…und plötzlich werden wir belohnt

Von Ulfas (1.500 m) auf die Matatzspitze 2.179 m)

Eigentlich… wie so oft bei dem Wörtchen ist das Ergebnis ein völlig anderes, als das, was man eigentlich geplant hatte. Also eigentlich wollten wir heute doch noch einen echten 3.000er unter die Füße nehmen. Der Wecker hat auch mitten in der Nacht geklingelt. Zwei Gründe sprachen dagegen: Die Beine wollten keine 1.500 hm und 8 Stunden. Und das Wetter war auch nicht ganz klar.

Was vom Tal harmlos aussieht kann am Berg unangenehm sein, vor allem im eher weglosen Gelände und mit Kletterei.

Alternative: Erst einmal noch eine Mütze Schlaf. Ausweichtouren gibt es zum Glück ja hier zuhauf. Nach einem entspannten Start in den Tag fahren wir über das Passeiertal in das Pfelderer Tal und von dort auf nach Ulfas. Nach ewigen Kehren am Hang können wir das Auto an einem Wanderparkplatz auf einer kleinen Hochebene abstellen. Welch Kontrast zur Anfahrt, wo unterwegs jedes Haus förmlich am Hang klebte. Gemütlich starten wir auf einem Forstweg, der uns in 20 Minuten zur Ulfas-Alm bringt. Es sieht gemütlich aus und wir freuen uns schon auf eine Einkehr am Ende der Tour.

Ab hetzt windet sich ein wunderbar angelegter Steig über Wiesen und durch kleine Lärchenwälder nach oben. Wir schauen nördlich bereits auf die Ötztaler Alpen in Richtung Timmelsjoch. Die immer wieder aufziehenden Wolken schaffen beständig neue Aussichten. Es USt ein herrlich zu laufender Weg, der uns nahezu mühelos zu dem Joch zwischen Hahnl und Matatzspitze bringt. Allerdings werden es immer mehr Wolken und wir laufen wie früher im Disco-Nebel. Egal, die Sicht auf dem Weg ist gut und treppenähnlich steigen wir den Bergrücken zum Gipfel auf. Und heute haben wir Glück: Wenige Sekunden vor dem Gipfel reißen die Wolken auf. Der Blick wird frei ins Passeiertal hinunter, da die Wände hier sehr steil abfallen.

Innerhalb weniger Minuten verändert sich die Aussicht in jede Richtung komplett. Wir genießen das Schauspiel, während wir eine kleine Brotzeit futtern.

Gestärkt machen wir uns an den Abstieg. Die ‚Treppen‘ machen es uns leicht. Am Joch verlassen wir den Aufstiegsweg und schlängeln uns zwischen zwei Kuppen hinduch. Bald kommen wir auf einen breiten Wiesenrücken mit Blick auf das Passeiertal und in Richtung Jaufenpass. Es ist wirklich schön zu gehen. Wir wechseln in den Wald hinein und kommen an einer letzten Kuhherde hier oben vorbei. Bald danach schwenken wir auf den Ulfaser Waalweg ein, der uns in 20 Minuten zur Ulfas-Alm bringt. Witzig, ein Waalweg in dieser Höhe. Das Wasser ist bereits abgestellt. Ich Frage mich, was damit bewässert wird. Obst wächst hier oben keines.

Auf der Terrasse der Hütte finden wir ein sonniges Plätzchen und Essen Apfelstrudel und Zwetschgenkuchen. Die Stücke sind riesig und extrem gut. Zum Glück müssen wir noch ein Stück zum Auto laufen….

Eine goldene Herbstwanderung mit knapp 700 hm und 10 km, die wir in 3 Stunden und 20 Minuten gelaufen sind.

Es gibt noch einige lohnenswerte Ziele hier im hinteren Passeiertal. Sollten doch mal ein paar Tage hier verbringen.

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