Föhnsturm

Eine schnelle Tour von Unterjoch auf den Spießer (1.651 m)

Nach dem ersten herrlichen Herbsttag folgt gleich ein zweiter. Etwas anders als der gestrige Tag, aber nicht minder schön. Es ist ein stürmischer Tag und Föhn ist ist angesagt, was wunderbare Sicht bedeutet. Es bleibt nicht so viel Zeit für eine Tour, es soll jedoch nach oben gehen, damit ich zumindest etwas Sicht bekomme.

Meine Wahl fällt auf den Spießer, der mit 1.651 m nicht allzu hoch ist, dennoch einen guten Rundumblick verspricht.

Vom Parkplatz in Unterjoch/Obergschwend gehe ich zur Talstation der Spießerlifte. Die ersten Höhenmeter hole ich mir an rechten Rand der Skipiste. Da sie nicht zu lang ist, ist es für mich kein Makel. Der Weg ist nass, was abwärts durchaus spannend werden könnte. Auch nach der Piste geht es auf dem dem Pfad auf eher matschigem Grund bergan. Hinter mir immer die Tannheimer Berge und der Sorgschrofen, den wir am Saisonanfang bestiegen haben.

Die Berge ganz klar und nah, wenn nicht die Wolken noch wären

Auf dem Steinpasssattel weitet sich zum ersten Mal der Blick in Richtung Süden. Hier oben, völlig freistehend, merke ich den immer stärker werdenden Wind. Der wird mir hoffentlich die Wolken noch wegblasen. Die nächste Zeit muss ich wirklich gegen den stärker werdenden Wind ankämpfen, da es auf einem Bergrücken in Richtung Spießergipfel geht. Dafür ist die Sicht grandios und die extra mitgeschleppte Kamera kommt auch zum Einsatz.

Die letzten Meter zum Gipfel sind endlich mal etwas steinig und richtig schön zu gehen. Hier oben bin ich allein und muss mich richtig gegen den Wind lehnen. Also schnell die Sicht in mir aufsaugen und wieder „hinter dem Berg“ verschwinden.

Spiele von Licht und Schatten

Auf der Südseite geht es abwärts, Bad Hindelang immer mal wieder im Blick. Nach 20 Minuten ersucht die Hirschalpe auf. Heute kann ich hier leider nicht den schönen Blick und das gute Essen genießen. Ich steige wieder leicht bergan, um auf dem Steinpasssattel wieder auf den Anstiegsweg zu münden. Das Wetter wird immer besser… ich hätte eine Stunde später starten sollen, das wäre optimal gewesen.

Der Abstieg gestaltet sich unerwartet einfach, obwohl es wirklich nass und matschig ist. Die Sonne brennt mittlerweile vom Himmel und immer mehr Wanderer kommen mir entgegen. Der Sturm legt sich langsam . Mir hat die einsame Tour gefallen, da man eher selten nahezu allein auf den leicht zu erreichenden Gipfeln ist.

Ein paar schöne Fotos sind im Kasten, eine mit knapp 3 Stunden kurze schnelle Tour ist zu Ende. Mit mehr Zeit kann man sie über das Wertacher Hörnle zu einer ausgedehnten Rundtour ausbauen.

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