Ein vorsichtiger Blick über die Grenze

Von Nesselwängle (1.136 m) auf die Krinnenspitze (2.000 m)

So lange haben wir das Tannheimer Tal und seine Berge in unserer aktiven Zeit noch nie links liegen gelassen – sind die Gipfel doch immer herrliche Tagestouren mit etwas Anspruch. Als wir endlich wieder durften, passte meistens das Wetter nicht. Für eine Wanderung zu dritt ist es immer gut, auf Bewährtes zurückzugreifen, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt. Nachdem die Krinnenspitze letztes Jahr unser Abschlussgipfel bei herrlichstem Novemberwetter war, fällt die Wahl schnell auf sie – nicht zu steil, nicht zu flach, schöne Aussicht und viele Hütten.

Es geht nicht übermäßig grandios los – wir laufen von der Liftstation Kehre um Kehre entspannt nach oben. Perfekt zum warmlaufen und ratschen. Da immer noch genug freie ‚Kapazitäten‘ vorhanden sind, werden wir – eher als Beobachter – ins Geocaching eingeführt.  Doch das gibt sich schnell, als bei der Krinnenalpe der Gamsbocksteig abzweigt, ein Weg, den wir noch nicht gegangen sind. Damit hat der ambitionsarme Forstweg ein Ende und wir steigen über schöne Pfade inmitten von Wiesen und Latschen angenehm bergauf. Wir gewinnen zügig an Höhe und blicken bald auf der südlichen Seite in Richtung Plansee nach unten. Ein schöner Zwischenstopp. Jetzt wird es etwas mehr Kraxelei, weder anspruchsvoll noch richtig ausgesetzt, ist es mehr eine angenehme Abwechslung, die uns bis zum Gipfel begleitet.

Oben sind wir nicht allein, was bei dem relativ guten Wetter nicht verwundert. Ein Plätzchen auf der Wiese findet sich dennoch. Trocken ist es nach dem vielen Regen der letzten Tagd nicht, aber dieses Jahr haben wir die Ansprüche eh schon reduziert. Blick hinunter auf den Haldensee

Nach einer dennoch gemütlichen Pause wählen wir Weg Nummer vier als Abstiegsweg und sind damit bestens bedient. Der Untergrund ist nicht zu matschig und der Weg selbst auch nicht zu steil. Es gibt an einigen schönen Stellen Geocaches,  die eingesammelt werden und der direkte Weg zur Gräner Edenalpe verspricht und eine Erfrischung auf die wir zielstrebig zusteuern.

Von der Hütte schaut man direkt auf den Litnisschrofen, der mich mit einer Stunde zusätzlichem Aufstieg bereits das zweite Mal lockt. Beim dritten Mal ist er mit dran – als Zweitgipfel sicher gut machbar. Blick von der Gräner Edenalpe zum Litnisschrofen

Heute geht es geocachend den Panoramaweg, vorbei an Nesselwängler Edenalpe und Krinnenalpe wieder hinab ins Tal. Auch wenn Geocaching zu Lasten der Geschwindigkeit geht, man schaut doch mit etwas anderem Blick genauer in die Landschaft. Kein neues Hobby, jedoch ein interessanter Einblick.

Wieder eine schöne Tour, die mit zwei weiteren Wegvarianten doch wieder völlig anders war, genug Luft zum quatschen lässt und neben entspannten Forstwegen auch etwas mehr Bergfeeling zu bieten hat

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