Dolomiten voraus

Von Weitental über die Lüsener Alm zur Kreuzwiesenhütte (1.955 m)

Nach einer herrlichen Nacht in einem Bett mit frischer Bettwäsche und einem großen geöffneten Fenster sind Lucia und ich pünktlich 7.30 Uhr beim Frühstück. Wir haben Hunger 😉

Es gibt ein Frühstück mit allem: viel Obst, verschiedenes Brot, hausgemachte Marmelade, Schinken und Käse. Wir essen von allem und stärken uns für den Tag.

Der Start vollzieht sich gemächlich. Wir laufen die gestern Abend unter aller Willensanstrengung geleisteten Höhenmeter wieder hinab ins Dorf und laufen eine knappe Stunde durch den Wald nach Vintl. Dir kaufen wir erst einmal Vorräte ein, da wir aus der gestrigen Etappe gelernt haben. Da war fast alles alle. Ich starte der Apotheke noch einen Besuch ab, da mein Knie etwas spinnt. So gegen 10.30 Uhr starten wir, aber es sind ja nur 6 Stunden für durchschnittliche Wanderer.
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Nachdem wir Vintl verlassen haben nimmt uns gleich der Rohner Wald auf und wir steigen bei über 30 Grad sonnengeschützt einen wunderbaren Steig innerhalb der nächsten 2 Stunden den größten Teil der heute anstehenden 1.000 hm auf. Unsere mitgebrachte Jause genießen wir auf einer Lichtung mit Blick zurück auf die gestrige Etappe.
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Am Rand der Lüsener Alm kommen wir an der Rohner Hütte vorbei und lassen uns auf einen Cappucchino nieder. Wir treffen die drei „Franken“, bei denen sich herausstellt, dass es Kurpfälzer sind. Die Lacher sind auf meiner Seite.

Da noch einige Kilometer quer über die Lüsener Alm vor uns liegen, verlassen wir den idyllischen Fleck und entgehen auch so der Gefahr, noch einen dieser wunderbaren Strudel zu bestellen. Die sind nur für die Autofahrer. 😉

Entspannt laufen wir über die Alm immer mit Blick auf den Peitlerkofel, vorbei an urigen, alten Hütten, die noch bewohnt sind. Bei der Ankunft auf der Kreuzwiesenhütte gönnen wir uns ein kühles Radler, was wir uns verdient haben. Stefan aus der Gruppe der Kurpfälzer bestellt sich auf unser Anraten einen Graukäs, der im nicht so ganz schmeckt. Da fällt mehr für uns ab.

Den Abend verbringen alle, die seit der Glungezer Hütte mehr oder weniger gemeinsam laufen, zusammen. Wir essen gut und viel, fachsimpeln über die Tour und lachen viel. Einige Wege werden sich hier trennen. Wir beobachten und fotografieren den Sonnenuntergang und sind in Anbetracht von Lage und Stimmung hier auf der Alm ganz gefesselt.
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Ein nachdenklicher Zug kommt hinzu, da wir die Gewissheit erhalten, dass das 16 jährige Mädchen, welches seit Montag von Suchmannschaften in den Pfitscher und Pfunderer Bergen verzweifelt gesucht wurde, abgestürzt ist. Sie hat Ziegen über das Joch getrieben.

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