Wie heiß können 40+ Grad sein?

Vom Uluru zum Kata Tjuta

Die Nacht unter freiem Himmel war trotz Insekten- und Schlangenangst wunderbar. Die Sterne haben so intensiv geglitzert und es waren immens viele – Wahnsinn. Um 4:30 Uhr war wecken, damit wir bis Sonnenaufgang fertig gewaschen, gefrühstückt und gepackt sind. Vom Hügel sehen wir nochmals den Uluru und auch unser heutiges Ziel Kata Tjuta (die Olgas), ein Bergmassiv, welches zeitgleich mit dem Uluru entstanden ist. Auch das ist rot, jedoch oxydierter Granit und augrund der Entstehung auch etwas anders gefaltet.
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Hier starten wir unseren Walk für heute. Wir entscheiden uns für den mit 7,5 km längsten Marsch, der mit 3,5 Stunden angesetzt ist. Unser Guide begleitet uns und erklärt uns vieles zur Entstehung, zu Flora und Fauna. Es ist sehr vorteilhaft, dass es unterwegs Stationen zum Wasser füllen gibt. Die Sonne brennt unbarmherzig und dabei ist es noch nicht einmal 9.00 Uhr. Bevor wir ejnen kleinen Berg ersteigen, entdeckt Janner ein Euro, eine kleine Känguru-Art, die an das Leben in den Bergen und in Höhlen angepasst ist.
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Aufstieg zum Aussichtspunkt

Um 10.00 Uhr ist die Tagesarbeit bereits getan und wir fahren zu einer Camp site zum Schwimmen, Erfrischen und Essen.

Am Nachmittag steht noch eine größere Strecke zu unserem Camp an. Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp an einem Shop, mitten im Nichts. Dort gönnen wir uns endlich mal eine eiskalte Coke. Ein Hochgenuss nach dem immer warmen Wasser der letzten Tage. Am nächsten Stopp sehen wir große Salzseen. Dazu müssen wir einen kleinen Anstieg bewältigen, was in der Hitze extrem anstrengend ist. Also bin ich beim nächsten Stopp etwas zurückhaltender. Hilft aber nix: Wir müssen von toten Bäumen Holz für das abendliche Feuer gewinnen, v.a. dicke Äste und nichts kleines. Daran merken wir, dass wir für das Leben im Outback definitiv nicht geschaffen sind. Aber in der Gruppe geht es dann doch sehr schnell.
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Den Baum haben wir vom toten Holz befreit

Nachdem auch das geschafft ist, fahren wir eine große Farm mit Camp site an. Dort können wir duschen, schwimmen, Eis essen oder wieder etwas Kaltes drinken, halt so Sachen, die bei der extremen Hitze das Leben erleichtern. Von dort aus fahren wir noch 2 km auf der Sandpiste zu unserem Schlafplatz, einer ganz abgeschiedenen Camp site nur für eine Gruppe. Ein toller Platz und es gibt für die Abgeschiedenheit allen Luxus – Toilette mit Wasserspülung, Busch-Dusche und fließendes, gut schmeckendes Wasser im Küchenzelt. Wir probieren natürlich die Busch-Dusche aus. Mitten im nichts mit fast zu heißem Wasser Haare waschen – ein Traum. Die Leitungen für das Wasser liegen so nah an der Oberfläche, dass das Wasser total aufgeheizt ist.
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Blick auf die Camp site und unseren 4×4 Bus

Wir sitzen alle beeinander und quatschen, während Janner das Abendessen bereitet. Bei den Temperaturen mit Grill und offenem Feuer zu arbeiten – Respekt. Wir schwitzen schon beim stillsitzen.
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Unser Zelt – nicht zum Schlafen, nur für unsere Sachen

Christoph hat Feuer gemacht und in der Glut backt schon unser Nachtisch. Auf dem Grill brutzelt der Hauptgang – Gemüse und Hühnchen. Der Reis dazu wurde auch auf dem offenen Feuer gekocht. Heute sind die Frauen mit dem Abwasch dran. Wir wissen auch, warum. Gestern gab es nur einen Gang, heute zwei.

Auch hier haben wir wieder einen phantastischen Sonnenuntergang, der die vor uns liegenden Berge des Kings Canyon in allen möglichen Orangetönen leuchten lässt.

Da morgen bereits um 3.40 Uhr Wecken ist, bereiten wir uns nach dem Sonnenuntergang auf die Nacht vor. Wir sind jetzt alle geübt und es geht sehr schnell – Swag ausrollen und beziehen, die Sachen für den nächsten morgen herrichten und Wasserflaschen füllen, viele Wasserflaschen füllen.

Christoph und ich liegen nicht weit vom Feuer enfernt, was bezogen auf die Temperatur keinen Unterschied macht, und schauen Sterne …

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