Endlich ganz und gemeinsam

Eight Allgäu Summits – die Nagelfluhkette

Auf den Tag habe ich wirklich lange gewartet. Das Wetter ist perfekt und das muss es für die Tour auch sein: Wir gehen heute die Nagelfluhkette vom Hochgrat bus zum Mittag. Es ist eine der wenigen one-way Touren, die wir gehen, aber hier geht es gar nicht anders.

Weiterlesen „Endlich ganz und gemeinsam“

Heute war alles gefragt

Hausbergrunde von Immenstadt (729 m) auf den Mittag (1.452 m)

Dafür, dass es neben dem Grünten und dem Immenstädter Horn unser Hausberg ist, sind wir doch recht selten dort. Für heute ist es eine gute Gelegenheit. Es soll trocken bleiben und wenn wir nicht so hoch sind, stecken wir schon nicht in den Wolken. Wir brauchen ein bisschen Training generell, ich für den anstehenden Karwendelmarsch insbesondere und sind daher heute nicht ganz so wählerisch.

Weiterlesen „Heute war alles gefragt“

Ein bisschen verrückt

Von Oberstdorf  über das Dietersbachtal zum Älpelesattel (1.780 m) und über das Oybachtal zurück

Heute habe ich – von langer Hand geplant – frei und das Wetter ist auch mit mir. Ein bisschen zu warm, aber ich will nicht klagen nach diesem Sommer. Heute gönne ich mir eine Bergtour einfach mal mit mir allein. Aber welche soll es denn bitte sein. Ich suche mir nach langer Stöberei in diversen Wanderführern eine Runde in den Oberstdorfer Bergen (Allgäuer Hochalpen) aus. Vor dem Einschlafen gestern habe ich die Tour wieder verworfen, da sie mit etwas mehr als 7 Stunden doch recht lang ist.

Weiterlesen „Ein bisschen verrückt“

Irrungen und Wirrungen

Von Gunzesried zum Heidenkopf (1.685 m) und zum Gratkopf (1.670 m)

Heute bestimmt mal nicht das Gipfelziel unsere Tour, sondern der Startpunkt. Ich liebe das Gunzesrieder Tal und das muss es heute sein. Der erste Abstecher an diesem wunderbaren Sommer-Sonntag führt zu den Brotrebellen in Blaichach. Ohne einen Cappuccino zum Start in den Tag und ohne Basis für eine Gipfelbrotzeit läuft nicht viel.

Weiterlesen „Irrungen und Wirrungen“

Doppelgipfelglück

Von Nesselwang (911 m) zu Edelsberg (1.624 m) und Alpspitz (1.575 m)

Der Winter war wunderbar, aber wirklich sehr lang. Letzte Woche hat es uns Montags noch einmal in flächendeckendes Weiß gehüllt. Wieder war uns der Frühling entglitten. Diese Woche lässt es sich gut an, die Sonne schleckt den Schnee langsam weg und uns zieht es hinaus. Heute – Freitag Nachmittag – lasse ich einfach die Masterarbeit und statistischen Auswertungen liegen und gönne mir einen ersten Frühjahrsgipfel.

Weiterlesen „Doppelgipfelglück“

Der Tag hat Anderes mit uns vor oder ‚Wie das Brot zur Hütte kommt‘

Von Faistenoy (927 m) zum Waltenberger Haus (2.081 m)

Der Lieblingsmann will hoch aber nicht weit fahren. Das ist eine einigermaßen anspruchsvolle Aufgabe, trotz unserer Nähe zu den Bergen, etwas Entsprechendes zu finden. Nichts Bekanntes, über 2.000 m (alles andere ist nicht hoch) sollte es sein und hitzebedingt eine kurze Anfahrt haben. Ich wälze unsere Wanderführer hin und her und konsultiere noch einschlägige Apps – es kommt wenig dabei heraus, da sich aufgrund des Urlaubsreiseverkehrs einige Talorte verbieten. Ich entdecke in der Nähe von Oberstdorf eine schöne Rundwanderung in den Allgäuer Hochalpen mit dem Wildegundenkopf als Gipfelziel.

Weiterlesen „Der Tag hat Anderes mit uns vor oder ‚Wie das Brot zur Hütte kommt‘“

Wandern vor der Haustür – Frühlingserwachen

Eine Runde um den Rottachsee

Die Runde um den Rottachsee ist bei uns immer eine Art Gesundheitstest. So war es vor zwei Jahren und so ist es heute – nur die Protagonisten sind andere. Dieses mal der Lieblingsmann. Es gibt zum Glück die eine oder andere Zufahrtsstraße, so dass ich mit dem Auto Unterstützung leisten könnte. Es braucht dann einfach nur eine Bank und eventuell etwas Geduld.

Weiterlesen „Wandern vor der Haustür – Frühlingserwachen“

Freundetour II – Bei Sonne kann jeder

Von Mittelberg auf die Mindelheimer Hütte (Elferkopfrunde)

Gastautor: Lieblingsmann

Eine Auszeit birgt die Möglichkeit, Dinge zu tun, die man schon immer mal tun wollte und dazu gehören auch Auszeiten unter Männern. Nach der Freundetour I („Wenn Engel wandern“) mache ich eine weitere Tour mit einem Freund, dieses Mal ist es die Mindelheimer Hütte (2.058), Sie steht schon länger auf der Liste der Ziele in den Allgäuer Hochalpen und ist geeignet für eine 2-Tages Tour für Jungs, die nicht nur die sportliche Herausforderung suchen.

Für den Aufstieg bieten sich verschiedene Wege entweder von der deutschen (z.B. Talstation der Fellhornbahn bei Oberstdorf) oder aber von der österreichischen Seite aus im Kleinwalsertal an. Erst am Morgen entscheiden wir uns aufgrund der Wettervorhersage für den Aufstieg von Mittelberg im Kleinwalsertal über das Gemsteltal – die Runde um den Elferkopf (2.387) ist eine der kürzeren Varianten und die 1200 Höhenmeter Aufstieg sind auf überwiegend gutem Weg, was bei Regen Priorität hat.

Wir starten kurz nach 10 Uhr am Parkplatz in Innerbödmen (1.163) und gehen zunächst immer entlang dem Gemstelbach einen Forstweg seicht bergan. Wir passieren die Bernhardsgemstelalpe und erreichen nach 45 Minuten die bewirtschaftete Hintere Gemstelalpe. Dort beginnt der Aufstieg zur Oberen Gemstelalpe (1.694 – n.b.) und da nun Regen einsetzt, stülpen wir uns noch Regenhose und Regenjacke über; da wir von Anfang an auf Regen eingestellt waren, beeinträchtigen uns die Wetterbedingungen zunächst nicht und wir steigen zügig durch den Regen auf, passieren die Obere Gemstelalpe und erreichen nach einer knappen Stunde bereits die Sterzerhütte (1.858). Und so plötzlich wie der Regen kam, hörte er auch auf und für einen kurzen Moment konnten wir sogar blauen Himmel und den Gipfel vom großen (2.533) oder kleinen Widderstein (2.236) – man weiß es nicht genau – sehen.

Hochmotiviert geht es weiter, doch sogleich setzt der Regen wieder ein und jetzt kommt kräftiger Wind und Kälte dazu und so quälen wir uns über den Grenzpunkt Koblat (2.040) weiter über einzelne Schneefelder immer weiter bergan bis wir schließlich den Sattel zwischen Geißhorn und Wildengrundkopf erreichen. Der Wegweiser stellt eine Stunde bis zur Mindelheimer Hütte in Aussicht. Jetzt geht’s bergab, doch Regen und Geröll im steilen Hang erfordern Trittsicherheit und Konzentration. Bereits nach einem starken halben Stunde erblicken wir das grüne Dach der Mindelheimer Hütte und um 14 Uhr haben wir unser Tagesziel erreicht.

Es gibt einen Trockenraum, Strom und zwei Plätze im Lager. Die Hütte ist nahezu ausgebucht und jeder Tisch ist mit Familien, sowie großen und kleinen Wandergruppen quer durch alle Altersklassen besetzt.
Eine warme 60 Sekunden Dusche und ein Apfelstrudel später war der Himmel dann plötzlich blau und vom Regen keine Spur mehr.

Wie genießen das einfache Hüttenleben mit gutem Essen und Schachspiel und fallen pünktlich zur Hüttenruhe um 22 Uhr in die Kojen. Die Nacht im Lager mit 10 weiteren Wanderkameraden war erneut überraschend ruhig – die einzigen Schnarchgeräusche kamen von direkt neben mir 😉

Um 7 Uhr waren wir beim Frühstück und routiniert sind wir bereits vor 8 Uhr startklar für den Abstieg. Bei trockener aber sehr kühler Witterung starten wir Richtung Kemptner Scharte und nehmen vor dem Abstieg ins Wildental noch kurzerhand den Kemptner Kopf (2.191) mit, damit wir wenigstens einen Gipfel erklommen haben.

Plötzlich nehme ich ein Geräusch wie ein Klacken wahr, das ich zunächst nicht zuordnen kann. Als das Geräusch näher kommt, erkennen wir zwei Steinböcke, die im diesigen Morgenlicht kraftvoll miteinander kämpfen und klackend die Hörner aneinander schlagen. Ein Schauspiel der besonderen Art in der noch recht frühen Morgenstunde, das von einer ganzen Steinbock Herde beobachtet wird.

Am Gipfelkreuz angekommen zieht es sehr schnell zu, dennoch ist die Rundumsicht nach Hoher Ifen und Gottesacker im Nordwesten und auf die Allgäuer Hochalpen im Osten grandios.

Ob der unsicheren Wetterlage machen wir uns rasch an den Abstieg. Hinein ins Wildental ist dieser zunächst sehr steil und geröllig und wir sind froh, die teilweise seilversicherte erste Passage heute im trockenen bewältigen zu können.

Nach etwa 45 Minuten passieren wir die Hintere Wildenalpe und von hier an ist der Weg dann nur noch steil, doch sehr gut begehbar.

Eine Stunde später später erreichen wir schließlich die Untere Wiesalpe (1.290), wo wir dann für eine abschließende Brotzeit einkehren, ehe wir die letzte Etappe hinab ins Tal nach Mittelberg nehmen. Die letzten 2 Kilometer geht es dann immer der Breitach entlang leicht aufwärts und wir erreichen nach etwa 4,5 Stunden unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz in Innerbödmen.

Alles in allem trotz des schlechten Wetters am Aufstiegstag eine sehr schöne Rundtour um den Elferkopf, bei schönem Wetter birgt diese Tour sicherlich grandiose Ausblicke und hat das Potential für eine Wiederholung.

Aufstieg: 1350 Meter
Gehzeit: 9,5 Stunden mit Kemptner Kopf

Freundetour I – Wenn Engel wandern

Von Bad Hindelang zum Prinz-Luitpold Haus

Gastautor: Lieblingsmann

Eine in eher bierseliger Laune geborene Idee haben wir heute wahr gemacht: eine Männerwanderung mit Übernachtung auf einer Hütte in den Allgäuer Bergen. Das Ziel war schnell ausgemacht, es sollte das Prinz-Luitpold Haus (1846) am Fuße des Hochvogels sein.

Weiterlesen „Freundetour I – Wenn Engel wandern“

Almenhopping über Pfronten

Eine Sonntagsrunde für müde Beine

Der Tegelberg von gestern steckt uns doch noch etwas in den Beinen. Da hilft Bewegung am besten, es muss ja nicht immer hoch hinaus gehen. Gewitter sind auch noch angesagt – passt perfekt für eine talnahe Runde.

Weiterlesen „Almenhopping über Pfronten“