Aller guten Dinge sind drei

Rundtour Oy – Oberelleg – Mittelberg – Oy

Es liegt nur ein wenig Puderzucker, der über Nacht noch eine wunderbare Reifschicht erhalten hat.  Damit fallen die klassischen Wintersportarten aus, dennoch muss man das traumhafte Wetter einfach nutzen. Dick angezogen machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zu einer etwas größeren Runde.

Von Oy laufen wir hoch nach Mittelberg und  über das Feld hinab nach Faistenoy zu den Ellegliften. Das Ziel ist klar, die Frage ist allerdings, ob wir es dieses Mal finden bzw. schaffen. Wir sind hier in der Nähe an einer Wegkreuzung mehrfach am Wegweiser von zwei Gasthöfen, einer davon „Alpenblick“ vorbeigelaufen und haben uns zweimal dahin direkt auf den Weg gemacht. Beide male nicht von Erfolg gekrönt. Beim ersten Mal sind wir irgendwann knietief durch den Schnee gewatet. Davon sind wir heute weit entfernt. Beim zweiten Mal war es richtig heiß und wir sind durch eine Schonung geirrt und haben den Weg nicht gefunden. Auch das dürfte uns heute nicht passieren. Es läuft sich auf dem gefrorenen Boden extrem angenehm und die Ausblicke sind trotz der vergleichsweise niedrigen Höhe bei dem Wetter einfach wunderbar.Es sind einige Grüppchen unterwegs, was uns hoffen lässt. Es muss ja hier oben irgendwo sein, sonst würde weder die Zeitangabe noch der Name des Gasthofs passen. Wir laufen aussichtsreich auf dem Bergrücken entlang, Grünten und Grüntensee immer im Blick. Dann geht es nach Oberelleg hinab und die wenigen zum Dorf gehörenden Häuser kommen ins Blickfeld. Lange Gesichter bei uns – da sieht nichts nach Gasthof aus. Na gut, wir sind bestens präpariert und beißen mal in unsere Semmel. Da wir Rundtouren mögen und es von hier sicher einen anderen Weg zurück gibt, laufen wir weiter und siehe da: die blaue Fahne vom Engelbräu schiebt sich ins Bild, bald auch das Gasthaus Alpenblick. Offen hat es auch noch, dann kehren wir doch mal ein.Heute reicht uns ein Süppchen. Nach den Feiertagen sind wir weit entfernt von Mangelernährung, aber im Geldbeutel sieht es stark danach aus. Da Kartenzahlung nicht geht, passt alles irgendwie gut zusammen und wir schlagen definitiv nicht über die Stränge. Der Blick von hier oben ist wirklich schön und es ist ein Ziel für jedes Wetter, jetzt da wir wissen, wie der Weg geht. Mit Schneeschuhen dürfte das richtig Spaß machen.

Der Rückweg ist schnell gefunden. Erst noch etwas in der Sonne auf dem Bergrücken und schon tauchen wir wieder in den Wald ein. Auf den nordseitigen Hängen liegt der Schnee noch auf den Wegen und es knirscht unter den Schuhen. Ein bisschen Weihnachtsgefühl.

Plötzlich finden wir uns am Rande einer Schonung wieder, die uns ziemlich bekannt vorkommt. Waren wir also im Sommer doch nicht so weit vom richtigen Weg entfernt. Mit etwas mehr Pfadfindergeist hätten wir den Weg finden können…

Heute läuft alles rund und auf bekannten Wegen laufen wir über Mittelberg wieder zurück. Nix anstrengendes, aber wunderschön.

11 km, ca. 280 bm, 2h 45 min netto

Das war sicher die letzte Tour für 2019. Es war ein etwas durchwachsenes Bergjahr, mit einigen Highlights aber auch langen Durststrecken. Ich bin auf das nächste Jahr gespannt. Pläne und Ideen gibt es genügend,  mal sehen, was wir davon umsetzen (können).

Danke allen, die uns folgen, dabei sind und Interesse haben.

Es ist egal, welchen Berg man besteigt, oben wird man immer weiter sehen. (Ralph Bossert)