Endlich ist die Havel zu sehen

Von Fürstenberg nach Liebenwalde (57 km)

Das Wetter war gestern nicht gnädig. Es schauerte und gewitterte anhaltend, so dass die Location meiner Wahl mein Zimmer war. Heute morgen jedoch sah die Welt ganz anders aus. Blank geputzter Himmel und Sonnenschein. Noch vor dem Frühstück saß ich am Wasser. Ja, ich war am und nicht im Wasser. Das war mir dann doch noch zu frisch. 😉

Nach einem Frühstück mit allem, was dazu gehört, sogar den “ Stullen zum mitnehmen“, bin ich ziemlich spät und erstmals kurzärmlig gestartet. Himmelpfort war nach wenigen Kilometern meine erste Station. Ein schöner kleiner Ort, in dem ich es auch ein Wochenende zum Bootfahren, Baden und Radfahren aushalten könnte.

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Fachwerkkirche Bredereiche

Kurz danach kommt Bredereiche, wo es einiges zu sehen gibt. Mitten im Ort steht eine schöne kleine Fachwerkkirche. An der Schleuse beobachte ich die Boote beim Selbstschleusen.

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Schleuse in Bredereiche

Es gibt Bungalowboote, die passen in der Breite gerade so in die Schleusenkammer rein. Am Ortsrand wartet noch eine riesige Stieleiche und das schon seit vielen hundert Jahren.

So langsam ändert sich die Landschaft. Es gibt mehr Felder und Pferdekoppeln und weniger Seen und Wälder. Dafür ist endlich die Havel als Fluss zu sehen. Bislang hat sie sich meist in Seen und Kanälen versteckt.

Zwischen Mildenberg und Zehndick sieht das Bild von oben sicherlich wie eine mehrreihige Perlenkette aus. Links und rechts der Havel befinden sich unzählige kleine Seen (sog. Stiche), die durch den Tonabbau entstanden sind. Hier war früher Europas größtes Tonabbaugebiet und die größte Ziegelproduktion. Daher wahrscheinlich auch die vielen Klinkerhäuser.

Bald komme ich nach Zehndick, in dem ich meine Mittagspause verbringe. Es gibt hier noch Reste eines Zisterzienserklosters und eine Zugbrücke, die leider während meines Aufenthalts geschlossen blieb.

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Vosskanal mit Ziegeleischornstein

Unweit von hier befindet sich Ribbeck, bekannt aus dem Gedicht von Theodor Fontane. Nach meinen Ausführungen zum Tonabbau, verschone ich alle mit weiteten Details. Es ist dennoch ein schönes Gedicht. 🙂

Ab hier geht es zwischen Vosskanal und Havel auf einem gut ausgebauten Radwegen zu meinem Etappenziel Liebenwalde. Es ist schon ein sehr ruhiger Ort, also wirklich sehr ruhig. Für eine Nacht geht es. Mein Zimmer ist super und der Tipp für das Abendessen hat auch wunderbar gepasst. Es gab Zander.

Jetzt freue ich mich auf meine nächste und vorerst letzte Etappe über Oranienburg nach Berlin.

Ein Gedanke zu „Endlich ist die Havel zu sehen“

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