Von gestern auf heute nichts gelernt

Ausstieg aus dem Pfunderer Höhenweg – von der Tiefrastenhütte nach Terenten

Die Tiefrastenhütte ist eine wirklich schöne Berghütte, nicht zu alt, nicht zu neu, mit wunderbarem Essen und an einem kleinen See gelegen. Die Hüttenwirte sind sehr nett und auch jetzt in der Hochsaison immer mit einer Portion Gelassenheit und Freundlichkeit ausgestattet.

Der absolute Luxus hier oben ist: Duschen ohne Zeitbegrenzung. Am letzten Tag nicht zwingend notwendig, aber gern genommen. In der mollig warmen Stube verbringen wir unseren letzten Hüttenabend. 

Heute steht nur noch der Abstieg nach Terenten an. Es ist nicht ganz das Ende des Pfunderer Höhenweges. Da wir jedoch keine Übernachtung in Bruneck haben, müssten wir nach der mit 20 km längsten Etappe, die zusätzlich kniefreundliche 2.300 m im Abstieg zu bieten hat, über viele Zwischestationen nach Sterzing und dann nach Hause. Das ist uns zu viel für einen Tag.

Berge spiegeln sich im Tiefrastensee

Die Wolken hängen tief heute, aber es ist trocken, so dass wir nach unserem gemütlichen Frühstück den Abstieg antreten. An der Hütte gibt es ziemlich Aufregung. Es ist gerade eine Kuh abgestürzt. Der Hüttenwirt rennt zur Hilfe. Wir sehen sie nicht, aber die Stimmung ist doch gleich etwas getrübt.

Über einen wunderschönen Weg steigen wir durch Lärchenwald abwärts. Die Sonne bahnt sich den Weg durch die Wolken – herrliche Morgenstimmung macht sich breit. Es kommen uns viele Wanderer entgegen, die zum Frühstück auf die Tiefrastenhütte wollen. Es ist aber auch wirklich sehr gut.

Morgenstimmung beim Abstieg

2 Stunden nach dem Start sind wir bereits in Terenten. In der Touristinformation holen wir uns die Verbindung nach Sterzing. Das ist wirklich top in Südtirol – man kommt öffentlich an fast jeden Punkt. Mit dem Bus fahren wir nach Vintl und von da mit dem Zug nach Franzensfeste. Hier haben wir etwas Aufenthalt, den wir im Schatten vorm Bahnhof verbringen. Mit etwas Verspätung kommt unser Bus. Unser Bus? Vorn steht Brixen dran. Na gut, Fragen kostet ja nix. Der freundliche Fahrer weist uns auf den Zettel direkt neben dem Fahrplan hin. Da steht in großen Lettern, dass die Busse nach Sterzing aufgrund Bauarbeiten an der Staatsstraße abfahren. Also nix wie hin. Da steht er noch. Wir rennen mit unseren Rucksäcken…aber er fährt ab. Na gut, mit dem Lesen, das üben wir noch.

Wir verlassen den Pfunderer Höhenweg

Den möglichen Zug nach Sterzing um 11.45 Uhr verpassen wir durch unsere Aktion natürlich auch…

Im Gasthof ‚Post‘ überbrücken wir die Zeit bis zum nächsten Bus. Wer an der richtigen Haltestelle steht, wird auch mitgenommen 😉.

Bald sind wir wieder am Ausgangspunkt. Der Kreis schließt sich. Es waren wunderbare fünf Tage. Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter. Es war eine der anstrengendsten Touren, da zu den vielen Höhenmetern immer noch ordentlich Strecke dazu kam. Wir haben es unendlich genossen. Mal schauen, was sich nächstes Jahr auf der langen Liste nach vorn schmuggelt.

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