Motivation von außen

Tour for friends – Vom Passo tre croci zum Sorapiss See

Eine Tour zum Auslaufen steht an – einige Kilometer, jedoch nahezu keine Höhendifferenz. Das Wetter war die gesamte Woche so gut, dass wir immer relativ hoch hinaus wollten. Heute verhängen Wolken den Himmel, wir haben aber Freunden versprochen, diese Tour, die sie als Geheimtipp von ihrer Wirtin erhalten haben, für sie zu gehen. Also auf geht es. Wir fahren den gleichen Weg wie vorgestern ins Höhlensteintal hinein. Von den Drei Zinnen sehen wir nichts, der Nebel und die Wolken hängen zu tief. Über den Misurinasee, der schon zur Region Belluno gehört und an dem schon fast alles geschlossen ist, fahren wir in Richtung des Passo tue crochi und stellen nahe einem ehemaligen Hotel unser Auto ab. Rucksack auf und los gehts. Wir sehen nicht viel und der Weg ist dadurch total unspannend. Keiner sagt dem anderen, dass die Motivation auf dem Nullpunkt ist. Tapfer wird gelaufen. Ich denke mir – in drei Stunden ist es vorbei. 6 km hin und 6 km zurück dürfte in der Zeit zu schaffen sein. Der Weg könnte überall sein.

Irgendjemand scheint es dennoch gut mit uns zu meinen, da sich nach 5 km auf einen Schlag alles ändert. Es blitzt blauer Himmel hervor und es tut sich ein wunderbares Panorama auf. Man sieht das Rifugio Sorapiss See.Sorapiss Massiv.jpg

Dann ist der See sicher nicht mehr weit. Ich erhöhe das Tempo etwas, wer weiß, wie lange es die Sonne gegen die Wolken schafft. Und plötzlich liegt dieser türkisfarbene See vor uns, die Sonne lacht und wir auch. Die Motivation von außen war stark genug für uns, wir haben durchgehalten und werden mit diesem schönen Fleckchen belohnt. Hier packen wir unsere Brotzeit aus und genießen die Wärme.Sorapiss See.jpg

Wir umrunden den See und gewinnen dabei noch einige Höhenmeter, da wir am Ende durch Latschen hoch steigen müssen. Beim Rifugio kommen wir wieder auf unseren Weg und realisieren, dass wir einen richtig guten Zeitpunkt erwischt haben. Plötzlich tummeln sich ganze Gruppen am See. Dann war es doch eine gute Idee, relativ früh losgegangen zu sein.

Wir treten den Rückweg an und stellen fest, dass es entlang des gesamten Weges doch einiges zu sehen gab. Viele Talblicke schaffen jetzt Abwechslung für uns. Es ist doch ein wunderbar zu gehender Weg, der sich oft am Felsen entlang schlängelt und sehr schön angelegt ist. Ein paar Tiefblicke sollte man aushalten, dafür kann man sich jedoch am Seil oder Geländer festhalten.

200 hm/ 12 km / 3,5 h

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