Wir sind wieder hier

Wanderung auf dem Salten

Also eigentlich wären wir jetzt mit meinen Eltern ganz gepflegt auf Namibia-Rundreise, die wir sehr sorgfältig 2019 geplant haben. Coronabedingt haben wir sie dann insgesamt drei mal verschieben dürfen – mit all dem administrativen Quatsch, der daran hängt. Jetzt endlich – kurz vor dem Abflug erwischt es mich – Südtirol-Kurztrip sei Dank…

Die Laune könnte nicht schlechter sein, also muss nach der Quarantäne eine Alternative her. Irgendwie erscheint Südtirol in Anbetracht des meist besseren Wetters als eine gute Wahl. Damit wir auch mal neue Pfade betreten, verbringen wir ein paar Tage oberhalb von Bozen, in Jenesien.

Am Anreisetag war herrliches Wetter und wir waren Auge in Auge mit den Dolomitengipfeln.

Blick von Schlern über den Rosengarten zum Latemar – ein Träumchen

Damit war es jedoch ganz geschwind vorbei. Am nächsten Tag waren die grauen Wolken nur knapp über uns, allerdings blieb es meist trocken, so dass wir die 8 km lange Dorfrunde in Jenesien gelaufen sind. Das gute Hotelessen verlangt nach Bewegung. Tag zwei und die Welt sieht nicht besser aus. Dennoch machen wir uns auf den Weg.

Auf dem Hochplateau Salten gibt es wunderschöne Wanderwege und man kann ohne große Anstrengung viele Kilometer zusammenbringen. Von unserem Parkplatz laufen wir erst 20 Minuten durch den Wald und kommen beim Gasthof Edelweiß raus. Nachdem die dort lebenden Hängebauchschweine ausgiebig bewundert wurden steigen wir etwas steiler bis zum Einstieg in den Sagenweg an. Ab da begleiten uns viele Lerchenbäume und viele Geschichten/Sagen über das Hochplateau hinweg.

Ausblicke bleiben uns wetterbedingt erspart, aber wir bleiben trocken. Das Gebiet hier oben ist für seine vielen Pferdehöfe – meist Haflingerzucht – bekannt.

Ein sehr neugieriger und zutraulicher Zeitgenosse – vielleicht froh um die Ablenkung

Recht spontan kehren wir um, da wir das Wetter nicht gut einschätzen können. Bald meldet sich allerdings Hunger und wir folgen einem abzweigenden Weg, der zu einem Gasthof führt. Wir realisieren nach knapp der Hälfte, dass es eher wieder nördlich zur Futterquelle geht, wir jedoch eher südlich orientiert sind. Die Rettung kommt in Form eines Hinweisschildes zum Gasthof Locher. Das kommt mir sehr bekannt vor, da wir das Jahr 2020 in Südtirol begonnen haben und am 1.1.2020 in jenem Gasthof eingekehrt sind.

Und ich habe recht – es ist der Gasthof und wir ergattern noch einen Tisch für vier. Es gibt gutes Preiselbeeromlette und Käsknödel. Auch Kaiserschmarrn und Schokotorte werden für gut befunden. Gut, dass es nach dem Essen gleich ordentlich bergan geht. Alle schnaufen ein bisschen, dafür belohnt uns die Sonne mit ein paar Strahlen.

Zurück auf dem Plateau wandern wir zum Gasthof Edelweiß zurück und tauchen wieder in den Wald ein. Zum Glück – es fängt ordentlich an zu regnen und unter den Bäumen sind wir etwas geschützt. Zum Glück sind wir schnell am Parkplatz und im trockenen Auto.

Eine schöne Runde, die im Herbst mit goldenen Lärchen, blauem Himmel und bester Aussicht eine Traumtour ist und dann bestimmt auch die Verlängerung auf den Langfenn lohnt.

11 Kilometer in 3 Stunden

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