrücken aufwärts führt. Langsam kommt auch etwas Sicht hinzu, für manche eine willkommene Gelegenheit, zu schnaufen und zu schauen. Nach Süden sehen wir aufgrund der geringen nicht so viel. Auch das vor uns liegende Wertacher Hörnle nimmt uns die Sicht. Von Westen grüßt der Grünten und nach Norden öffnet sich der Blick in den flachen Teil des Allgäus.

Von hier sind es nur noch wenige Minuten zur Schnitzlertalalpe, auf der wir dieses Jahr bereits einmal einkehrt sind, als wir die Almrosen am Wertacher Hörnle gesucht (und auch gefunden) haben.

Es ist herrlich an der Hauswand zu sitzen und einen Kaffee zu trinken, die Ruhe zu genießen und zu schauen.

Die macht es wie wir und genießt die Sonne
Schnitzlertalalpe

Der Rückweg verläuft auf dem Anstiegsweg und ab jetzt schweifen die Blicke nicht mehr in die Ferne. Beim Laufen wird der Wald rechts und links abgesucht. Erfolgreich für fast alle – es gibt Steinpilze und davon nicht zu knapp. Wunderbar, dass die meisten noch in ganz hervorragendem Zustand sind. Ein gefundenes (Fr)Essen.

Demzufolge dauert der Rückweg deutlich länger als der Aufstieg und es wird auch im Schatten merklich kühler. Es ist halt Herbst.

Nach 11 km und ca. 500 hm geht diese schöne Wanderung zu Ende. Genuss für hoffentlich alle, für uns auf jeden Fall.

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