Keine Experimente

Game Drive ohne Game

Heute ist ausschlafen angesagt. Was bedeutet ausschlafen hier eigentlich?  Man wird mit oder kurz nach dem Sonnenaufgang gegen 6.00 Uhr ohne Wecker wach. Ist schon komisch. Entweder ändert sich die Geräuschkulisse oder man ist aufgrund der langen Schlafenszeit nach 8 oder 9 Stunden einfach auch fertig mit schlafen.


Es gibt jeden Tag ein großes englisches Frühstück, mit dem man fast bis zum Abendessen durchhält – Eier in allen Varianten, Schinken, Pilze, Tomaten oder das ganze auch in süß als Pancakes. Das genießen wir heute ganz entspannt und gegen danach mit unserem Auto auf einen Game Drive im nahen Nationalpark. Christoph holt am Eingang noch das Permit und wir bekommen kurz den Weg gewiesen. Zwar haben wir eine Karte bekommen, jedoch anders als in den großen Parks, wie Krüger oder Etosha gibt es keine Hinweise auf welchem Weg man sich befindet. Damit es uns oder besser mir auch nicht gleich zu gut geht, kommt erst einmal eine richtige Sandpiste. Wir haben zwar wieder einen 4×4 aber zu allem Elend ist er deutlich niedriger als unser Fortuner.  Die ausgefahrenen,  weichen Fahrspuren machen mir etwas Angst. Da wir nicht wenden können, müssen wir da durch. Bald wird es besser und ich tue sogleich noch kund, dass ich mut diesem niedrigen Auto auf diesem Trip keine Experimente möchte. Leichter gesagt als getan.

Die Regenzeit ist noch nicht so lange vorbei, so dass wir uns auf gleicher Höhe mit dem Gras der Savanne befinden, auf gut deutsch also nix sehen. Die Hoffnung ist, sn einem See, ausgewiesen als Hippo-Pool wenigstens Hippos zu sehen. Auch das gibt eine Fehlanzeige. Niemand da. Es ist wohl einfach zuviel Wasser verfügbar.

Wir wurschteln uns Do durch den Park und kommen irgendwann an ein Camp, dass uns Orientierung gibt. Wir wollen wieder auf den Hauptweg. Entweder haben wir uns mächtig verfahren oder er ist hier wirklich die totale Sandpiste. Das ist selbst Christoph zu viel und bei einer halbwegs passablen Möglichkeit wenden wir und fahren zurück. Hatte ich schon erwähnt, dass wir keine Tiere gesichtet haben? Das Positive daran ist, dass wir damit auch keinen unerwarteten Kontakt mit Elefanten hatten. Das hätte unter Umständen hinter jeder Kurve sein können. Und auf der ausgefahrenen Sandpiste dann noch den Elefanten Vorfahrt zu gewähren oder Platz zu machen, hätte durchaus spannend werden können.

Ganz am Ende sehen wir doch noch ein paar Impalas und die im südlichen Afrika sehr seltene Pferdantilope.

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Pferdantilopen

Zurück in der Lodge steht das Botswana Permit erst einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit. Es ist noch nicht da, was mich nicht wundert. Nach etwas telefonieren und mit Unterstützung von Anke kommt es dann doch doppelt an. Zum Glück, denn ohne bräuchten wir morgen nicht an die Grenze nach Botswana fahren.

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Blick auf den Kwando River

Wir haben noch einen entspannten Nachmittag in der Lodge und genießen immer wieder den Blick auf die Flußlandschaft. Für Unterhaltung sorgen die unzähligen Vögel hier und die Squirrel (Eichhörnchen), die so neugierig und verfressen sind, dass sie sogar in unser komplett verschlossenes Chalet kommen und versuchen von den Crackern zu naschen. Aber ohne uns!

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In der Lodge

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