3. Etappe des Iseltrails von Matrei/Zedlach über Prägraten nach Hinterbichl….wir haben die stabilste aber auch heißeste Woche dieses Sommers für unsere Tour erwischt. Um diese Zeit sind die Warnhinweise der Wetterapps im Gebirge normalerweise Gewitterwarnungen. Wir sehen allerdings nur Hitzewarnungen. Für uns sehr gut nachvollziehbar. Bislang hatten wir 5 Minuten ganz leichten Regen und haben Nachts ein paar Blitze von den gegenüberliegenden Bergen gesehen – das wars. Weiterlesen „Ich glaube“
Normalerweise…
Willenskraft ist ausverkauft
1. Etappe des Iseltrails von Lienz nach Huben
Für den Fluss das Ende und für uns der Start. Den haben wir bereits gestern Abend in Augenschein genommen, am Zusammenfluss von Isel und Drau.
Wir starten entspannt mit einem guten Frühstück in den Tag, beschleunigen dann jedoch unseren Aufbruch etwas, da ab Mittag Gewitter angesagt sind. Da wir mehr als 20 km vor uns haben, möchte ich die Zeit, die wir im Regen laufen müssen, möglichst gering halten. 8.30 Uhr ist Aufbruch und nach Zwischenstopps in der Tourismusinformation für Karten und beim Bäcker (für Semmeln), stehen wir Schlag 9.00 Uhr an unserem Startpunkt und lassen Lienz auf einem Naturlehrpfad hinter uns. Es hat gestern gewittert, so dass die Luft wunderbar frisch und klar ist. Beim Schloss Bruck mündet der Weg in den Katzensteig – schönes Auf und Ab im Wald immer neben dem tosenden Fluss – ein Paradies für Rafting, worauf auch die vielen Anbieter hindeuten. Bei Oberlienz testen wir die Schaukelbrücke und schauen flussabwärts nach Lienz zurück.
Lienzer Dolomiten im Hintergrund
Über Wiesen, immer direkt neben der Isel schlängeln wir uns in Richtung Ainet. Hier hätten wir noch einmal eine gut zu erreichende Einkaufsmöglichkeit, die wir links liegen lassen. Für heute sind wir gut versorgt. Auf der Iselpromenade – immer schön in der Sonne – geht es tapfer in Richtung St. Johann im Walde. Dort wollen wir unsere Mittagspause verbringen. Das wichtigste ist, eine Bank im Schatten zu finden. Die Sonne ist unbarmherzig und von Wolken oder, wie angekündigt, Gewittern ist keine Spur zu entdecken.
Der immer gerade Weg fordert schon seinen Tribut. Es fällt einfach schwer in der Hitze einfach nur so geradeaus dahinzutrotten. Sicher, der Fluss ist da und mit ihm immer eine wunderbare Geräuschkulisse und eine gelegentliche frische Brise. Aber sonst….
Nach 16 km ist es uns egal, ob wir idyllisch rasten oder nicht. An der Feuerwehr St. Johann futtern wir unsere Vorräte und strecken unsere müden Füße lang. Neben uns werden Gruppen fürs Rafting vorbereitet. Das ist eher nix für mich, da ich bestimmt eine der ersten wäre, die das Paddel loslässt 😉
Auf zum letzten Abschnitt für heute, von dem wir glauben, dass es 5 km sind. Die Rahmenbedingungen sind unverändert – Sonne, Hitze und inzwischen viel Schweigen – nicht zwingend zur inneren Einkehr, sondern um durchzuhalten. Ein Schritt nach dem nächsten…
Endlich kommt Huben in Sicht und mit dem Ort gleich ein Cafè am Ortsrand. Es gibt Apfelstrudel und es ist nach der Tour natürlich der absolut beste und die Sahne lässt – für den Moment – keine Wünsche offen. Wir müssen zum Schluss noch ein Stück auf der anderen Iselseite zurücklaufen, um zu unserer Unterkunft zu kommen. Ein letztes Mal den Willen für heute bemühen, dann einchecken und in einen entspannten Nachmittag gleiten. Nach 23 km und damit 8 km nach der Mittagspause ist das verdient.
Ganz ohne Abendessen wollen wir trotz Strudel nicht bleiben und der Lieblingsmann will uns – wie homepage und Infomappe ankünden – zum Abendessen anmelden. FEHLANZEIGE – wir könnten ja nach Lienz oder zum Gasthof Steiner nach Matrei gehen. Sehr witzig. Gegangen sind wir wahrlich genug heute. Ich entscheide mich spontan für hungern. Das ist dem Lieblingsmann jedoch wirklich nicht recht.
Die Haltestelle ist nur 400 m entfernt und 15 Minuten später befinden wir uns eben dort und warten auf den Bus nach Matrei Feld. Zum Glück haben wir reserviert, so dass wir nach 15 Minuten bergauf vor dem Steiner stehen und uns auf unser Essen freuen. Irgendwie bleibt mir dennoch das Essen etwas im Hals stecken, da der nächste Bus zurück in 20 Minuten fährt oder um 22.00 Uhr, also in 3,5 Stunden… Oh Mann. Laufen fällt definitiv aus, also muss ein Taxi her. Plötzlich kommt die Osttiroler Gastfreundschaft ins Spiel. Ein Mann der Familie am Tisch neben uns verschwindet kurz und wenig später ist klar, dass er uns die 5 km zurück fährt. Wie nett ist das denn. Einmal Schnaps für alle und wenig später sitzen wir im Auto zurück in unserer ‚Hotel‘. 
Jetzt sitzen wir auf dem Balkon und genießen die Abendstimmung hier in den Bergen. Nass geworden sind wir nicht wirklich – ein kurzer Schauer an der Haltestelle war alles.
23 km – 5 h 30 min – 150 hm
Ein vorsichtiger Blick über die Grenze
Von Nesselwängle (1.136 m) auf die Krinnenspitze (2.000 m)
So lange haben wir das Tannheimer Tal und seine Berge in unserer aktiven Zeit noch nie links liegen gelassen – sind die Gipfel doch immer herrliche Tagestouren mit etwas Anspruch. Als wir endlich wieder durften, passte meistens das Wetter nicht. Für eine Wanderung zu dritt ist es immer gut, auf Bewährtes zurückzugreifen, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt. Nachdem die Krinnenspitze letztes Jahr unser Abschlussgipfel bei herrlichstem Novemberwetter war, fällt die Wahl schnell auf sie – nicht zu steil, nicht zu flach, schöne Aussicht und viele Hütten.
Eine Bergtour ganz nach meinem Geschmack
Von Hinterstein (883 m) auf den Breitenberg (1.893 m)
In diesem Sommer ist es bislang eine Seltenheit, dass alles passt – das Wetter ist perfekt, es gibt keine anderen Verpflichtungen und die körperlichen Gesamtzustände lassen eine ordentliche Bertour zu. Das meint, es dürfen 1.000 hm hoch und wieder runter sein.
Auf unseren Tagestouren haben wir der Ecke um Bad Hindelang bisher wenig Beachtung geschenkt, obwohl es fast vor unserer zweiten Haustür liegt. Unser heutiges Ziel liegt so richtig prominent im Bild von Oberjoch kommend und war nur wenige Wochen auf meiner Liste. Das passiert meinen Bergzielen nicht so oft, dass sie so schnell umgesetzt werden – die Liste ist lang.
Einmal zu spät und einmal zu früh
Zur Almrosenblüte auf das Wertacher Hörnle (1.695 m)
So wirklich viele Höhenmeter haben wir bislang nicht in den Beinen. Von den erschwerenden Rahmenbedingungen mal abgesehen, liegt es vor allem am Wetter. Es gibt Regionen in Deutschland da ist es staubtrocken (leider). Das Allgäu gehört definitiv nicht dazu. Damit wir uns langsam an höhere Gefilde herantreten, starten wir nach etwas längerer Pause mit dem Wertacher Hörnle – fast vor der Haustür.
Einmal und nie wieder
Vom Riedbergpass zum Piesenkopf (1.630 m)
Wir brauchen etwas anspruchsloses mit wenig Höhenmetern, wollen jedoch nicht zum hundertsten Mal um den Grüntensee. Also mal auf in die Hörnergruppe, dort waren wir bislang nur einmal mit Schneeschuhen unterwegs. Wir fahren über den Riedbergpass hinweg und parken einige Kilometer talwärts auf dem Parkplatz Scheuenalpe (1.100 m).
G hoch 3 – Geburtstagsgipfel Grünten
Vom Wanderparkplatz „Großer Wald“ auf den Grünten (1.738 m)
Eine Woche Urlaub in Zeiten von Corona ist eine neue Erfahrung – nicht wegfahren, kein Restaurantbesuch, und die Geschäfte sind auch weitestgehend zu. Wenn dann noch das Wetter Kapriolen schlägt, ist es mit mir nicht so leicht auszuhalten. Und es hat Kapriolen geschlagen, zumindest im Soll-Ist-Vergleich (bin halt Controller ;-)). Auch mein Geburtstag startet sehr bescheiden, nämlich in der Farbe Grau. Einen Cappuccino und einige Bleche Cookies später versuche ich es doch und starte im Regen in Richtung Wertach.
Wandern vor der Haustür – Ganz allein im Wald
Wandern vor der Haustür – Reuterwanne in Varianten
Auf der Suche nach der idealen Tour zur Buronhütte und zur Reuterwanne
Es ist Ostern und unvorstellbar schönes Wetter. Und es gibt Ausgangsbeschränkungen, was heißt: Wandern vor der Haustür. Also orientieren wir uns mal in Richtung Grüntensee und schauen mal, ob wir einen noch nicht gegangenen Weg finden.