Treppen steigen an den Hausbergen von Nesselwang

Das Training geht gleich weiter – von Nesselwang auf die Alpspitze

Die neuen Wanderschuhe müssen eingelaufen werden und die Kondition ist bekanntermaßen auch ausbaufähig. Also geht es gleich am Tag darauf auf die nächste kleine Tour. Es ist schwülwarm und leichte Gewitterstimmung, so dass wir eine kurze Anfahrt bevorzugen. Wir waren schon ewig nicht mehr auf dem Alpspitz bei Nesselwang – also auf geht’s.

Außerhalb der Skisaison gehört der Parkplatz Wanderern und Bikern, so dass freie Fläche heute nicht der Engpass ist. Zwischen Wiesen voller Löwenzahn starten wir also unsere Wanderung, es geht allerdings nur kurze Zeit so gemächlich dahin.

Bald steigen wir in einer Art Klamm Stufe um Stufe aufwärts. Mir steckt doch gestern noch in den Knochen. Das rauschende Wasser lenkt mich etwas ab und die vielen Leute hinter mir, spornen mich an, meinen Muskelkater zu verdrängen. Ich WILL NICHT überholt werden. Also Augen zu (nein: auf) und durch. Es geht wirklich ziemlich lange genau so bergauf – schätzungsweise die Hälfte unserer ca. 600 Höhenmeter heute. Die Menschen um uns herum lichten sich langsam. Es gibt viele Abzweigungen, die letztendlich alle doch hinauf zum Gipfel führen.

Ich bin nicht sicher, ob wir dann langsamer laufen oder doch unseren Rhythmus gefunden haben. Egal – es gibt neben dem Wasser jetzt auch einige schöne Ausblicke weit ins flache Land nach Norden und mit meinen neuen Wanderschuhen könnte ich wohl schon jetzt, am zweiten Tag, auf lange Touren gehen. Perfekter Kauf.

Am Ende der Klamm beginnt der Anstieg über einen Hang, der durch den vielen Regen der letzten Tage, den vielen Schnee, der zum Teil noch liegt und die fehlenden Bäume ziemlich nass und glitschig ist. Man muss schon aufpassen, wo man den Fuß aufsetzt. Der Weg ist nicht immer eindeutig zu finden, jedoch so richtig verlaufen ist nicht möglich. Es ist einfach klar, wo heute oben ist. Fragt nicht, wie die neuen Schuhe aussehen…

Die letzten Minuten darf es dann der Forstweg sein, der uns zum Sportheim Böck unterhalb des Alpspitz führt. Früher waren da mal vier nette Lodges, in denen man richtig gut übernachten konnte – Luxus gepaart mit Bergidylle… Heute ist es wieder eine klassische Hütteneinkehr, die auch richtig gut besucht ist. Was nicht durch die Klamm gekommen ist, hat die Seilbahn hochgeschaukelt.

Wir essen unsere Brotzeit und brechen auch bald wieder auf. Alpspitz und Edelsberg lassen wir heute aus, da uns doch zu viel Schnee und Matsch den Weg nach oben eher verleiden…. Der Abstieg verläuft zum Glück über einen anderen Weg. Das wäre auf dem rutschigen Untergrund sicher kein Spaß gewesen. Bei der nicht weit entfernten Kronenhütte, die auch schon ein bisschen geöffnet hat, biegen wir in einen schönen Waldweg ein, der uns ohne große Mühe hinab zur Kapelle Maria Trost führt. Von dort gehen wir entlang der 12 Stationen des Kreuzweges wieder zurück zur Talstation nach Nesselwang.

Schön war es, trocken ist es geblieben und die müden Muskeln sind wieder „bergbereit“….

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