Auf und ab

Ein Tag in Dublin

Frühstück wird in unserem B&B nur bis 9.30 Uhr serviert, da müssen wir früher raus, als die letzten Tage. Nach Rührei und Full Irish Breakfast für den Mann des Hauses stürzen wir uns bei 12 Grad, Wind und grauem Himmel in den Tag. Mit dem Bus, der fast direkt vor der Haustür abfährt, fahren wir ins Zentrum und da wir zum Teil immer noch fußlahm sind, machen wir eine Hop On Hop Off  Stadtrundfahrt. Dublin ist für mich keine Stadt, die mich vom Stuhl reißt. Vielleicht liegt es am Wetter, am Stimmungstief oder woran auch immer. Es gibt einige ganz nette Viertel und auch das riesige Gelände der Guiness-Brauerei ist beeindruckend. Die viktorianischen und edwardinischen Straßenzüge in den südlichen Stadtteilen sind wirklich schön. Aber so richtig brenne ich nicht…

Nach zwei Stunden sind wir fast am Ausgangspunkt und hüpfen bei der Halfpennybridge aus dem Bus. Nach einer kurzen Mittagspause erkunden wir noch das Viertel Temple Bar, schauen am Rathaus und der Trinity-Kirche vorbei. 

Auf dem Rückweg lösen wir unsere Guinessgutscheine ein – das wärmt von innen, wenn man es geschafft hat, von dem kalten Gebräu zu trinken. Vielleicht wäre auch ein Irish Coffee gut gewesen 😉 Es wird etwas wärmer draußen und die Stimmung krabbelt auch so langsam aus dem Keller. Zurück an unserem Startpunkt von heute morgen, finden wir den richtigen Bus und fahren mitten im Berufsverkehr nach Drumcondra zurück.

Übrigens ist es jetzt warm in den Zimmern – welch eine Verbesserung. Trotz der warmen Zimmer starten wir noch zu einer kurzen Entdeckungstour hier durchs Viertel. Vorbei an ganz niedlichen Häusern kommen wir zu einem schönen Park mit einem Flüsschen und direkt an  unserem Pub vorbei, welches wir uns für heute Abend ausgesucht haben. Da es bereits ziemlich voll ist – eher ungewöhnlich für hier – reservieren wir noch einen Tisch für unseren Abschlussabend…

Fer ist wirklich gelungen: Ein viktorianischen Haus, alteingesessene Wirtsfamilie und nahezu keine Touristen. Es ist Freitag und es ist brechend voll. Dennoch absolut aufmerksamer Service. Die Portionen sind eher für Arbeiter als für Hop On Hop Off Touristen wie uns. Es schmeckt hervorragend – egal ob Fish Pie, Stir fry Chicken oder Pasta. Verwunderlich ist nur, dass es zu jedem kompletten Hauptgericht noch eine Schale Fries gibt, die für sich genommen schon satt macht. So gesehen, wundert mich manches hier nicht…

Übrigens: Die Sonne scheint von einem makellos blauen Himmel und das bis weit nach 22.00 Uhr. 

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