Ein bisschen wie Weihnachten

Hausrunde um die Reuterwanne

Was für ein Jahr bisher… Arbeit, Studium und Freizeit haben keine klaren Grenzen mehr. Das Leben findet zum größten Teil am Esstisch statt, der nicht nur Geschirr trägt, sondern häufig auch den Arbeitslaptop, Stapel an Papier für diverse Prüfungen und Essays. Tage werden ganz schnell zu Wochen und Monaten und nun befinden wir uns, in einer ähnlichen Situation, wie zum Beginn des ‚Wanderjahres‘ 2020. Und wir beenden (vielleicht auch nicht) die Wandersaison mit einer Runde um die Reuterwanne.

Es hat vorgestern geschneit und heute ist der Himmel nach einer eiskalten Nacht wie blank geputzt. Das können und wollen wir nicht ignorieren. Da die Tage inzwischen doch etwas kürzer sind und wir es auch gemütlich angehen lassen wollen, wählen wir eine bekannte und gemütlich Tour. Nicht weit vom Grüntensee parken wir und starten dort, wo uns im Frühjahr viele neugierige kleine Kälbchen auf den ersten Metern begleitet haben. Jetzt glitzert Schnee auf den Wiesen wie Diamantenstaub. Die Luft ist kalt und klar und es lässt sich so wunderbar laufen.

Nach einer knappen Stunde sind wir an der Buronhütte. So oft sind wir diese Jahr schon dort gewesen, aber nie war sie offen. Wir hoffen mal auf nächstes Jahr, einen Sonnenuntergang hier oben mit einem schönen Vesper wäre schon mal schön.

Hier zweigt ein schöner Weg über die Alpe Blösse ab. Kurz danach verschwinden wir im Wald und laufen auf einem herrlich schneebedeckten Weg angenehm nach oben. Kurz danach zweigen wir links ab und steigen etwas steiler durch den Wald aufwärts. Der Blick nach oben ist traumhaft. Die Bäume sind voller Schneepuschel und der strahlend blaue Himmel trägt das seine zur herrlich kitschigen Szenerie bei. Oben angekommen genießen wir die warme Sonne und den herrlichen Ausblick.

Wir entscheiden uns den Gipfel der Reuterwanne links liegen zu lassen und laufen direkt zur Oberen Reuterwanne Alpe um eine kleine Mittagspause zu machen. Der Lieblingsmann ist total happy, eine gefüllte Getränkekiste vorzufinden. Mit Bier, Radler und frisch belegten Broten – der Schnee lässt grüßen – stehen wir vor der Hütte. Es ist ein so wunderbarer Tag und wir saugen das alles in uns auf. Nach unserer Pause verlassen wir die Sonnenseite der Tour und steigen in östlicher Richtung wieder hinab. Nach wenigen hundert Metern öffnet sich der Blick hinüber ins Tannheimer Tal, was uns hoffentlich bald wieder für Wanderungen und Langlaufrunden offen steht.


Wir schätzen uns heute so glücklich, die zauberhafte Stimmung, die schöne Tour, das herrliche Wetter – ich könnte ewig so weiterlaufen. Dennoch kommt der Parkplatz immer näher und die Runde ist zu Ende. Es war ein grandioser Tag und wir hoffen noch ganz viele davon in diesem Winter erleben zu können. Es war ein bisschen wie Weihnachten, die Vorfreude wächst und es war eine perfekte Abwechslung zum Alltagseinerlei.

10 km, 2,5 Stunden

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