Meditieren am Schlern

In 15.000 Schritten von Völser Weiher (1.056 m) auf den Schlern (2.563 m)

Weckerklingeln im Urlaub ist für mich sehr ungewöhnlich, wenn jedoch im Herbst eine 8h-Tour ansteht, hilft alles Jammern nix. Übrigens: Der Wecker klingelt 😉

Wir wollen heute endlich auf den Schlern. Jahrelang haben wir ihn wahlweise von der Brennerautobahn kurz erblickt oder mit seiner typischen Form von Ferne bestaunt.

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Alles dabei II

Vom Col Raiser über die Siellesscharte zur Puezhütte 

Heute war wirklich alles dabei und zwar fast ausschließlich von dem, was wir mögen: Traumwetter, herrliche Ausblicke, eine Scharte, etwas Kraxelei, Murmeltiere, keine Seilbahn von einer anderen Seite, wenig Menschen, ordentlich Strecke und Höhenmeter… Weiterlesen „Alles dabei II“

Alles dabei

Von Pufels auf den Puflatsch  (2.176 m) 

Nachdem wir gestern auf der nördlichen Seite des Grödnertals unterwegs waren, soll es heute die südliche sein. Ziel ist es, etwas ohne direkten Seilbahnanschluss zu finden. Das ist leichter gesagt, als getan, aber dann doch gefunden. Weiterlesen „Alles dabei“

Nichtstun in den Bergen 

Warmlaufen von St. Christina auf den Col. Raiser 

Der erste Urlaubstag ist eigentlich dem Nichtstun vorbehalten – keine Bergtour und schon gar keine anstrengende. Das ist zumindest aus Sicht des Lieblingsmannes der perfekte Urlaubseinstieg. Man kann ja zumindest bei gutem Wetter mal darüber nachdenken, doch etwas zu unternehmen. So eine kleine Tour zumindest. Die Gröden App liefert gute Anregungen. Also beginnt jetzt die Überzeugungsarbeit.  Weiterlesen „Nichtstun in den Bergen „

Eine Etappe, die alles fordert und viel gibt

Vom Pfitscher Joch Haus nach Pfunders (1.155 m)

Heute gab es ein wirklich gutes Frühstück und in Anbetracht der langen vor uns liegenden Etappe haben Lucia und ich ein dekadent belegtes Schinken-Käse-Brot vom Buffet als Wegzehrung mitgenommen. Und es war ganz frisches Brot aus Vinschgerl-Teig.

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Noch ein paar Schritte nach Italien und zum ersten Cappuccino

Von der Olperer Hütte zum Pfitscher Joch Haus (2.275 m)

Es war ein weinseliger Abend mit Lucia und zwei Vorarlbergern, die den Olperer besteigen wollen und dann den Berliner Höhenweg wandern wollen. Es war die erste DAV Hütte mit einer Weinkarte, die nicht nur Zweigelt und Veltliner aus der Literflasche umfasst. Das haben wir nach dem perfekten Essen gut genutzt und den wunderbaren Sonnenuntergang genossen. Ich habe erstmals im Leben Tiroler Graukäs gegessen, der ja optisch nicht unbedingt überzeugt, dafür aber geschmacklich.

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Und es geht ja doch – Mutspitze die Zweite

Von Dorf Tirol auf die Mutspitze (2.294 m)

Nachdem wir letztes Jahr im Oktober wenig Glück hatten und im Nebel oder in Wolken am Gipfel saßen, haben wir jetzt Anfang Mai zumindest perfektes Wetter. Dennoch gibt es einiges zu überdenken; es liegt noch richtig viel Schnee auf den umliegenden Bergen. Das, was wir von der Mutspitze sehen, die Südseite, ist allerdings frei. Also wagen wir es! weiter

Talwärts entlang der Etsch

Von Mals nach Meran (62 km)

Die Outdoorsaison 2015 ist eröffnet. Wir hätten dies zwar gerne auf Safari in Namibia und Botswana gefeiert; die Umstände waren dagegen. So haben wir uns kurzerhand für die bewährte Destination Südtirol entschieden. Zu dieser Jahreszeit waren wir noch nie hier, so dass wir auch nur eine vage Vorstellung hatten, welche Aktivitäten und vor allem in welcher Höhe möglich sind. weiter

Urlaubseinstieg bei mal wieder schlechtem Wetter

Mutspitze  (2.294 m) – Der Hausberg von Dorf Tirol und Einstieg in die Texelgruppe – 12. Oktober

Kaum haben wir gestern die Alpensüdseite erreicht, weicht der wunderbar blaue Himmel und die prächtige Herbststimmung einem grauen, verregneten Tief, welches genau da hängt, wo wir auch hin wollen. Das ist dieses Jahr typisch für uns und unsere Ziele und daher nicht wirklich verwunderlich.

Heute ist es zumindest trocken und die Sonne blitzt etwas durch die Wolken. Also auf zu einem Gipfel, den wir jedesmal hier vor Augen hatten, jedoch noch nie in Angriff genommen haben, die Mutspitze, die sich über Meran und Dorf Tirol erhebt. Wir starten in Dorf Tirol und erleichtern den Aufstieg um fast 600 hm mit der Hochmuthseilbahn. Oben angekommen, erreichen gerade die ersten Läufer eines Berglaufs ihr Ziel. Was das wirklich bedeutet, können wir erst am Nachmittag erahnen. Diejenigen, die noch nicht genug haben, laufen weiter und überholen uns auf den ersten Kilometern.

Wir laufen auf einem sehr gut angelegtem Weg im Wald stetig bergan. Da merken wir auch nicht, dass man außerhalb des Waldes nichts mehr sieht. Kurz nach den Muthöfen, wo es der ersten Einkehr zu widerstehen galt, hätten wir uns auch noch für einen Teil des lang gehegten Traumes, die Spronser Seen entscheiden können. Wir wollen jedoch alle sehen, also geht es weiter Richtung Mutspitze. Bei dem Wetter treibt es nicht so viele nach oben, so dass wir fast allein aufsteigen und uns das Gelände nur mit den vielen Ziegen teilen. Für Kühe wäre es sicher zu steil.
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Treppenartig geht es sehr luftig zum Gipfel. Wir laufen in den Wolken, so dass wir nur ein paar Meter rechts und links überhaupt etwas sehen kann. Genau Mittags sind wir oben, das Wasser perlt auf unseren Gesichtern, was jedoch nicht von der Anstrengung kommt 😉

Bei gutem Wetter hat man hier oben sicher einen perfekten Rundblick über die Texelgruppe, Sarntaler Alpen, Dolomiten, ins Vinschgau und über Meran nach Süden. Das bleibt uns leider verwehrt, also müssen wir noch einmal hier hoch…

Wir steigen in nordöstlicher Richtung über die Taufenscharte ab. Das ist ein doch recht schmaler, treppenartig angelegter Steig, der auch bei Nebel ahnen lässt, dass man ziemlich tief blicken kann, wenn man denn könnte.

So langsam stellt sich der Hunger ein und wir beschleunigen, soweit möglich, damit wir die 1:20 h zur Leiteralm unterbieten. Das schaffen wir trotz einiger Fotostopps zuverlässig.
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Mit jedem Höhenmeter abwärts wird es heller und kurz vor der Leiteralm ist die Sonne da. Wir sitzen draußen und genießen Speckknödel und Kaiserschmarrn. Das ist doch etwas Entschädigung für die unwirtlichen Bedingungen oben am Berg.

Über den schönen Hans-Frieden-Felsenweg, der den Berg auf einer Höhenlinie quert, laufen wir zur Bergstation Hochmuth zurück. Jetzt, wie viele andere mit uns, bei schönstem Wetter und annehmbarer Sicht. Wir haben jetzt 1.000 hm hoch und runter geschafft, wollen aber die Läuferstrecke zumindest aus der Abwärtsperspektive noch schauen. Also lassen wir die Bergbahn links liegen und laufen für die nächste Stunde steil in Kehren bergab. Es fühlt sich an, wie eine Stunde Treppen steigen. Wir merken doch, was wir geschafft haben. 😉
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