Far away from ‚fit‘ – Aufbruch in die neue Saison

Irgendwo in der Nähe vom Kanzelwandhaus (1.520 m)

Nach zwei Wochen fast durchgehend schlechtem Wetter können wir glücklich sein, das die drei in Aussicht gestellten schönen Tage ausgerechnet auf ein Wochenende fallen. Da es ziemlich lang hell ist, lassen wir den Tag entspannt angehen. Es ist auch keine brüllende Hitze zu erwarten, die uns früh an den Berg zwingt 😉

Die Tourenauswahl ist extrem übersichtlich, da es in den letzten Tagen/Wochen auch noch einmal ordentlich geschneit hat. Also unten bleiben, obwohl wir hoch wollen. Wobei unten ja auch relativ ist. Wir fahren nach Oberstdorf und starten auf knapp 1.000 m an der Talstation der Fellhornbahn. Um uns herum weiße Berge….

Mit 600 hm erwartet uns eine gemütliche Tour – meinen wir. Durch einen schönen, frühlingsgrünen Mischwald steigen wir die ersten Höhenmeter auf. Es ist wärmer als gedacht, also steigen wir schnell auf kurzärmlig um. Ein bisschen orientierungslos steigen wir weiter auf. Der Weg ist nicht so ganz klar erkennbar, aber die Richtung stimmt. Der direkt zum Kanzelwandhaus führende Wanderweg ist gesperrt – Wetter, Bauarbeiten, was auch immer – dann halt auf dem Forstweg. Wir merken schon, dass die letzte Tour mehr als zwei Monate her ist und die letzten Wochen nicht die bewegungsreichsten waren. Bin ich froh, dass ich einer längeren Tour mit mehr Höhenmetern widerstanden habe. Wir hätten dumm geschaut.

Nach der Mittelstation der Fellhornbahn geht es ziemlich gerade hin und bald müssen wir uns entscheiden, welchen Weg wir zum Kanzelwandhaus nehmen; den Wanderweg natürlich. Inzwischen sind immer mehr Schneefelder auf dem Weg – anstrengend zu laufen.

Irgendwann zweigt ein unbeschilderter, aber schneebedingt auch unbegehbarer Weg von unserem ‚Panoramaweg‘ ab. Den lassen wir liegen und wandern weiter in den Talschluss des Warmatsgrund hinein. Es wird immer weißer um uns herum. Als wir nach der angegebenen Zeit auf einer Art Plateau stehend nur noch die Fiderepasshütte ausgeschildert finden, ist klar, dass der abzweigende Weg wohl der zum Kanzelwandhaus gewesen wäre. Egal, uns reicht es durchaus für heute. Wir machen in einem Jägerstand eine Pause. Umgeben von der weißen Pracht ist es ziemlich frisch, so dass die Pause kurz ist.

Dann haben wir unser Ziel heute halt nicht erreicht und so müssen wir auf die erhoffte Aussicht eben verzichten. Es bleibt uns nur, auf dem Anstiegsweg zurückzulaufen. Das geht ziemlich schnell und wir sind nach etwa einer Stunde wieder im Tal. Es reicht uns beiden und wir sind sind – völlig ungewöhnlich – nicht einmal sauer, dass wir weder Ziel noche eine Art von Gipfel erreicht haben.

ca. 3 Stunden/ 500 hm/ 7,5 km

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