Der letzte Inseltag

Von Kangaroo Island nach Tintinara

Augen auf und es ist stahlblauer Himmel. Heute ist packen angesagt. Da wir erst um 17.30 Uhr einen Platz auf der Fähre haben, bleibt uns noch ein ganzer Tag auf der Insel. Rückblickend der schönste Tag auf KI.

Als erstes steuern wir Emu Bay an, der schönste Badestrand der Insel. Bis wir dort sind ist vom blauen Himmel nichts mehr übrig und Christophs Wunsch, endlich im Meer baden zu gehen, bleibt weiterhin unerfüllt. Es ist wirklich ein herrlicher Strand, viele Boote im Wasser, einfach perfekt – bei anderem Wetter. Als es anfängt zu regnen, fahren wir nach Kingscote, unsere Einkäufe machen. Als wir den Supermarkt wieder verlassen, sieht die Welt schon besser aus.

Wir starten den nächsten Versuch zur D‘ Estress Bay zu kommen. Dort soll man sehr gut Muscheln sammeln können. Leider sind viele Gravel Roads aufgrund Überflutung gesperrt, so das wir in den letzten Tagen schon einige Fehlversuche hatten.
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Auch heute fahren wir von einer gesperrten Straße zur nächsten. Meist merken wir erst auf dem Rückweg, dass sie gesperrt waren. Es wäre wahrscheinlich eine der vielen Zufahrten zur Bucht trotz Sperrung befahrbar gewesen. Dennoch wollen wir aufgrund der horrenden Strafen und des nicht vorhandenen 4×4 nur begrenztes Risiko eingehen.

Bei unserer Umherkurverei entdecken wir einige schöne Lagunen, Salzseen und Buchten.

Mittags gibt es frische Austern und gegrillten Marron (ein Krebsart, die wie ein Hummer in klein aussieht), für ganz wenig Geld im Oyster Farm Shop. Der gehört zu einer Austernfarm, die dort, sehr einfach gestaltet, ihre Ware für Privatkunden anbieten und einen kleinen Imbiss betreiben. Mittlerweile lacht die Sonne wieder und wir können draußen sitzen.

Von da aus erkunden wir die Dudley Peninsula und kommen an den bisher windigsten Punkt der ganzen Reise – Cape Willoughby. Ein netter Leuchtturm, aber vor allem perfekte Ausblicke auf das unter uns brodelnde Meer.

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Leuchturm am Cape Willoughby
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Da war Standfestigkeit gefragt

Auf dem Rückweg haben wir noch ein paar Abstecher zu schönen Aussichtspunkten gemacht und endlich mal die Sonne genossen.
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Als wir gegen 18.30 Uhr von der Fähre fahren, stehen uns noch 260 km Fahrt bevor. Da wir schon sehr viele tote Kängurus gesehen haben, veursacht die Fahrt in die Dunkelheit hinein etwas Magengrummeln. Zumal wir, wieder auf dem Festland unmengen von grasenden Kängurus neben der Straße sehen.  Wir fahren die Fleurieu Peninsula wieder zurück bis in die Adelaide Hills und dann ins Land hinein. Weites Land mit ganz wenig bzw. nichts. Die Weite ist manchmal unbegreiflich. Hin und wieder führt der Highway durch “Städte“ hindurch, die auf der Karte eingezeichnet sind, jedoch nicht mehr als Tankstelle und Motel zu bieten haben. So eine Stadt ist wohl auch Tintinara, unser heutiges Ziel. Unser Cottage liegt 4 km außerhalb und ist in der Dunkelheit nicht so einfach zu finden. Das gelingt uns und wir nehmen es 22.00 Uhr in Besitz.

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