Auf 2.000 m und Zugverkehr wie München Hbf

3. Etappe – Von Alpiglen (1.616 m) über die Kleine Scheidegg (2.061 m) nach Lauterbrunnen und weiter nach Mürren (ca. 1.600 m)

Eine unruhige Nacht liegt hinter mir, obwohl alles gepasst hat. Wir hatten ein schönes Zimmer mit Blick hinauf zur kleinen Scheidegg. Dennoch war ich heute morgen weit vor dem Weckerklingeln wach. Auf Alpiglen gibt es an 7.00 Uhr Frühstück – perfekt für Wanderer, da die Zeit im Kühlen noch ziemlich lang ist.

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Pflastermüde

2. Etappe – Von Rosenlaui über die Große Scheidegg (1.962 m) und Grindelwald zum Berghaus Alpiglen (1.616 m)

Wir haben in der wunderbaren Bergluft gut und lange geschlafen. So sitzen wir ausgeschlafen um 7.30 Uhr beim Frühstück, welches auch wieder alle Erwartungen übertrifft. Es gibt alle Sorten von Beeren, Bürlibrot, Butter von der Alm wenige Meter bergab, natürlich eine ganze Auswahl an Chäs und noch so viel mehr. Da das Abendessen so üppig war, muss ich leider vieles unversucht lassen 😦

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Grüezi

1. Etappe – Von Meiringen (595 m) nach Rosenlaui(1.328 m)

Die Schweizer Bundesbahn hat uns zuverlässig von Gstaad nach Meiringen gebracht. Ab jetzt müssen wir uns auf unsere Füße verlassen. Wir laufen durch den Ort – natürlich in der prallen Sonne. Es ist auch hier richtig heiß. Wir überqueren die Aare und genießen für ein paar Minuten, die kühle Feuchtigkeit, die vom Fluss aufsteigt. An der Talstation der kleinen Bahn, die zu den Reichenbachwasserfällen führt, geht unser Wanderweg los. Steil geht es aufwärts und in der Sonne. Ich habe noch nie so geschwitzt und komme überhaupt nicht nach mit trinken. Ab und zu haben wir einen schattigen Abschnitt, den wir total genießen. Ebenso die immer schöner werdenden Ausblicke hinunter auf Meiringen (wo ja die Romanfigur Sherlock Holmes geweilt hat und wohl auch umgekommen ist) und die umliegenden Berge.

Übrigens: Die Berge sehen hier wirklich ganz anders aus, als in Deutschland, Österreich oder Südtirol. Viel schroffer und meist mit Schnee oder Gletschern bedeckt.

Nach etwas mehr als einer Stunde haben wir beim Gasthaus Zwirgi das schlimmste geschafft. Ab jetzt geht es meist auf einem schönen schattigen Steig bergan. Links von uns rauscht immer der Reichenbach, der Gletscherwasser abtransportiert.

Wir sehen auch, wie das Wasser in Strömen aus dem Gletscher herausläuft und können sehen, welche Fläche er früher einmal bedeckt haben muss.

Auf dem gesamten Weg begleitet uns ein Sträßchen, auf welchem in regelmäßigen Abständen Postbusse verkehren. Vor jeder Kurve gibt es eine ganz witzige, nach Blechbläsern klingende Musik, damit er keinen auf der schmalen Straße aufgabelt. Da es sehr viele Kurven gibt, ist die Musik fast immer da. Ich habe erst vermutet, dass auf einer Hütte hier ein Fest stattfindet.

Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir die Hochfläche des Rosenlaui, auf der auch unser Hotel ‚Rosenlaui‘ steht. Wie aus der Zeit gefallen, innen wie außen. Alles total nostalgisch. Wir haben ein kleines Touristenzimmer, das ist Luxuswandern – kein Lager, unbegrenzt lange Duschen (auch wenn es Gemeinschaftsduschen sind) und ein Drei-Gänge-Menü zum Abendessen.

Wir verbringen den Nachmittag auf der Terrasse, sehen den Sennern zu, wie sie die Kühe zum Melken eintreiben und machen gleichzeitig noch digital detox, da es hier weder Handyempfang noch Internet gibt, was wir vorher wussten.

Unterwegs kann man an fast jedem Bauernhof im Selbstbedienungskühlschrank ganz verschiedenen Käse kaufen. Gut, dass der Rucksack voll ist, sonst könnte ich wohl nicht widerstehen.

Auf zu neuen Ufern

Die Schweiz ruft und der Bärentrek winkt

Endlich mal wieder eine Mehrtagestour, die mehr als 4-5 Tage hat. Dieses Jahr bringen wir es – wenn alles gut läuft auf 8 Etappen. Der Bärentrek im Berner Oberland spukh mir schon länger durch den Kopf. Schön, dass der Urlaub vom Lieblingsmann ausreicht und wir ihn gemeinsam gehen können. Aber erst einmal müssen wir hin.

Die Wanderrucksäcke sind gepackt und Dank meiner Excel-Liste, die uns schon länger begleitet, ist auch alles Notwendige drin. Aus der Erfahrung der letzten Touren haben wir ‚Notwendig‘ noch einmal überdacht. Bei der Wetterprognose brauchen wir jeder 3 Liter Wasser, da hilft jedes, an anderen Dingen, gesparte Gramm. Kein Solarpanel dabei und auch kein kindle zum Lesen. Dann müssen wir halt miteinander reden 😉

Der einzige Luxus ist die Kamera mit etwas mehr als einem Kilo Gewicht.

Die Anfahrt über Bregenz gestaltet sich für einen Freitag in den Schulferien recht flüssig. Wir machen für die erste Nacht einen Zwischenstopp in Luzern. Eine wunderschöne Stadt. Da das Hotel direkt im Zentrum liegt, können wir noch einiges von der Stadt sehen, wobei das bei 35 Grad Abends auch nicht nur Freude macht.

Vierwaldstätter See

Heute, also am Samstag morgen brechen wir kurz vor 8.00 Uhr in Luzern auf. Laut Navi brauchen wir nach Gstaad, wo wir unser Auto abstellen wollen knapp 2 Stunden. Für 130 km – da holen wir bestimmt etwas raus.

Weit gefehlt. Hier gibt es einspurige Autobahnen und natürlich auch einige kleinere Pässe zu überwinden. Wir brauchen mehr als 2,5 Stunden bis Gstaad. Dort führt der erste Weg zur Information, um ein Langzeitparkticket zu kaufen. 8 Tage = 80 Franken. So ganz habe ich mich an die Preise noch nicht gewöhnt. Kommt bestimmt noch 🙂

Altstadt Luzern

Jetzt heißt es noch einmal alles checken und dann auf zum Bahnhof. Mit dem Zug fahren wir zum Start der Tour, nach Meiringen. Dort waren wir heute fast schon einmal. Wir fahren fast die halbe Strecke zurück. Aber so ist es besser, da wir heute nur 3 Stunden Aufstieg haben werden.

Mal sehen, was die nächsten Tage bringen. Wir sind gespannt…

Wie ein „Spaziergang“ zur Prüfung wird

Hitzeschlacht am Immenstädter Horn (1.489 m)

Es müssen dieses Wochenende zwei Touren sein – nur für das gute Gefühl. Uns ist bewusst, dass es heiß wird, weshalb wir uns am Sonntag nicht soviel Zeit lassen und uns auch eine gemäßigte Tour mit viel Wald aussuchen. Auch heute nichts spektakuläres, aber darum geht es auch nicht. Knapp 800 hm und die fast komplett am Anfang der Tour – kein Problem 😉

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Die Salober-Alm muss warten

Von Pfronten auf den Breitenberg

Nur noch eine Woche und wir starten unsere nunmehr jährliche Mehrtagestour. Das Training ist leider in den letzten Wochen etwas zu kurz gekommen, also muss das letzte Wochenende für das gute Gewissen herhalten. Das Wetter ist, wie zur Zeit überall, eher Bade- als Wanderwetter. Aber eine kleine Tour passt noch in den bereits vollgestopften Samstag.

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Aller guten Dinge sind… zwei

Von Oberstdorf auf das Rubihorn (1.952 m)

Wenn etwas nicht geglückt ist, muss man es gleich noch einmal versuchen, das ist zumindest meine Sicht auf die Dinge. So machen wir das auch gleich mit der abgebrochenen Tour auf das Rubihorn. Das Wetter ist einigermaßen stabil prognostiziert und so machen wir uns, trotz unzähliger Alternativen, mal wieder auf nach Oberstdorf.

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Es brodelt in der Wetterküche

…letztendlich der Mittelberger Panoramaweg

Strahlender Sonnenschein und müde Beine…hm, da ist guter Rat teuer. Den gibt es zum Glück in Form eines Wanderführers, der auch Streckenwanderungen mit ganz wenig Höhenmetern im Angebot hat.

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Be(r)geisterung – und davon jede Menge

Vom Vilsalpsee (1.165 m) auf die Lachenspitze (2.126 m)

Wenn man unseren Touren folgt, merkt man sicher, dass wir gern in den Tannheimer Bergen unterwegs sind. Es ist sozusagen unser Hauswandergebiet.

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