Familientag am Söllereck

Auf und am Söllereck (1.706 m) – ein Berg für alle Bedürfnisse

Bei einem Familientag, der eine Altersspanne von etwa 65 Jahren umfasst, sind Kompromisse angesagt – im positiven Sinn. Es sollte für alle etwas dabei sein. Große Aufgabe für 12 Leute etwas zu finden. Das Allgäu war gesetzt, das Wetter im Sommer etwas unberechenbar. Daher war die Suche etwas langwieriger.

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Freundetour II – Bei Sonne kann jeder

Von Mittelberg auf die Mindelheimer Hütte (Elferkopfrunde)

Gastautor: Lieblingsmann

Eine Auszeit birgt die Möglichkeit, Dinge zu tun, die man schon immer mal tun wollte und dazu gehören auch Auszeiten unter Männern. Nach der Freundetour I („Wenn Engel wandern“) mache ich eine weitere Tour mit einem Freund, dieses Mal ist es die Mindelheimer Hütte (2.058), Sie steht schon länger auf der Liste der Ziele in den Allgäuer Hochalpen und ist geeignet für eine 2-Tages Tour für Jungs, die nicht nur die sportliche Herausforderung suchen.

Für den Aufstieg bieten sich verschiedene Wege entweder von der deutschen (z.B. Talstation der Fellhornbahn bei Oberstdorf) oder aber von der österreichischen Seite aus im Kleinwalsertal an. Erst am Morgen entscheiden wir uns aufgrund der Wettervorhersage für den Aufstieg von Mittelberg im Kleinwalsertal über das Gemsteltal – die Runde um den Elferkopf (2.387) ist eine der kürzeren Varianten und die 1200 Höhenmeter Aufstieg sind auf überwiegend gutem Weg, was bei Regen Priorität hat.

Wir starten kurz nach 10 Uhr am Parkplatz in Innerbödmen (1.163) und gehen zunächst immer entlang dem Gemstelbach einen Forstweg seicht bergan. Wir passieren die Bernhardsgemstelalpe und erreichen nach 45 Minuten die bewirtschaftete Hintere Gemstelalpe. Dort beginnt der Aufstieg zur Oberen Gemstelalpe (1.694 – n.b.) und da nun Regen einsetzt, stülpen wir uns noch Regenhose und Regenjacke über; da wir von Anfang an auf Regen eingestellt waren, beeinträchtigen uns die Wetterbedingungen zunächst nicht und wir steigen zügig durch den Regen auf, passieren die Obere Gemstelalpe und erreichen nach einer knappen Stunde bereits die Sterzerhütte (1.858). Und so plötzlich wie der Regen kam, hörte er auch auf und für einen kurzen Moment konnten wir sogar blauen Himmel und den Gipfel vom großen (2.533) oder kleinen Widderstein (2.236) – man weiß es nicht genau – sehen.

Hochmotiviert geht es weiter, doch sogleich setzt der Regen wieder ein und jetzt kommt kräftiger Wind und Kälte dazu und so quälen wir uns über den Grenzpunkt Koblat (2.040) weiter über einzelne Schneefelder immer weiter bergan bis wir schließlich den Sattel zwischen Geißhorn und Wildengrundkopf erreichen. Der Wegweiser stellt eine Stunde bis zur Mindelheimer Hütte in Aussicht. Jetzt geht’s bergab, doch Regen und Geröll im steilen Hang erfordern Trittsicherheit und Konzentration. Bereits nach einem starken halben Stunde erblicken wir das grüne Dach der Mindelheimer Hütte und um 14 Uhr haben wir unser Tagesziel erreicht.

Es gibt einen Trockenraum, Strom und zwei Plätze im Lager. Die Hütte ist nahezu ausgebucht und jeder Tisch ist mit Familien, sowie großen und kleinen Wandergruppen quer durch alle Altersklassen besetzt.
Eine warme 60 Sekunden Dusche und ein Apfelstrudel später war der Himmel dann plötzlich blau und vom Regen keine Spur mehr.

Wie genießen das einfache Hüttenleben mit gutem Essen und Schachspiel und fallen pünktlich zur Hüttenruhe um 22 Uhr in die Kojen. Die Nacht im Lager mit 10 weiteren Wanderkameraden war erneut überraschend ruhig – die einzigen Schnarchgeräusche kamen von direkt neben mir 😉

Um 7 Uhr waren wir beim Frühstück und routiniert sind wir bereits vor 8 Uhr startklar für den Abstieg. Bei trockener aber sehr kühler Witterung starten wir Richtung Kemptner Scharte und nehmen vor dem Abstieg ins Wildental noch kurzerhand den Kemptner Kopf (2.191) mit, damit wir wenigstens einen Gipfel erklommen haben.

Plötzlich nehme ich ein Geräusch wie ein Klacken wahr, das ich zunächst nicht zuordnen kann. Als das Geräusch näher kommt, erkennen wir zwei Steinböcke, die im diesigen Morgenlicht kraftvoll miteinander kämpfen und klackend die Hörner aneinander schlagen. Ein Schauspiel der besonderen Art in der noch recht frühen Morgenstunde, das von einer ganzen Steinbock Herde beobachtet wird.

Am Gipfelkreuz angekommen zieht es sehr schnell zu, dennoch ist die Rundumsicht nach Hoher Ifen und Gottesacker im Nordwesten und auf die Allgäuer Hochalpen im Osten grandios.

Ob der unsicheren Wetterlage machen wir uns rasch an den Abstieg. Hinein ins Wildental ist dieser zunächst sehr steil und geröllig und wir sind froh, die teilweise seilversicherte erste Passage heute im trockenen bewältigen zu können.

Nach etwa 45 Minuten passieren wir die Hintere Wildenalpe und von hier an ist der Weg dann nur noch steil, doch sehr gut begehbar.

Eine Stunde später später erreichen wir schließlich die Untere Wiesalpe (1.290), wo wir dann für eine abschließende Brotzeit einkehren, ehe wir die letzte Etappe hinab ins Tal nach Mittelberg nehmen. Die letzten 2 Kilometer geht es dann immer der Breitach entlang leicht aufwärts und wir erreichen nach etwa 4,5 Stunden unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz in Innerbödmen.

Alles in allem trotz des schlechten Wetters am Aufstiegstag eine sehr schöne Rundtour um den Elferkopf, bei schönem Wetter birgt diese Tour sicherlich grandiose Ausblicke und hat das Potential für eine Wiederholung.

Aufstieg: 1350 Meter
Gehzeit: 9,5 Stunden mit Kemptner Kopf

Immer wieder Sonntags – Almenhopping über dem Haldensee

Von Nesselwängle über drei Alpen zum Haldensee

Von der Sonne geweckt zu werden, ist für mich einer der schönsten Momente an einem unverplanten Tag. Naja, so ein bisschen verplant ist er schon, da Wetterprognosen – wenn sie auch nicht immer zuverlässig sind – doch einen Eindruck für den nächsten Tag vermitteln 😉 Konkretes haben wir jedoch nicht geplant.

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Um der Kondition willen

Von Tannheim auf das Neunerköpfle

Gestern Abend noch ohne Jacke einen wunderbaren Abend auf der Hotelterrasse verbracht – grandioser Ausblick inklusive. Der Morgen empfängt uns in gediegenem grau. Erst einmal frühstücken, dann sieht es bestimmt besser aus.

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Auf den Spuren vom Kini III

Finale – durch das Loberbachtal über einen königlichen Jagdweg nach Hohenschwangau

Gastautor: Lieblingsmann

Nach einer entspannten Nacht im 20 Mann Lager, das ich nur mit einer alleinreisenden Dame und einer jungen Familie mit zwei kleinen Kindern teilen musste, bin ich um kurz nach 7 fast der erste beim Frühstück und um 8:00 Uhr startklar – jahrelanges Training mit einem Wanderprofi zahlt sich halt aus 😉

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Auf den Spuren vom Kini II

Quer durch die Ammergauer Alpen – über die Klammspitze zur Kenzenhütte

Gastautor: Lieblingsmann

In der Nacht zieht dann schließlich doch noch ein Gewitter auf und es setzt Regen ein, der bis in den Tag hinein anhält. Die Wettervorhersage hat leider mal wieder nicht gepasst und nach dem Frühstück stellt sich die Frage: Was tun? Absteigen oder auf Richtung Kenzenhütte?

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Auf den Spuren vom Kini

Aufstieg von Linderhof zur Brunnenkopfhütte

Gastautor: Lieblingsmann

Es war ein lang gehegter Traum, einmal von Linderhof nach Neuschwanstein zu Fuß zu gehen. Nicht nur, dass man quasi fast die Luftlinie (ca. 20 km) geht – mit dem Auto fährt man entweder über Reutte in Tirol oder über Oberammergau, um das Ammergebirge zu umfahren – es ist auch der Reiz, zwei der Schlösser, die Ludwig II. erbauen lies, in einer Tour zu verbinden.

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Freundetour I – Wenn Engel wandern

Von Bad Hindelang zum Prinz-Luitpold Haus

Gastautor: Lieblingsmann

Eine in eher bierseliger Laune geborene Idee haben wir heute wahr gemacht: eine Männerwanderung mit Übernachtung auf einer Hütte in den Allgäuer Bergen. Das Ziel war schnell ausgemacht, es sollte das Prinz-Luitpold Haus (1846) am Fuße des Hochvogels sein.

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Viel Natur, gutes Essen und etwas Geschichte

Von St. Leonhard (693 m) zur Pfandleralm (1.349 m)Das Wetter soll heute nicht so lange aushalten wie gestern, so dass wir uns auch nicht hoch hinaus wagen. So früh schaffen wir es im Hotel doch nicht aufzubrechen, als dass wir die Tour Mittags bereits beendet haben und evtl. Gewittern gelassen entgegen schauen können. Wir holen heute – nach vielen Jahren Urlaub in Südtirol mal etwas Geschichte nach.

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Auto stehen lassen und loslaufen – unterwegs am Aussichtsbalkon des Passeiertals

Von St. Leonhard (693 m) zum Kirchlein St. Hippolyt (1.200 m) und nach Stuls (1.332 m)Es ist schön, einfach aus der Hoteltür herauszugehen und ohne Auto starten zu können. Sicher keine riesige Bergtour, aber bei 30 Grad und Sonne satt, dürfte es für uns heute auch ausreichend sein.Nach ein paar Kehren auf schmalen Sträßchen verlassen wir St. Leonhard und wandern, meist im Wald, den Sonnenhang hier nach oben. Wir kreuzen oft die Straße zum Jaufenpass, die um diese Uhrzeit noch erstaunlich ruhig ist. Passend zu Fronleichnam sind wir auf diesem steilen Wegstück auch gleich noch einen Kreuzweg gelaufen.In einer Kurve, hinter dem Imbiss-Stand (für Rad- und Motorradfahrer?) geht es mal ein Stück geradeaus. Und es gibt einen herrlichen Blick über das gesamte Passeiertal.Wir laufen bequem nach Glaiten zum Kirchlein St. Hippolyt, welches hier oben mit bester Aussicht thront. Die genießen wir eine auch etwas, zumal wir damit beschäftigt sind – peakfinder sei Dank – die umliegenden Gipfel mit Namen zu versehen und aufzuzählen, wo wir bereits waren. Ein bisschen loben muss schon mal sein 😉Wir müssen wieder ein kleines Stück zurück, um dann nur leicht ansteigend nach Stuls hinüberzulaufen. Das macht, anfänglich auf der Straße, nur bedingt Spaß. Es wird aber wieder besser. Im Wald und später über Wiesen queren wir die steilen Hänge – immer mit Aussicht auf die Texelgruppe und die Sarntaler Berge. Die Höfe von Stuls, einem der sonnigsten Dörfer Südtirols, kleben förmlich am Hang.Obwohl sich so langsam Wolken über den Gipfeln zusammenbrauen, genehmigen wir uns in der Bar Flora eine Pause …. und ein Radler. So richtig lange halten wir es, trotz der wunderbaren Aussicht, nicht aus. Vor uns liegen noch etwa 4-5 km und 600 hm abwärts. Idealerweise kommen wir trocken nach unten.Anfänglich auf der Straße geht es ziemlich steil nach unten. Wir können einigen Bauern bei der Heuernte zusehen. Das dürfte an diesen steilen Hängen weder beim Mähen noch beim Heuwenden oder Einbringen eine spaßige Arbeit sein. Aufgrund des steilen Abstiegs sind wir sehr schnell in Gomion und damit auch gleich an der Passer, die hier mit viel Getöse aus den Bergen herunterkommt. In St. Leonhard wartet ein letzter kleiner Anstieg hinauf zum Hotel – geschafft. Die Tür geht hinter uns zu und es beginnt zu gewittern. Perfektes Zeitmanagement!Kompass Wanderführer – Rund um Meran (951) – Tour 10 Glaiten und Stulsca. 650 hm, 10 km und 3,5 h Nettogehzeit